Die Academy macht es falsch!
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Die großartigsten Filme, die je in der Oscar-Kategorie ”Bester Film” gewonnen haben.

Das ist der Ruf, den man erhält, wenn man “Citizen Kane” nicht zum Besten Film wählt oder wenn “Crash” den “Brokeback Mountain” schlägt und “Der mit dem Wolf tanzt” den großen Preis wegschnappt.

Aber die Academy hat es auch oft richtig gemacht.

In Wirklichkeit kann man vorher nicht mit Sicherheit sagen, ob ein Film auch über die Jahre noch bekannt sein wird. Aber manchmal trifft die Jury auch eine wahrhaft gute und spannende Auswahl.

"Amadeus" (1984)

Das Klischee eines Oscarfilms ist eine übermäßig lange und öde historische Filmbiografie. “Amadeus” hätte genau das sein können, aber stattdessen stellt es die gesamte Formel auf den Kopf. In ihm wird Österreich aus dem 18. Jahrhundert zum Leben erweckt und so lebendig, wie heutzutage präsentiert wird.

Indem eine Feindschaft porträtiert wird, die vielleicht niemals existiert hat, und dadurch dass einer der größten Komponisten aller Zeiten als ein verzogener Witzbold dargestellt wird, der vielleicht nur aus Versehen zum Genie geworden ist, sagt der Film wesentlich mehr über die Vergangenheit aus, als alle anderen, zugeknöpften und historisch korrekten Filme je könnten.

Kein Film stellt die Vergangenheit eins zu eins nach, darin liegt sowohl die Stärke als auch die Gefahr, die das Medium mit sich bringt. Das Tolle an Amadeus ist, dass es genau das berücksichtigt und deswegen die Geschichte aus Salieris Sicht erzählt wird. Und der Umstand, dass das so gut gelingt, zeugt von einem Geniestreich.

“Schindlers Liste” (1993)

Nachdem Spielberg jahrelang leer ausgeging, gewann er seinen allerersten Oscar für die “Schindlers Liste”, die auf der wahren Geschichte eines deutschen Geschäftsmannes beruht.

Bei einem so schwierigen Thema meistert Spielberg das einfach unglaublich. Er lässt keines der furchtbaren Details aus und findet dennoch einen Lichtstrahl in einer grauenvollen Welt während dieser dunklen Zeit. Bei diesem Film handelt es sich definitiv um ein Muss.

“Das Schweigen der Lämmer” (1991)

Zunächst Mal handelt es sich um den einzigen Horrorfilm, der je den Preis für den Besten Film bekommen hat. Der Charakter "Hannibal Lecter" selbst reicht für mehr als einen Film, aber “Das Schweigen der Lämmer” liefert eindeutig ab. Es handelt sich um den perfekten Horrorfilm für die Academy, da er weniger auf Blut baut (obwohl auch das zu sehen ist) und mehr auf einem wachsenden Grauen. Wenn ein Horrorfilm je den großen Preis gewinnen sollte, dann musste es natürlich eins mit dem sympathischsten Kannibalen aller Zeiten sein.

Außerdem wurde der Film am 4. Februar 1991 rausgebracht, fast ein ganzes Jahr vor der eigentlichen Oscar-Verleihung. Das beweist, dass die Jury nicht nur die Filme "der letzten zwei Wochen" beachtet.

“Das Appartment” (1960)

“Das Appartment” bekommt nicht die Liebe, die ihm zusteht. Diese Geschichte eines Mannes (Jack Lemmon), der sein Appartment den Manager seines Unternehmens und deren Affairen zur Verfügung steht, spielt genau zum richtigen Zeitpunkt und ist gleichermaßen vor seiner Zeit. Billy Wilders komödiantisches Meisterwerk (und er drehte viele) ist wesentlich rasanter als alles andere, was während der Hays Code Ära in Hollywood veröffentlicht wurde.

“Einer flog übers Kuckucksnest”(1975)

Laut der Legende, hasste der Autor Ken Kesey die Leinwandadaptionen seines geliebten Romans so sehr, dass er sich weigerte sie anzusehen. Er weiß nicht, was er da verpasst. In “Einer flog übers Kuckucksnest” schwingt das Gefühl des Leichtsinns der 1970er mit. Dabei handelt es sich um die Art von Film, wo der Held (Jack Nicholson) ein Krimineller ist und der Bösewicht (Louise Fletcher) - eine Krankenschwester. Es ist das Paradebeispiel für eine andere Äre des Filmedrehens, die zum Teil bis heute anhält.

“Die Faust im Nacken” (1954)

Wenn sie die Möglichkeit dazu haben, dann wollen die Oscar-Wähler am liebsten ein Zeichen setzen und “Die Faust im Nacken” sagt hintenrum etwas über die Schwarzen Listen für Kommunisten in den 1950ern aus. Aber nicht alle politisch aufgeladenen Filme haben es verdient zu gewinnen. Selbst ohne den Kontext handelt es sich bei “Die Faust im Nacken” um ein zeitloses Märchen von Mut und Verrat.

