Die Kunst, jede Fähigkeit zu automatisieren und zu perfektionieren
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Etwas zu „automatisieren“ bedeutet, das eine neu gelernte Fähigkeit zum Teil von einem selbst wird, anstatt dass sie lediglich etwas ist, das man kann.

Einleitung

Der Lernprozess ist vom Gedächtnis abhängig und davon, wie man es nutzt. Dein Präfrontaler Cortex, der dein Arbeits- (oder Kurzzeitgedächtnis) steuert – bringt Lösungsansätze für Aufgaben hervor. Es ist der Teil deines Gehirns, der für bewusste Entscheidungen und Planungen verantwortlich ist.

Doch wenn du erst einmal geübt bist, dann bekommt der Präfrontale Cortex eine Pause. Es ist dann wieder bis zu 90% frei. Nun kannst du die Fähigkeit automatisch ausübugen und dich auf andere Dinge konzentrieren.

Dieses Level der Leistungsfähgkeit heißt Automatismus und man erreicht es durch „überlernen“ oder „übertrainieren“, so wie es Psychologen nennen. Hier erfährst du, wie du dein Gehirn so übertrainierst, dass du etwas so gut beherrschst, dass du es ganz unbewusst ausführen kannst und was es dir nutzt.

Über und unter dem Automatismus

Falls du gelernt hast wie man Auto fährt, bist du vermutlich minutenlang hinter dem Steuer, denkst an etwas völlig anderes und merkst gar nicht, wie du Auto fährst.

Ähnliches geschieht auch mit spezielleren und komplizierteren Fähigkeiten. In dem Buch Die Kunst des Lernens beschreibt Schach Wunderkind und Tai Chi Weltmeister Josh Waitzkin den Begriff des Automatisierens folgendermaßen:

Mein bewusster Verstand, der sich auf weniger fokussiert, beschleunigt seine Belichtungszeit von, sagen wir, vier Bildern pro Sekunde auf etwa 300 bis 400. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass mein trainierter Verstand nicht wesentlich schneller arbeitet als ein untrainierter – er arbeitet einfach effektiver, was bedeutet, dass es sich mit weniger beschäftigt.

Das Entwickeln von Automatismen ist, in anderen Worten, ein Übergang vom Tun zum Sein, der es dir ermöglicht, ein Experte und Wegbereiter zu werden.

Wiederholung und noch mal Wiederholung

Der erste Schritt hin zum Automatismus ist wiederholend kleine Stücke an Informationen zu lernen. Beim Basketball spielen etwa, würde das bedeuten, dass man den gleichen Wurf immer und immer wieder ausübt. Der Schlüssel zum Erfolg hierbei, ist über den Ausgangspunkt des Könnens hinaus zu kommen.

Übertrainieren bedeutet, etwas das man bereits gelernt hat, immer wieder neu zu üben. Sobald du eine Fähigkeit erst einmal überlernt hast, brauchst du keine Anleitung mehr und kannst sie auf unterschiedlichen Wegen und Kontexten ausüben und lehren.

Großartige Redner überlernen ihre Vorträge, sodass sie ihr Material in verschiedener Weise vor jedem Publikum unter unterschiedlichen Bedingungen vortragen können.

Automatisieren bedeutet nicht nur, gewandt in einem Handwerk zu sein, es meint auch, flüssig und flexibel darin zu sein. So wie Pablo Picasso einst sagte: „Lerne die Regeln wie ein Profi, damit du sie wie ein Künstler brechen kannst.“

Übung macht den Meister

Der zweite Schritt zur Automatisierung ist dein Trainining zunehmend schwerer zu machen. Das sollte simpel genug sein. Es ähnelt dem Steigern des Gewichts und der Intensität eines Workouts. Du willst die Aufgabe härter und härter machen, bis sie zu hart wird. Dann verringerst du dich Schwierigkeit etwas, um nah an der Obergrenze deiner derzeitigen Fähigkeit zu bleiben.

