Immer noch kein offizieller Bitcoin-Handel
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16 März
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Am Freitag, den 10. März 2017 hat die US-Börsenaufsicht dem ersten Bitcoin-Fonds die Zulassung verweigert. Die Risiken seien zu hoch, die Regulierung zu niedrig, so die SEC. Gibt es aber für die erste Kryptowährung noch Hoffnung?

Bereits seit vier Jahren versuchen die US-amerikanischen Brüder Tyler und Cameron Winklevoss, eine Zulassung für den ersten Bitcoin-Fonds zu erhalten. Der börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Fund -- ETF) sollte den Kurs der Internet-Währung Bitcoin (Bitcoin) nachbilden und es Anlegern leichter machen, in Bitcoins zu investieren, so die Deutsche Welle.

Doch wurde der Antrag der Brüder von der SEC (Securities and Exchange Commission -- die Regulierungsbehörde für den Finanzmarkt in den USA) abgelehnt. "Die Kommission stellt fest, dass Bitcoin sich in einem relativ frühen Stadium seiner Entwicklung befindet", hieß es in der Begründung. Für breitere Anlegermassen soll das Finanzprodukt deshalb noch nicht geeignet sein. Es sei wegen der mangelnden Regulierung des Bitcoin-Handels zu anfällig für Manipulationen und Betrügereien, berichtet ARD.

Die Märkte reagierten auf die Nachricht mit dem Rückgang des Bitcoin-Preises: er fiel gegenüber dem US-Dollar um rund acht Prozent auf 1100 Dollar. Nachher hat sich der Kurs jedoch wieder erholt:

Bitcoin-Kursschwankungen vor und nach dem 10. März 2017

Die Brüder Winklevoss bleiben dennoch optimistisch und wollen nicht aufgeben. Tyler Winklevoss kündigte an, dass er sich weiter um eine Zulassung bemühen wird: “Wir haben diese Reise vor fast vier Jahren begonnen, und wir sind entschlossen, sie zu Ende zu bringen”.

Zurzeit werden Bitcoins über mehrere Plattformen im Internet gehandelt. Diese Märkte sind jedoch wenig reguliert, was auch die Beaufsichtigung des geplanten Bitcoin-Fonds erschwert. Allerdings können sich "mit der Zeit […] auch regulierte Bitcoin-Märkte von maßgeblicher Größe entwickeln", so die SEC weiter. Dann ändert vielleicht auch die Börsenaufsicht ihre Meinung und gibt der Kryptowährung den Zugang zu den offiziellen Märkten.

Was ist überhaupt Bitcoin?

Das Konzept des Bitcoins wurde von einer Person unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt, als eine Alternative zu den konventionellen Währungen. In seinem White Paper über die neue Währung schrieb er:

„Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. […] Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen in Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden”.

Bitcoin funktioniert unabhängig von staatlicher Kontrolle und Banken, weil Bitcoin-Emission und Verarbeitung von Transaktionen gemeinsam von den Mitgliedern des Netzwerks ausgeführt werden. So kann man Bitcoin weder besitzen noch kontrollieren, die Transaktion weder blockieren noch abbrechen, wobei jeder kann dem Netzwerk beitreten. Die Bitcoin-Transaktionen sind schnell und haben minimale Kosten.

Ein Blick in das Innere einer isländischen Bitcoin-Mine

Wie kann man Bitcoin verwenden?

Bitcoin ist ein relativ neues Phänomen, jedoch gibt es bereits zahlreiche Möglichkeiten für seine Verwendung als Zahlungsmittel für reale Güter oder Dienstleistungen.

Bitcoin ermöglicht fast kostenlose Transfers zwischen den Nutzern, dabei ist es absolut egal, wie weit der Sender und der Empfänger voneinander entfernt sind, Man kann Bitcoins in einigen Gaststätten und Hotels als Zahlungsmittel verwenden, Flugtickets, digitale Inhalte, Website und Domänen-Hosting kaufen, Online-Kurse, Software, Einkäufe in Online-Shops und Taxifahrten bezahlen. Auf speziellen Websites kann man sein Telefonkonto mit Bitcoins aufladen; es gibt eine wachsende Zahl von Online-Casinos, die eine Einzahlung mit Kryptowährung ermöglichen.

Es gibt auch Beispiele, wenn die digitale Währung für teure Akquisitionen wie Häuser, Autos und Yachten verwendet wurde.

Viele Enthusiasten betrachten Bitcoin als eine attraktive langfristige Investition, weil sein Kurs stetig wächst.

Klingt toll, aber gibt es Nachteile?

Außerhalb mangelnder Regulierung zeigt Bitcoin hohe Kursschwankungen und wird als Schattenwährung für kriminelle Tätigkeiten betrachtet. Einige befürchten auch, dass Bitcoin Eigenschaften eines Ponzi-Schemas aufzeigt.

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