Marlon Brandos Auftritt als der Boxer/Hafenarbeiter/Revoluzzer Terry Malloy ist wie eine Naturgewalt. Es handelt sich um eine Performance, größer als in irgendeinem anderen Film angefangen bei der Art, wie er zärtlich mit Edies (Eva Marie Saint) Handschuh spielt bis zu seiner ausdrucksstarken “Ich hätte ein Anwärter sein können”-Rede.

“Der Stadtneurotiker” (1977)

Komödien werden oft übersehen und nicht besonders wertgeschätzt von Academy. Ein Grund mehr, um Woody Allens “Stadtneurotiker” zu preisen.

Die Art, wie es Animation und Narration einsetzt und die vierte Wand durchbricht, ist bis heute brilliant und originell. Außerdem hat noch keine andere romantische Komödie so einen guten Einblick in Beziehungen geliefert.

Oder drücken wir es mal so aus: “Der Stadtneurotiker” schlug das “Star Wars” Original in der Kategorie “Bester Film” und niemand scheint sich daran zu stören.

“No Country for Old Men” (2007)

“No Country for Old Men” musste sich einer ziemlich starken Konkurrenz stellen im Rennen um den Besten Film (“There Will Be Blood”, “Juno”, “Abbitte”, “Michael Clayton”), aber triumphierte am Ende doch. Auch wenn es vielleicht nicht der beste Film des Jahres war, so ist er doch ein meisterhafter Thriller und der beste Film, der seit langer Zeit den Preis mit nach Hause nehmen durfte.

Außerdem ist es einer der unkonventionellsten Oscar-Gewinner aller Zeiten. Durch fast keine musikalische Untermalung ist der Film unglaublich angespannt und ruhig und ohne die herkömmlichen emotionalen Momente, woraus die meisten Oscar-Gewinner bestehen. Zudem ist sein Status als Klassiker nur gestiegen, seit er zum Gewinner wurde, was einen Wendepunkt für die Regisseure Joel und Ethan Coen darstellt.

“Lawrence von Arabien” (1962)

“Lawrence von Arabien” ist einer der Filme, die aufgrund ihrer Länge mit sowohl einer Ouvertüre, als auch einer Pause kaum noch gemacht werden (mit seltenen Ausnahmen wie “The Hateful Eight”). Während viele Epen aus dieser Zeit mittlerweile veraltet und öde wirken, ist “Lawrence von Arabien” immer noch so frisch und beeindruckend wie zu der Zeit, als er rausgebracht wurde.

Wir können “Lawrence von Arabien” für ein paar der unauslöschlichsten Bilder danken, die je aus einem Film hervorgegangen sind, angefangen bei einem Streichholz, was zu einem Sonnenaufgang wird und einem Mann, der aus seiner Fata Morgana hervorgeht, bis hin zu einem spektakulären Zugunglück.

“Casablanca” (1942)

Skandalöserweise galt “Casablanca” nicht als etwas Besonderes, als es anlief. Es bekam gute Kritiken und brachte gute Zuschauerzahlen. Schon lustig, wie Legenden funktionieren.

“Casablanca” ist einer der beständigsten Filme aller Zeiten. Und zwar aus gutem Grund, denn der Film ist einer der raffiniertesten Werke aller Zeiten. Die Romanze zwischen Rick (Humphrey Bogart) und Ilsa (Ingrid Bergman) ist deshalb so wunderschön, weil sie anstatt mit einem Happy End mit einem Opfer endet.

Auch nach 70 Jahren bleibt “Casablanca” ein Oscar-Träger, den man gesehen haben muss.

“Der Pate II” (1974)

Es ist nicht zu weit ausgeholt zu behaupten, dass “Der Pate II” die beste Fortsetzung aller Zeiten ist. Anstatt das Original zu imitieren, führt er die Geschichte fort und bereichert sie.

Wenn man Michael Corleones (Al Pacino) dabei beobachtet, wie er zum puren Bösen wird, fühlt sich das gleichzeitig fesselnd und quälend an. Aber der wahre Grund, weshalb man “Der Pate II” lieben sollte, liegt an den Flashbacks zum jungen Vito Corleone - eine Performance, durch die der bis dahin unbekannte Robert De Niro seinen ersten Oscar gewann. In Kombination mit dem Original beweist der zweite Teil, dass diese Familiensage eine der größten amerikanischen Geschichten ist, die jemals erzählt wurde.

“Der Pate” (1972)

“Der Pate”. Eine unvergessliche Szene nach der anderen. Und einer der seltenen Fälle, wo die Academy das genau zum richtigen Zeitpunkt erkannt hat.

Dieses Märchen einer kriminellen italienisch-amerikanischen Familie erschöpft sich zu keinem Punkt der langen Spielzeit. Es ist einer von den Filmen, wo man auch in der Mitte reinschalten und dennoch begeistert sein kann. Es gibt mehr großartige Auftritte, als man zählen kann (Marlon Brando, Al Pacino, Diane Keaton, James Caan). Nicht jeder echte Klassiker geht mit dem Preis für den Besten Film nach Hause, aber es wäre ein echtes Verbrechen, wenn die Corleone Familie ohne eine Statue nach Hause gegangen wäre in dieser Nacht.

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