Sobald du die Schwierigkeit deines Trainings erhöhst, wirst du auch Zeitlimits einführen. Einige Mathematik Dozenten bitten ihre Studenten, in kleiner werdenden Zeiträumen an schwierigen Problemen zu arbeiten.

Die zeitliche Komponente wirft zwei neue Herausforderungen auf. Erstens zwingt es dich dazu, schneller zu arbeiten und zweitens nimmt es dir einen Teil deines Arbeitsgedächtnisses, den du darauf verwendest, auf die Zeit zu achten.

Der vierte und letzte Schritt zur Automatisierung ist das Üben mit gesteigerter Auslastung des Gedächtnisses, wie etwa zu versuchen, eine geistige Aufgabe zu bewältigen, während man noch an andere Dinge denkt. Einfach gesagt, bringt es zielgerichtete Verwirrung in dein Training.

Mathelehrer haben vielleicht Schüler, die sich an eine unbedeutende Tatsache erinnern und bitten sie danach, nachdem sie ein mathematisches Problem gelöst haben.

In seinem Buch Relentless schreibt Tim S. Grover von Basketball Spielern, die in der Pause ein paar Biere trinken, um zu beweisen, dass sie ihre Mitspieler unter verschlechterten Bedingungen ausspielen können.

Vom Tun zum Sein

Der Prozess des Übertrainierens soll dich durch alle drei Ebenen führen, um prozuelles Wissen zu erlangen, das sich einstellt, wenn du eine bestimmte Aufgabe ausführst.

Deklarative Phase: man lernt zu beschreiben, wie etwas funktioniert und entwickelt theoretisches Verständnis.

Assoziative Phase: das Gelernte wird angenommen und man übt und gleichzeitig über die Fähigkeit nachdenkt, während die Fähigkeit ausgeübt wird.

Das Automatisieren kommt in der dritten und letzten „Automatischen Phase“. Doch das Überlernen reicht weiter. Es ist gibt Beweise, dass das Automatisieren prozedurales Wissen, dass du erworben hast, eindeutiger, flexibler und steuerbarer sowie offener zugänglich macht.

Um es mit anderen Worten zu sagen, kannst du jetzt etwas so unbewusst machen, dass es nicht bloß etwas ist, was du tust, sondern das zu einem Teil von dir geworden ist.

Dies geschieht wie das Umlegen eines Schalters in der dritten, oder „automatischen“ Phase. Das lässt sich oft bei Kindern beobachten, wenn sie lesen oder Mathematik lernen. Am Anfang ist es schwierig und viele wehren sich dagegen.

Aber sobald sie besser werden, assoziieren sie einen Sinn und sehen Nutzen im neu Erlernten. Doch falls sie das nicht sehen, dann wird sich der Schalter nicht umlegen

Sobald der Lernende beginnt, daran zu glauben, dass er über Automatismen hinaus kann, wird er sehen, dass Intelligenz beweglich und nicht feststehend ist. Die Motivation wird verändert sich von extrinsisch zu intrinsisch.

In den Worten von Laien würde es bedeuten, sein Herz auf eine Höhe mit seinem Verstand zu bringen. Ich habe das vor kurzem bei meinem 8-jährigen Sohn gesehen. Mittlerweile liest er, weil er lesen will und nicht weil er es muss und wir müssen ihn jetzt sogar zurückhalten, dass er nicht nur noch liest.

Wenn du etwas zum ersten Mal machst, dann musst du dich auf die Abläufe konzentrieren; das Wissen, das du dir anzueignen versuchst, ist prozedural. Somit imitierst du anderes nach Regeln, Abläufen und Anleitungen

Doch das Automatisieren ermöglicht neue Bereiche des Handelns und auf dieser Ebene wird das Ausführen einer Tätigkeit natürlicher und individueller. In dieser Phase geschieht es, dass das was du tust eine natürliche Erweiterung von dem ist, was du bist.

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