Also, Berlin oder Köln?
Wolfgang Rattay/Reuters
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Die Welt muss doch schon müde davon geworden sein, zu hören wie großartig Berlin ist. Und, ist es wirklich so toll?

Berlin scheint in diesen Tagen eine Stadt zu sein, die alles hat: eine mitreißende Kreativ- und Clubszene, eine lockere Haltung und eine reiche Geschichte.

Die Welt muss doch schon müde davon geworden sein, zu hören wie großartig Berlin ist. Und, ist es wirklich so toll?

Vielleicht, aber auch nur vielleicht hat der Westen Deutschlands etwas besseres zu bieten.

Seht euch das mächtige Köln an. Obwohl Köln viele Besonderheiten hat, gibt es dort eins nicht: Hype.

Berlin genießt überall auf der Welt eine große mediale Aufmerksamkeit, doch Köln ist erfrischend zurückhaltend und bodenständig geblieben.

Ja, Köln hat in der Silvesternacht durch die sich dort ereignenden sexuellen Beslästigungen und Raubüberfälle einige schlimme Schlagzeilen erzeug und damit eine Debatte über Asylsuchende in Deutschland angeheizt. Nach einiger Kritik über die Handhabung der Angriffe durch die Polizei sieht es aus, als wenn die Stadt das Problem angenommen hätte.

1. Standort, Standort, Standort

Okay, Berlin ist von wunderschönen Seen umgeben und innerhalb von fünf Stunden Zugfahrt können Zugreisende nach Prag oder Warschau gelangen.

Ansonsten liegt Berlin ziemlich isoliert.

In Köln ist das nicht so: Es gibt vier große Städte in vier anderen Ländern, die quasi vor der Tür liegen.

Brüssel, Amsterdam, Luxemburg und Paris sind alle innerhalb von vier Stunden mit dem Auto oder Zug von Köln aus zu erreichen.

Lust auf eine Shoppingtour oder drei EU Länder an nur einem Tag? Nur 90 Minuten von Köln entfertnt liegt das Dreiländereck, in der sich die Niederlande, Deutschland und Belgien treffen.

2. Das Bier

Ja, ja, in Berlin mag es eine Menge neuer Craft Brauereien mit neuen Pale Ale Kreationen geben, die durch die Socken irgendeines Braumeisters gefiltert werden. Es werden wahrscheinlich jeden Tag neue davon erfunden.

Doch die Qualität und das Erbe traditioneller Berliner Biermarken ist umstritten.

Das lokale Bier in Köln, der Lagerbier Kölsch, genießt eine solche Tradition, dass es vom Gesetz geschützt ist.

Dem seit dem Zweiten Weltkrieg ausgeschenkten Kölsch wurde im Jahr 1997 eine „geschützte geographische Kennzeichnung“ gegeben, was bedeutet, dass es ausschließlich in Köln produziert werden darf.

Um diese Tradition zu unterstreichen, besitzt Kölsch seine eigene Servierweise.

Es muss in kleinen, 0.2 Liter Gläsern ausgeschenkt werden. Nachdem die Trinkenden genug Kölsch hatten, müssen sie einen Bierdeckel auf das Glas legen, ansonsten würde der Kellner weiter ohne zu fragen nachschenken.

Das ist etwas, was der gewöhnliche Hipster Kellner in Berlin nicht tun würde.

3. Karneval

An Kölns alljährlicher Rosenmontagsparade feiern mehr als eine Millionen kostümierte Einwohner und Besucher, als wenn es kein Morgen geben würde.

Um es zu einer wirklich heidnischen Angelegenheit zu machen, hängen Kneipenbesitzer Strohpuppen, die Nubbel genannt werden, über ihre Türen, um die Schuld jeglicher Sünden fernzuhalten, die sich während der Karnevalszeit ereignen.

Am Aschermittwoch, wenn die Feierlichkeiten enden, werden die Nubbel verbrannt oder in den Rhein geschmissen und nehmen die Sünden mit sich.

In Berlin enden die Feierlichkeiten, wenn sich die Türsteher und Nachtclubbesitzer dazu entscheiden, dass Schluss ist. Und du nimmst deine Sünden mit nach Hause in deine überteuerte Wohnung.

Berliner wären anderer Meinung über Kölns Überlegenheit – in Sachen Partys und auch sonst.

„Nun, ich denke, dass es ziemlich provinziell ist.“, sagte der geborene Berliner Andreas Kötter über Köln.

„Man muss sich nur deren Karneval ansehen. Es ist, als ob sie nur während dieser Zeit Spaß haben dürften – wohingegen du in Berlin jede Nacht in der Woche rausgehen kannst und es jedem erlaubt wird, seinen eigenen Karneval zu jeder Zeit zu feiern.

4. Schon die Römer mochten es damals

Köln war bereits eine mächtige Stadt, als die mittelalterlichen preußischen Stämme noch ihre Kähne durch die leeren Ufer von Berlins Spree paddelten.

Köln wurde im Jahr 50 v. Chr. von den Römern besiedelt und ist eine der ältesten Städte in Deutschland.

Dies spiegelt sich sogar im Namen der Stadt wieder. Köln wird vom Lateinischen Colonia Claudia Ara Agrippinensium abgeleitet.

Und immer noch lassen sich Römische Überbleibsel in der Stadt finden, wie etwa das exzellent erhaltene Praetorium und Teile der Römischen Stadtmauer.

Versucht mal, etwas in Berlin zu finden, dass älter als 1200 Jahre ist. Wir würden dir ein Kölsch dafür kaufen.

5. Grüne entmilitarisierte Flächen

Also, Berlin oder Köln?
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In Ordnung, wir geben zu, dass Berlin ziemlich grün ist.

Jedoch liegt dies zumeist an der Teilung der Stadt zu Zeiten des Kalten Kriegs und der Wandlung der Stadt nach dem Abriss der Berliner Mauer, in dem karge Gegenden in Gemeindeflächen wie dem Mauerpark verwandelt wurden.

In Köln wurden frühere militärische Gebiete schon viel früher für die Stadtbewohner zugänglich gemacht.

Die alte preußische Festung, die Köln in früheren Zeiten umgab, wurden alle bis zum Jahr 1925 in den Grüngürtel verwandelt.

Heutzutage genießen die Bewohner der Stadt fast 1000 Hektar Parkgebiete, die früher unzugängliche militärische Gebiete waren.

6. Künstlerische Überlegenheit

In Berlin geht es nur um Kreativität und Kunst, doch was ist der Nutzen, wenn es keine Abnehmer und Sammler dafür gibt?

Köln hat beides.

Nicht nur, dass die Stadt schon immer eine führende Rolle in der zeitgenössischen und bildenden Kunstszene spielte, sie besitzt zudem eine florierende Gallerielandschaft.

Die Stadt besitzt eines der besten Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland (das Museum Ludwig) und die älteste Kunstmesse der Welt, die Art Cologne sowie ihre eigene Biennale.

„Köln ist eine großartige Stadt für Künste“, sagt Jochen Heufelder, Vorstandsmitglied der Kölner Kunstbiennale New Talents. „Wir verfügen nicht nur über ein etabliertes Netzwerk an Künstlern, Sammlern und Kunstakademien, sondern haben auch noch eine lange Geschichte der Kreativität in der Stadt.“

Man kann durchaus nach Berlin ziehen und davon träumen, Maler zu werden.

Oder man zieht nach Köln und wird es wirklich.

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