Mercedes rückt Tesla auf die Pelle
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Werden die Deutschen auf die Nase fallen oder was erwartet man von der Pariser Motorshow?

Tesla Motors (NASDAQ: Tesla Motors [TSLA]) spricht gerne darüber, dass die Verkäufe von Model S stark anstiegen im vergangenen Jahr, während die Zahlen von anderen Luxus-Limousinen abstürzten. Es hat sogar diese Grafik in dem Gewinnbericht für das vierte Quartal veröffentlicht:

Dass die Chefetage des deutschen Luxusauto-Herstellers nicht die gleiche Liebe für Teslas Grafik empfand, versteht sich wohl von selbst. Und sie suchten einen Weg den Dampf abzulassen: immer öfter spritch man darüber, dass BMW (ETR: BMW ), Audi (NYSE AMEX: Nevsun Resources [NSU]), Porsche und Daimler (XETRA: Daimler [DAI]) Mercedes-Benz nicht nur wild darauf sind mehr Elektrocars an den Verbraucher zu bringen, sondern dass sie vorhaben Tesla wie ein Amateur aussehen zu lassen.

Die Pläne Tesla zu zeigen wie es richtig gemacht wird könnten zwar nach hinten losgehen, aber es sollte ein Spaß sein, diese zu beobachten (vor allem dürfte es Elon Musk erfreuen, der die Autohersteller seit langer Zeit dazu drängt Elektroautos ernst zu nehmen). Audi und Porsche (XETRA: Porsche Automobil Holding [PAH3]) haben den Tesla-Kampf-Ball letztens gerollt, als die Konzepte für Elektro-SUV (Audi) und Elektro-Limousine (Porsche), die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen sollten, vorgestellt wurden.

Jetzt ist Mercedes an der Reihe. Der weltälteste Autohersteller protzte vor Kurzem mit einem schönen neuen elektrischen LKW, und das gleich nach dem Tesla verkündete, es plant einen zu entwerfen. In nur ein paar Wochen sollte das erste aus der Reihe der Elektrofahrzeuge der Premiumklasse vorgestellt werden, was sicherlich eine Message an die Elon Musk Crew ist.

Das weiß man vom neuen Elektro-Mercedes bislang

Seit 2014 arbeitet Mercedes an einer Reihe der noch-nie-da-gewesenen Luxusfahrzeuge und SUV, mit Tesla im Visier. Vier Fahrzeuge sind im Kommen, zwei Limousinen und zwei SUV zum Anfang, gedacht als Konkurrenz zu Tesla und in einem Design, das von jetzigen Mercedes Modellen unterscheiden soll. Die Designrichtung könnte aber durch Concept IAA Show Car vom letzten Jahr vorgegeben sein.

Wie Bloomberg letzte Woche berichtete, plant Mercedes einen Sub-Brand für seine elektrischen Autos. Nicht besonders überraschend, denn BMW hat bereits das Gleiche für seine i-Reihe gemacht, sowohl für den elektrischen i3, wie auch für den Hybrid i8. Die Vermarktung, und vielleicht der Verkaufsprozess, so wird suggeriert, werden sich bei der elektrischen Reihe stark von denen der bisherigen Mercedes-Modellen unterscheiden.

Das erste Modell wird Mercedes bei der Paris Motor Show nächsten Monat vorstellen. Man erwartet einen mittleren SUV mit der Reichweite (nach europäischen Test) von ca. 500 Kilometer für eine Ladung. Alle vier Fahrzeuge der Reihe kommen auf den Markt zum Ende der Dekade, wobei das erste nicht vor Ende 2017 erwartet wird.

Worin wird der neue Elektro-Mercedes mit Tesla konkurrieren?

Vor der eigentlichen Enthüllung weiß man das nicht genau. Hier sind aber ein paar Möglichkeiten:

  • Ladung und Leistung werden zwar nahe genug an die von Tesla kommen, doch ein beträchtlicher Vorteil ist nicht zu erwarten. Obwohl Mercedes ein Ladesystem präsentieren kann, dass die aktuelle Ladetechnologie von Tesla in Punkto Schnelligkeit schlägt.
  • Bei Innen- und Außengestaltung wird Mercedes Tesla übertrumpfen, denn hier befindet sich der Luxusauto-Hersteller auf seinem eigenen Terrain. In Einzelheiten kann Mercedes vor allem bei Materialqualität, Komfort und Gestaltung punkten.
  • Mercedes wird wohl auf lange Sicht besser als Tesla (zumindest besser als Model S und Model X) in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit abschneiden.
  • Was jedoch User-Interface und Software angeht, wird Mercedes wohl mit der Einfachheit und Bequemlichkeit von Teslas Fahrzeugen nicht mithalten können.

Wird Mercedes also Teslas Kunden stehlen?

Wahrscheinlich einige. Aber vielleicht werden auch neue Käufer angezogen, auf Luxus ausgerichtete Verbraucher, die bis jetzt von Tesla, aus welchem Grund auch immer, nicht angezogen werden konnten. Wie viel? Schwer zu sagen, denn bis jetzt gibt es zu viele Unbekannte, inklusive der geplanten Menge.

Erweist sich Mercedes als starke Konkurrenz, mit hohen Verkaufszahlen und aggressiver Preispolitik, könnte Tesla gezwungen werden die Preise zu reduzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das schlägt dann auf Teslas Margen, was wiederum einen Strich durch die ambitiöse Zukunftspläne ziehen kann.

Das ist ein offensichtliches Risiko, aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Doch es gibt auch Risiken, die nicht so offensichtlich sind. Sollte Mercedes ein wettbewerbsfähiges Produkt herzustellen, wird es Tesla etwas weniger exklusiv erscheinen. Seine Geschichte etwas weniger besonders. Was passiert dann mit Teslas „Preismacht“? Und welche Folgen hat es dann auf den Aktienpreis und folglich auf die Fähigkeit das nötige Geld für die Verwirklichung seiner Ambitionen zusammen zu tragen?

Nun, nach der Vorstellung vom neuen SUV wissen wir mehr.

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