Die Geschichte von Facebook in 33 Bildern
AP Photo/Manu Fernadez
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Der Weg vom StartUp aus Studentenwohnheim bis zum Internet-Riesen.

Facebook (NASDAQ: Facebook [FB]) ist eine klassische Erfolgsgeschichte des Silicon Valley: aus einem Wohnheimzimmer in Harvard an die Weltspitze.

Es hat Mark Zuckerberg zu einer legendären Persönlichkeit und Kapuzenpullover und Tennisschuhe zum Modestandard der Technologiebranche gemacht.

Gegenwärtig ist Facebook 364 Milliarden Dollar schwer und 1,71 Milliarden Menschen nutzen die Seite jeden Monat.

Hier ist die Geschichte hinter Facebook's unglaublichem Wachstum, von Februar 2004 bis heute.

Facebook nahm seinen Anfang im Harvard-Wohnheim Kirkland House – dasselbe Wohnheim, in dem Wallace Shawn (der Vizzini in „The Princess Bride“ und die Stimme von Rex in „Toy Story“ gespielt hat) während seiner Harvard-Jahre gelebt hat.

Im Jahr 2003 entwarf der Harvard-Drittsemester Mark Zuckerberg ein Programm namens „Face Mash“. Es handelte sich um eine Art „Hot or Not“-App mit den Fotos seiner Kommilitonen, die er sich aus den Wohnheimunterlagen der Universitätsverwaltung organisiert hatte. Schon in den ersten Stunden nach der Einrichtung erhielt es 22.000 Seitenaufrufe von 450 Personen. Einige Tage später ordnete Harvard unter Verweis auf Urheberrechts- und Sicherheitsbedenken die Schließung der Seite an.

Zuckerberg sah sich Disziplinarmaßnahmen von Harvard gegenüber, durfte jedoch an der Universität bleiben. Davon unbeeindruckt rief er am 4. Februar 2004 „TheFacebook“ ins Leben.

Sechs Tage nach dem Start behaupteten drei höhere Harvard-Semester – die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss und Divya Narendra – sie hätten mit Zuckerberg eine Übereinkunft geschlossen, nach welcher eine Webseite namens HarvardConnection.com für sie einrichten sollte, jedoch habe er sie getäuscht und ihre Ideen zur Schaffung von Facebook benutzt.

Sie zogen sogar vor Gericht und der Rechtsstreit wurde erst 2008 beigelegt, als sie im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Millionen Facebook-Aktien erhielten. Zum Zeitpunkt des Börsengangs von Facebook waren diese Anteile 300 Millionen Dollar wert.

Innerhalb eines Monats war bereits die Hälfte der Harvard-Studenten Mitglieder bei Thefacebook. Bis März 2004 hatte es sich auf die Universitäten von Yale, Columbia und Stanford ausgeweitet. Zuckerberg holte die Harvard-Studenten Dustin Moskovitz, links, Eduardo Saverin, Andrew McCollum und Chris Hughes als Mitgründer mit ins Boot, um ihm bei der Steuerung des Wachstums und dem Ausbau der Seite zu einem Unternehmen zu helfen.

Nur wenige Monate nach dem Start sprach Facebook bereits zum ersten Mal mögliche Anzeigenkunden an und demonstrierte sodass schon zu diesem frühen Zeitpunkt beeindruckende Wachstum der Seite – und deren begrenzte Funktionalität.

An diesem Punkt wurde Facebook immer noch aus seinem Wohnheimzimmer gesteuert, doch langsam wurde es Zeit, ernst zu mache. Im Jahr 2004 brach Zuckerberg sein Studium in Harvard ab, ganz ähnlich wie Bill Gates vor ihm.

Mitte 2004 stellte Zuckerberg Napster-Mitbegründer Sean Parker als ersten Präsidenten des Unternehmens ein.

Ungefähr zu dieser Zeit, im Juni 2004, zog Facebook in ein winziges Büro im Zentrum von Palo Alto, Kalifornien, um. Damals war das Unternehmen dafür bekannt, genauso sehr ein Partyzentrum wie ein ernsthaftes Start-Up zu sein.

Dieses Büro mitten im Zentrum von Palo Alto war erstaunlich bescheiden. Dort, die Glastür Nr. 471? Die führte zu einem Treppenaufgang, über welchen man nach oben in dem Raum gelangte. Jahre später habe ich kurz für ein Unternehmen gearbeitet, dass dieselben Geschäftsräume nutzte. Um die Ecke gibt es ein gutes Sushi-Restaurant.

Mark Zuckerberg hing öfters in kurzen Hosen, barfuß und mit einem Bier in der Hand in dem Büro herum.

Ernsthaft, sie liebten Bier. Hier sieht man Andrew McCollum mit einer weiblichen Begleiterin, während ein Mitglied des Dokumentationsteams sich ein Bier aus den Fässern von Facebook gönnt.

Das Büro war auch wohlbekannt für die pikante Graffitikunst an den Wänden.

Im Monat des Umzugs in dieses Büro empfing Facebook seine erste Förderung von außerhalb in Form einer 500.000 Dollar-Investition durch den berühmten ehemaligen PayPal-Vorstand Peter Thiel, links, mit seinem PayPal-Vorstandskollegen und späterem Tesla-Gründer Elon Musk.

An diesem Punkt begann Facebook seinen schnellen Aufstieg in Richtung eines kulturellen Superstar-Status'. Im Mai 2005 sammelte Facebook 13,7 Millionen Dollar externes Kapital ein. 2006 schuf Facebook seinen ikonischen und wegweisenden News Feed ein, welcher den Nutzern einen Echtzeit-Stream über die Aktivitäten ihrer Freunde bot.

