Auf jeden Fall die Gewinner
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Ungeachtet dessen, wer die Präsidentschaftswahlen in USA gewinnt, bleiben die US-Unternehmen mit signifikanten Auslandsgewinnanteilen im Vorteil. Genauso wie ihre Investoren.

Republikaner und Demokraten sind eher selten einer Meinung. Und doch beobachtet man einen außergewöhnlichen parteiübergreifenden Konsens in Fragen der Unternehmenssteuerreform, die den einheimischen Unternehmen eine Repatriierung der Auslandsgewinne erleichtern soll. Somit wird diese wohl weiterentwickelt, ungeachtet der Gesichter im Weißen Haus und im Kongress. Die Gewinner werden dabei die Investoren der Großunternehmen mit starker Auslandspräsenz sein.

Nach geltendem Recht zahlen US-Unternehmen mit ausländischen Einkünften in den Vereinigten Staaten keine Bundeseinkommensteuer, wenn und solange sie das Geld nicht zurück ins Land führen. Ab diesem Moment wird eine Körperschaftssteuer mit einer ziemlich hohen Rate von 35% fällig. Damit wird eine heimische Re-Investition der Gewinne für die Unternehmen weniger vorteilhaft, als weitere Investitionen im Ausland.

Donald Trump schlug die Steuer auf 10% zu senken. Republikaner gingen sogar noch weiter: sie schlagen vor ein solches Kapitalvermögen mit 3,5 bis 8,75 Prozent zu besteuern und gleichzeitig eine Gesetzesänderung durchzusetzen, welche die im Ausland erzielte Gewinne komplett steuerfrei lässt.

Hillary Clinton hat zwar zu dem Thema bislang keine Vorschläge gemacht, aber es sieht sehr nach einer zukünftigen glücklichen Einigung aus. Unter den jüngsten Haushaltsvorschlägen von Obama hörte man ja bereits die Aufforderung zum 14%-igen Satz bei den rückführenden Gewinnen und zum 19%-igen Satz bei den neuen Währungseingängen aus dem Ausland zu wechseln.

Sollte die Regierung gespaltet werden, mit Clinton im Weißen Haus und republikanerdominierten Kongress, ist sowohl eine Senkung des Steuersatzes bei den zurückgeführten Gewinnen und bei den Kapitalneuankünften aus dem Ausland sehr wahrscheinlich.

Zum letzten Mal wurden solche „Steuerferien“ 2004 bewilligt, was ein beeindruckendes Ergebnis hatte: Laut Bureau of Economic Analysis brachten die Unternehmen in 2005 etwa 299 Mrd. US-Dollar wieder ins Land – im Vergleich zu 82 Mrd. US-Dollar von Vorjahr. Seit dem bleib dieser Rekord ungeschlagen.

Das Gesetz von 2004 enthält eine Begrenzung, die einen Rückkauf der Aktien mit zurückgeführten Mitteln verhindern soll. Doch in Praxis wurde der größte Teil solcher Mittel für Aktienrückkauf verbraucht. Diese wuchsen 2005, so Goldman Sachs, um 58%.

Die gleichen Steuerferien und zukünftige Steuersenkung werden den US-Unternehmen mit hoher Auslandspräsenz einen übermäßigen Vorteil bringen.

  • Das wäre Apple (NASDAQ: Apple [AAPL]), das zwei Drittel seiner Gewinne aus dem Ausland zieht und 92 Mrd. Dollar in den Auslandsinvestitionen hat, laut Goldman Sachs.
  • General Electric (Milan Stock Exchange: Gefran [GE]), bei dem 55% aller Verkäufe im Ausland abgewickelt werden und dessen 104 Mrd. US-Dollar an Kapital im Ausland aufbewahrt werden.
  • Weitere mögliche Gewinner sind die Ölgesellschaften, zum Beispiel Exxon Mobil Corp. (NYSE: Exxon Mobil Corporation [XOM]), und Riesen der Verbrauchermärkte wie PepsiCo (NYSE: Pepsico [PEP]).

Der Wahlkampf war lang und trist, doch er geht zu Ende und jetzt können die Investoren einiger US-Großunternehmen sich auf Wachstum ihrer Aktiva freuen.

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