Nordsee wird Markt mit Öl überschwemmen
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Ölgesellschaften aus dem Nordsee kommen an die Rekordförderhöhe der letzten vier Jahre. Und dieses abrupte Wachstum findet gerade zu der Zeit statt, als OPEC den globalen Überangebot mit koordinierter Förderungskürzung in Griff kriegen will.

Laut Bloomberg wird die Verschiffung von Nordseeöl im Dezember um weitere 10% steigen, was den letzten Förderhoch von Mai 2012 schlagen wird. Allein seit September, als das größte Nordsee Erdölvorkommen die Förderung wegen der planmäßiger Wartungsarbeiten heruntersetzte, wuchs die Ausgabe um 360.000 Barrel pro Tag.

Das stellt für OPEC, die gerade über eine Förderungskürzung verhandelt, noch ein Problem dar. Am 30. November werden die Kartellmitglieder bei einem Treffen in Wien entscheiden, wie und auf wessen Kosten die Förderung verringert wird - laut der früheren Vereinbarungen sollte diese eine Menge von 33,5 bis 33 Millionen Barrel pro Tag nicht überschreiten. Lybien, Nigeria und Iran verweigern aus verschiedenen Gründen die Teilnahme an der Vereinbarung und Irak fechtet die Bestimmungsmethode für das Fördervolumen im Land an.

Ehsan Ul-Haq, Senior Market Consultant von KBC Energy Economics sagt in einem telefonischen Kommentar dazu:

«*Wiederausgleich des Markts wird eine anspruchsvolle Aufgabe sein,* zum Teil auch weil die Nordsee-Versorgung den Überschuss erhöht. Wenn die OPEC wirklich daran interessiert ist die Lagerbestände zu senken und den Markt ins Gleichgewicht zu bringen, müssen sie tiefer gehende Kürzungen vornehmen, als früher versprochen.»

Preis für Rohölmarke Brent (NYMEX: XBR/USD) befindet sich immer noch unter der 47 Dollar-Marke. Obwohl Öllieferungen einiger Länder, Nicht-Mitglieder der OPEC fallen, steigern Länder wie Kasachstan, Brasilien und Russland ihre Ölproduktion. Dabei hat Russland im Oktober einen 25-Jahren-Hoch übertroffen.

Doch auch die OPEC selber, laut Bloomberg-Daten aus einer Vielzahl von Quellen gesammelt (Befragung von Analysten, Informationen von Ölgesellschaften und Informationen zu den Routen der Schiffe), erhöhte im Oktober die Produktion auf 34,02 Mio. Barrel pro Tag - und das nach dem Rekord von September. Zusätzlich hob die USA Beschränkungen für Ölexporte auf und liefern nun Rohöl über die ganze Welt.

Gerade als die Zahl der mit Öl befüllten Tanker im Nordsee etwas verringerte - derzeit ist lediglich ein Supertanker, Front Ariake im Einsatz vor der Küste Englands, während noch vor einem Monat dort fünf ähnliche Tanker waren -, stieg die Förderungsgeschwindigkeit wieder.

Im Dezember könnte die Liefermenge von Brent sich etwas verringern, denn dann stehen die Wartungsarbeiten auf der Ölförderplattform Cormorant Alpha vor. Doch die Produktion der anderen Ölmarken sollte gleichzeitig steigen, worauf die Veränderungen der Schiffsrouten und Beladungsarbeiten hindeuten.

Beim Großbritanniens Ölvorkommen Forties wurden für Dezember 25 Beladungen geplant (das letzte Mal diese Größenordnung wurde im Februar 2011 festgestellt), während beim norwegischen Ölvorkommen Grane sind es 10 Beladungen (auch eine Rekordzahl seit Bloomberg 2010 mit Beobachtungen von Lieferungen dieser Marke anfing). Die Prognose zeigt somit im Dezember die Fördermenge von 483.871 Barrel/Tag von Forties und 193.548 Barrel/Tag von Grane Öl.

Und es kann noch mehr werden: diese Woche stellte Statoil (NO: STL) der norwegischen Regierung seine Pläne für die Förderung des Trestakk-Vorkommens.

Am Donnerstag teilten den Analysten der BMI Forschung, Abteilung Fitch Group Inc., den Kunden mit, dass niedrigere als erwartet Kosten sowie die Betriebsumgebung mit geringem Risiko ein "Fenster der Gelegenheit" bieten, um Investitionen in der Region zu erhöhen.

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