Autos: Wem gehört die Zukunft?
Aly Song/Reuters
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17. Mai 2016
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Wer wird der Verlierer sein: Apple, Google oder Tesla?

Vor kurzem leitete Tesla (NASDAQ: Tesla Motors [TSLA]) eine sehr kluge Wende ein: Sie stellten Peter Hochholdinger zur Kontrolle der Produktion ihrer Fahrzeuge ein.

Wohl kein anderer Produzent von Luxusautos baut so beständige Fahrzeuge wie Audi, für die Hochholdinger zuvor seine gesamte Karriere arbeitete.

Es gibt viele Gründe, warum Audi der Star der VW Gruppe (XETRA: Volkswagen [VOW3]) ist und Hochholdinger war für eine von ihnen verantwortlich.

Teslas Ankündigung kommt bloß einige Wochen nachdem der Autohersteller:

  • Zwei entscheidende Führungskräfte in der Produktion verlor
  • Seine Produktionsfristen erheblich verkürzte um bis 2018 anstatt bis 2020 rund 500.000 Fahrzeuge jährlich auszuliefern.
  • Rückrufe der Model S Sedan und Model X SUV erduldete
  • Erstaunliche 400.000 Vorbestellungen für das Massenmarktmodell Model 3 entgegennahm

Außerhalb der Auto Industrie hat wohl noch niemand je von Hochholdinger gehört, doch wen kümmert das schon. Der Erfolg wird im Produkt selbst liegen und Audis sind fantastische Produkte. Demographisch gesehen liegt die Marke sogar sehr nah bei Tesla: Es richtet sich mehr als Mercedes, BMW oder Lexus an junge und hippe Käufer und stürmt damit an die Spitze des Luxusmarkts.

Doch es gibt noch einen entscheidenderen Faktor im Spiel: Im andauernden "Zusammenbruch" der traditionellen Autobranche wird deutlich wer es ernst meint und wer nicht.

Tesla ist ohne Frage ernst zu nehmen. Auf den Straßen gibt es über 100.000 Tesla Autos.

Mit ihren fahrerlosen Autos hat Google (NASDAQ: Alphabet Class C [GOOG]) einiges an Meilen aufgeholt.

Autos: Wem gehört die Zukunft?
AP Photo/Tony Avelar

Und Apple? Was ist eigentlich mit Apple?

Apple handelt verworren und undurchsichtig

Apple besitzt ihr streng geheimes "Projekt Titan", was zum jetzigen Zeitpunkt alles sein könnte: Ein Auto, ein super fortschrittliches Infotainment System oder irgendetwas anderes.

Doch bislang blieben die Pläne des Apple Autos unklar oder unauffällig.

Tesla verfügte bisher schon über solides Personal der Autoindustrie und so ist die Verpflichtung von Hochholdinger nur in dem Maße überraschend, dass Inhaber Elon Musk einem Experten wichtige Verantwortung einräumt: Falls er glaubt eine Führungskraft von Audi herumschubsen zu können, so versteht er vermutlich nicht wie grobe Handlungen in die Geschäftsleitung der VW Gruppe gelangen.

Auch Google stellte Personal aus der Autoindustrie ein: Die beachtlichste Neuanstellung war John Krafcik, ein Urgestein der Industrie mit jahrzehntelanger Erfahrung, der am bedeutendsten Wandel der Autoindustrie seit Henry Fords Fließbandproduktion beteiligt war. Sie hieß "schlanke Produktion" und revolutionierte die Art und Weise wie Autos und Trucks gefertigt wurden.

Krafcik führte Google durch einen Deal mit Fiat Chrysler Automobilen zur Entwicklung selbststeuernder Technik im neuen Pacifica Minivan schon näher an die traditionelle Industrie heran. Ein klares Signal, dass Google Technologie bereitstellen will anstatt Fahrzeuge herzustellen.

Vor kurzem stellte Apple Chris Porritt ein, der bei Tesla eine Spitzenposition als Ingenieur besaß und dessen Durchbruch dennoch seine Zeit bei Aston Martin war, wo er extrem teure Luxusautos entwarf, die zu Hundert prozentiger Sicherheit nicht darauf ausgelegt waren sich selbst zu steuern.

Schrauben und viele Muttern

Autos: Wem gehört die Zukunft?
AP Photo/Justin Pritchard

Tesla und Google sind dabei, bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung der Transporttechnologien der Zukunft zu machen. Doch auch Ford, General Motors und FCA sind diesem Kreis beigetreten. Auch wenn nicht in der selben dramatischen Weise wie, sagen wir, GM es tat als sie 500 Millionen Dollar in Lyft investierten und früher in diesem Jahr das Startup Cruise Automotive kauften, das sich auf selbstfahrende Autos spezialisiert hatte.

Doch Apple wirkt als würden sie entweder vergebliche Mühen aufwenden oder versuchen, ein rätselhafter Platzhalter zu sein, um bloß nicht zurück zu fallen.

Ihre vor kurzem bedeutendste Handlung ereignete sich buchstäblich einige tausend Meilen entfernt vom eigentlichen Schauplatz: Sie investierten 1 Mrd. Dollar in Didi Chuxing, Ubers größtem Konkurrenten in China.

Die Konturen des Wirtschaftsplans lassen sich daran erkennen, dass das Apple Auto in Cupertino entworfen und in China für nach Mitfahrgelenheiten suchenden Kunden und zur Unterstützung der Verkaufsquote von iPhones gebaut wurde.

Dabei übersieht es allerdings ein entscheidendes Problem: Ohne einen Partner im Gemeinschaftsprojekt kann Apple in China keine Autos bauen. In China Autos zu bauen ist nicht wie iPads zu bauen.

Apple mag einen gut durchdachten Plan für das Apple Auto besitzen. Doch die Personalentscheidungen wie auch andere Entscheidungen des Unternehmens deuten nicht in diese Richtung.

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