Ende 2007 traf Zuckerberg auf einer Weihnachtsfeier ein Google-Vorstandsmitglied namens Sheryl Sandberg. Damals zog sie in Erwägung, eine neue Stelle bei The Washington Post anzunehmen. Doch nachdem er Sandberg kennengelernt hatte entschied Zuckerberg, dass Facebook einen Geschäftsführer benötigte und schaffte es Anfang 2008, sie von einem Wechsel zu überzeugen.

Es sollte sich als vorausschauende Anstellung erweisen. Facebook verzeichnete bereits ein hohes Wachstum, doch der Aufstieg der Smartphones brachte noch viel mehr Nutzer mit sich. Im Jahr 2009 zog Facebook vor dem Hintergrund exponentiellen Wachstums in ein etwas größeres Palo Alto-Büro im Stanford Research Park um. Ende 2010 knackte es die Marke von einer Billion Seitenaufrufe pro Monat.

Diese Räumlichkeiten genügten den Bedürfnissen von Facebook nicht besonders lang. Im Jahr 2011 bezog Facebook einen vormals von Sun Microsystems genutzten Unternehmenscampus, das vom Glück verlassen und durch Oracle übernommen worden war.

Facebook benannte die Hauptverkehrsader des Campus' sogar in „Hacker Way“, unter Bezugnahme auf die berühmte gleichnamige Philosophie Zuckerberg's: „Handle schnell und mach' Dinge kaputt.“

An diesem Punkt hatte sich Facebook bereits als wichtige politische Kraft etabliert. Vielleicht am besten zu beobachten war dieser Umstand bei der Ägyptischen Revolution im Februar 2011, die weitestgehend über soziale Netzwerke wie Facebook organisiert worden war.

Andererseits hat sich auch Zuckerberg selbst im Laufe der Jahre zunehmend in die Politik eingemischt und sich bei weltweit führenden Politikern für die Verbreitung von Internetzugängen auf der ganzen Welt eingesetzt.

Facebook ist überdies bereits seit langem ein Verfechter für gleichberechtigte Hochzeiten und gleiche Rechte.

Das soziale Netzwerk war nicht mehr aufzuhalten. Am 18. Mai 2012 fand Facebook's historischer 5 Milliarden Dollar-Börsengang statt.

Ebenfalls im Jahr 2012 wurde das legendäre „Little Red Book“ unter Facebook-Mitarbeitern verteilt, ein Buch mit Propaganda-artigen Slogans um sicherzustellen, dass alle Angestellten des Unternehmens der gleichen Meinung waren.

Am Tag nach dem Börsengang fand Zuckerberg irgendwie die Zeit, seine langjährige Freundin Priscilla Chan zu heiraten, die er noch zu seiner Zeit als Harvard-Student kennengelernt hatte.

Facebook ist ständig auf der Suche nach dem nächsten Start-Up, das ihm gefährlich werden könnte. Also hat das Unternehmen unterwegs eine ganze Reihe heißer Start-Ups übernommen, darunter den Photo-Sharing-Dienst Instagram, welchen es 2012 für 1 Milliarde Dollar aufkaufte und der mittlerweile über 400 Millionen Nutzer hat...

...den Virtual-Reality-Pionier Oculus, welchen Facebook im März 2014 für 2 Milliarden Dollar übernahm...

...und den mobilen Nachrichtendienst WhatsApp, für den Facebook im Februar 2014 stolze 19 Milliarden Dollar überwies. Dessen Mitbegründer Jan Koum ist mittlerweile Vorstandsmitglied bei Facebook und der Dienst hat aktuell über 1 Milliarde monatliche Nutzer.

Als Facebook am 3. Februar 2014 seinen 10. Geburtstag feierte, besuchten jeden Monat über 1,23 Milliarden Menschen das soziale Netzwerk – eine Milliarde davon auf ihren Mobilgeräten. Die Welt hatte sich verändert, aber Facebook wuchs einfach weiter.

Um mit diesem ganzen Wachstum Schritt zu halten musste Facebook seine Geschäftsräume erneut erweitern. Erst dieses Jahr hat Facebook einen neuen Campus eröffnet, entworfen durch den legendären Architekten Frank Gehry, um über 2.800 Angestellten angemessene Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Was auch immer als Nächstes passiert, das Unternehmen wird weiterhin angetrieben von Zuckerberg's Mission, jeden in der Welt miteinander zu verbinden. Wie er es in einem Brief an Investoren anlässlich des Börsengangs von Facebook ausdrückte, „Einfach ausgedrückt: wir entwickeln keine Dienstleistungen, um Geld zu machen; wir machen Geld, um bessere Dienstleistungen zu entwickeln.“

Im Dezember 2015 verkündete Zuckerberg die Einrichtung der Chan Zuckerberg Initiative, einer Kapitalgesellschaft, die 99% seines Vermögens erhalten wird, um es für weltverändernde Zwecke einzusetzen.

Doch selbst während sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke umverteilt wird hält Zuckerberg die Zügel des Unternehmens weiterhin fest in der Hand, dank einer Aktienstruktur die ihm die Macht sichert, unabhängig davon, was in Zukunft mit dem Unternehmen geschieht. Er wird als mitnichten irgendwann in näherer Zukunft die Kontrolle über das von ihm aus einem Wohnheimzimmer heraus gegründete Unternehmen verlieren.

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