Welche Aktien gewinnen mit Trump?
Carlo Allegri/Reuters
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Experten empfehlen die Wertpapiere aus den Bereichen Energie, Rüstung, Bank- und Gesundheitswesen unter die Lupe zu nehmen.

Nach dem überraschenden Sieg Trumps bei den US-Wahlen sollten die Anleger nun die Ängste beiseitelegen und überlegen, welche Marktsegmente von neuem Präsident und einem neuen Kongress gewinnen werden.

Während Business im Allgemeinen von einer wohl anstehenden Unternehmenssteuerreform unter der Trump-Präsidentschaft profitieren wird, sieht es für drei Sektoren besonders gut aus, meint Bob Phillips, der leitende Direktor von Spectrum Management-Gruppe Inc., einem Unternehmen, das 500 Million Dollar für Privatkunden verwaltet.

Energie

Einer der Gründe für die kommende Stärkung des Sektors — Verringerung des Regulierungsdrucks, die aufgrund der Republikaner in der Regierung logisch erscheint.

"Wir erwarten nicht, dass die Ölpreise drastisch ansteigen werden, aber wir erwarten, dass die großen integrierten Unternehmen weiter rationalisieren oder Kosten senken werden. So werden ihre Margen auch bei 50 USD pro Barrel Öl steigen", sagt Phillips.

Von den Ölgroßunternehmen bevorzugt er Chevron (NYSE: Chevron Corporation [CVX]) dem Exxon Mobil (NYSE: Exxon Mobil Corporation [XOM]). Er sagt: "Wir bezweifeln, dass der riesige Exxon genügend Cashflow zur Verfügung stellen kann, um Dividende auf dem gleichen Niveau zu halten. Chevrons Bilanz ist da im besseren Zustand."

Chevrons Dividende betragen 4,03%, während die von Exxon Mobil bei 3,52% liegen. In der Zeit des langsamen Gewinnwachstums und sehr niedriger Zinsen können Dividende, unterstützt durch einen guten Cashflow, sich als eine starke Unterstützung für den Aktienwert erweisen.

Rüstung

Anfang des Jahres sprach Trump darüber, dass er die US-Armee viel stärker machen möchte. Eine klare Absichtserklärung und vielleicht wird er in der Lage sein den Senat und das Repräsentantenhaus von der Notwendigkeit solcher Maßnahmen zu überzeugen.

Phillips merkt an, dass von allen Mittelzuflüssen aus dem Haushalt in erster Linie die großen Unternehmen profitieren. Am attraktivsten scheint dabei Lockheed Martin (NYSE: Lockheed Martin Corporation [LMT]) mit Dividendengröße von 3,04% zu sein.

Bankwesen

Großbanken werden traditionell mit Discount gegenüber dem Markt gehandelt. Lauf FactSet, liegt Preis-Gewinn-Verhältnis für den Finanzsektor des S&P 500 (INDEX: US500), geht man nach der allgemeinen Gesamtprognose für Gewinne in 2017, bei 12,1, während für den Index insgesamt es bis 16,3 reicht.

In Anbetracht der immer noch frischen Erinnerungen an die Finanzkrise von 2008 und dem darauf folgenden Zusammenbruch der gesamten Branche, überrascht ein solcher Discount nicht. Darüber hinaus litten die Bankgewinne stark unter der Niedrigzinspolitik.

Phillips sagt voraus, dass einige Republikaner sowohl die Wirkung des aktuellen Dodd-Frank-Gesetzes, das nach der Finanzkrise eingeführt wurde, abschwächen, als auch einige andere Einschränkungen entfernen könnten. Er glaubt, dass JP Morgan Chase & Co. (NYSE: JPMorgan Chase & Co [JPM]), unter Beachtung ihrer Größe und der Tatsache, dass diese Bank es schaffte die großen Skandalen zu vermeiden, der sicherste Kandidat wäre. JP Morgan zahlt 2,74% an Dividenden.

Die Rendite für 10-Jahre-Anleihe des US-Finanzministeriums stieg auf fast 2,00% (drei Monate zuvor lag dieser Wert bei 1,55%), es sieht also so aus, als würden die Rendite der großen Banken für eine lange Zeit allmählich steigen.

Gesundheitswesen

Die großen Pharma- und Biotech-Unternehmen müssen sich über diesen Wahlausgang gefreut haben, im Gegensatz zu den Unternehmen, die Gesundheitsservices zur Verfügung stellen, denn diese beziehen ihren Einnahmen auch dank dem als Obamacare bekannten Gesetz, dessen weiterer Schicksal nun unbekannt ist.

Am morgen nach der Wahl stiegen Aktienkurs von 7 der 9 Biotech-Aktien aus S&P 500: Regeneron Pharmaceuticals (NASDAQ: Regeneron Pharmaceuticals [REGN]) legte 9% zu, Vertex Pharmaceuticals (NASDAQ: Vertex Pharmaceuticals [VRTX]) und Celgene (NASDAQ: Celgene [CELG]) — 7%. Bei Pharma-Unternehmen verzeichnete FactSet Wachstum bei 11 der 12 Unternehmen.

Albert Brenner, Direktor der Asset Allocation bei People’s United Wealth Management sagt, dass die Begeisterung der Anleger über die Pharma-Unternehmen könnte nicht nur durch republikanischen Erfolg erklärt werden - sie spiegelt auch die Ergebnisse des Referendums in Kalifornien, wo Proposition 61 scheiterte. Wäre diese Gesetzesinitiative angenommen, hätte der Staat beim Einkauf der rezeptpflichtigen Medikamente nicht mehr für diese gezahlt, als der Minimalpreis, den Department of Veterans Affairs zahlt.

People’s United Wealth Management ist eine Abteilung der Peoples United Bank (NASDAQ: PBCT ) mit dem Sitz in Bridgeport, Connecticut, die ein 8. Mrd. Dollar großes Vermögen der Privatkunden und Organisationen verwaltet.

Republikaner werden die aufkommende Probleme lösen müssen, wie starkes Medikamentenpreiswachstum und die Unfähigkeit der immer größer werdenden Zahl von Menschen, die nicht in der Lage sind für die Versicherung zu zahlen, die ihnen durch Obamacare auferlegt wurde.

Diese Fragen werden ein wunder Punkt für Trump und dem Kongress, doch ihre Priorität wird bei der Steuerreform und, vielleicht, bei den infrastrukturunterstützdenden Gesetzesinitiativen liegen.

Die Gesundheitsreformen müssen vorerst wohl aufgeschoben werden.

Laut Brenner, würden Änderungen im Obamacare-Programm wahrscheinlich "Schwierigkeiten für Unternehmen aus dem Bereich der medizinischen Leistungen bedeuten. Aktienkurse der sechs Unternehmen aus S&P 500 bewegten sich in verschieden Richtungen in dieser Zeit, doch die Wertpapiere von Centene Corp. (NYSE: CNC) sanken um 18%.

Andere haben sich dahingehend geäußert, dass ungeachtet der Tatsache, dass Medicaid das einzige wirklich funktionierende Programm sei, eine Erweiterung dieser sei eher unwahrscheinlich. Die Menschen sind sich immer noch nicht der Notwendigkeit bewusst, sich selber um ihre Gesundheit zu kümmern und jede langfristige Lösung sei daher kostspielig: "Gesundheitsleistungen können nicht endlos erbracht werden. Führt man keine Einschränkungen ein, fressen diese Kosten die gesamte Wirtschaft auf."

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