Facebook-Aktien: Kaufen und nie wieder verkaufen
Brendan McDermid/Reuters
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Brian Stoffel, einer der Finanzanalytiker des Magazins The Motley Fool spricht über die Gründe, warum die Wertpapiere des größten sozialen Netzwerkes niemals sein Portfolio verlassen werden.

Während kurzfristig ausgerichtete Anleger ihre Zeit damit verbringen, sich Gedanken über die 5%-Delle der Facebook-Aktie (NASDAQ: Facebook [FB]) nach Gewinnen diesen Monat zu machen, habe ich wenig Grund zur Sorge bezüglich der zweitgrößten Beteiligung meiner Familie.

Derzeit macht Facebook 12% unseres tatsächlichen Portfolios aus, und wir haben absolut keine Ambitionen, die Aktie jemals abzustoßen. Auch wenn sich die Dinge in der Zukunft verändern könnten, folgen nun 10 Gründe, warum ich mir sicher bin, dass wir auch im Rentenalter noch die Anteile besitzen werden.

1. Konkurrenz? Welche Konkurrenz?

Facebook hat einen der größten denkbaren Wettbewerbsvorteil inne: den Netzwerkeffekt. Mit jeder Person, die sich bei Facebook anmeldet, steigt für die noch nicht am Netzwerk Teilnehmenden die Motivation, sich anzumelden. Das macht auch absolut Sinn: wer würde schon auf die Seite gehen wollen, wenn keiner seiner Freunde dort wäre?

Der Schlüssel liegt darin, den ersten Move zu machen und ein Plattform aufzubauen, die anderen in nichts nachsteht. Obwohl MySpace vielleicht anfangs die Nase vorn hatte und Alphabet (NASDAQ: Alphabet Class A [GOOGL]) sich an Google+ versuchte, hat Facebook die Konkurrenz weit hinter sich gelassen. Aktuell verzeichnet das Netzwerk beeindruckende 1,8 Milliarden monatlich aktiver User.

2. So. Viele. Daten.

Eine bösartige Regierungseinheit könnte ein ganzes Jahrhundert lang weltweit Bürger ausspähen und trotzdem im Vergleich zu den Daten, über die Facebook verfügt, nur an der Oberfläche kratzen. Laut Alexa.com verbringt der Durchschnittsnutzer 18 Minuten täglich auf der Seite. Das macht 110 Stunden jährlich, in denen das Unternehmen alle persönlichen Präferenzen registriert.

Das wiederum ermöglicht Facebook jene Form der gezielten Anzeigenwerbung, an die sonst nur Alphabet noch herankommt. Das stellt einen riesigen Vorteil dar, der es dem Unternehmen ermöglicht, eine Prämie für seine Werbeflächen zu verlangen.

3. Es wächst nach wie vor

Wir könnten Facebook vergeben, wenn sich dessen Wachstum spürbar abschwächen würde. Doch für ein Unternehmen seiner Größe – mit einer Marktkapitalisierung von 350 Milliarden Dollar – verzeichnet es nach wie vor stabiles Wachstum. Man stelle sich Folgendes vor:

  • Die Zahl täglich aktiver Nutzer legte im dritten Quartal um 17% auf 1,18 Milliarden zu.
  • Die Gruppe monatlich aktiver mobiler User wuchs um 20% auf 1,66 Milliarden.

Diese Werte sind schier unglaublich für ein Unternehmen, das bereits die Größe Facebooks erreicht hat.

4. Man darf WhatsApp oder Instagram nicht vergessen.

Instagram hat den Durchbruch bei den Anzeigen gerade erst hinter sich, und es bleibt nach wie vor zu sehen, wie Facebook wirklich Geld mit WhatsApp verdienen will. Es ist jedoch klar, dass beide Tochtergesellschaften unglaublich beliebt sind. Statistiker schätzen, dass Instagram über mehr als 500 Millionen Nutzer verfügt, während WhatsApp über eine Milliarde hat.

5. Die Mission geht über Facebook.com, Instagram oder WhatsApp hinaus

Unternehmen können sich nicht als wirklich revolutionär betrachten, wenn sie keine Mission haben, die weit über die Erzielung von Profiten hinausgeht. Offiziell ist es „Facebook's Mission, den Menschen die Möglichkeit der Teilhabe zu bieten und die Welt offener und vernetzter zu machen.“

Die Geschichte von Facebook in 33 Bildern

6. Und diese Mission führt zu Optionalität

Optionalität ist ein Begriff der beschreibt, wie ein Unternehmen in andere Bereiche vorstoßen kann, in denen es der Welt helfen (und dabei den Unternehmenswert steigern) kann. Kurz gefasst geht es hier um eine Vielzahl kleiner Risikowetten, die langfristig ausgerichtet sind. Die meisten dieser längerfristig angelegten Projekte werden scheitern...und das ist okay. Die aus diesen Fehlern gezogenen Rückschlüsse werden dem Unternehmen noch auf Jahrzehnte hinaus helfen.

Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung eines solarbetriebenen Flugzeugs namens Aquila durch das Unternehmen, welches einen Internetzugang für abgelegene Weltregionen ermöglichen kann. Diese Flugzeuge können monatelang am Stück in der Luft sein und einige der am stärksten isolierten Gemeinden der Erde dabei helfen, sich mit anderen zu vernetzen. Ein weiteres Beispiel wäre Terragraph, das darauf abzielt, Internetgeschwindigkeit und -kosten in dicht besiedelten urbanen Regionen zu verbessern.

7. Es hat das Kapital, um solchen Dingen nachzugehen

Stand September 2016 verfügt Facebook über 26 Milliarden an Investitionskapital, bei absolut keinen langfristigen Schulden. Facebook kann dieses Geld für seine langfristig angelegten Projekte einsetzen, strategische Investitionen in das nächste Instagram oder WhatsApp vornehmen, Aktien zurückkaufen oder sogar eines Tages anfangen, eine Dividende auszuschütten.

Wichtig ist, dass das Kapital dem Unternehmen Optionen an die Hand gibt...unabhängig vom allgemeinen Wirtschaftsumfeld.

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8. Zuckerberg legt gerade erst los

Es gibt nur wenige auf dem Weltmarkt führende Unternehmen, in die man investieren kann, welche von einem 32-jährigen Genie geführt werden. Sofern er sich nicht für den Bill Gates-Weg entscheidet und seine Zeit auf andere Projekte verwendet, könnte Zuckerberg für weitere 30 oder 40 Jahre an der Spitze stehen...und das ist nicht einmal sonderlich weit hergeholt.

9. Eigeninteresse

Falls man meint, Facebook wäre tatsächlich nur das Ego-Projekt von Zuckerberg, als das es in The Social Network dargestellt wurde, hat dieser natürlich auch ein großes Eigeninteresse. Er verfügt persönlich über 460 Millionen Facebook-Aktien, und sein Führungskreis – ihn eingeschlossen – besitzt 545 Millionen Aktien und 61% der Stimmrechte des Unternehmens.

10. Es ist gar nicht mal so teuer

Es wäre nachvollziehbar anzunehmen, dass der Zug für Facebook-Aktien schon abgefahren sei. Immerhin ist deren Kurs seit den Niederungen von 2012 um 560% gestiegen. Und die meisten Seiten gehen davon aus, dass es zum 57-fachen der Erträge gehandelt wird.

Doch es gibt auch andere Perspektiven auf das Preisschild: Facebook-Aktien werden gegenwärtig mit einer 40-fachen Cashflow-Rendite gehandelt, und lediglich dem 23-fachen der für 2017 erwarteten (non-GAAP) Erträge.

Das ist ein äußerst vernünftiger Wert für ein Unternehmen mit den 9 genannten Vorzügen. Und deswegen glaube ich, dass auch Sie in Erwägung ziehen sollten, noch heute Facebook-Aktien zu kaufen – und zu halten.

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