Teslas Wahlprogramm
Mark Von Holden/AP Images for SolarCity
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Teslas neuester Versuch Anlegern den SolarCity-Deal schmackhaft zu machen kam im letzten Augenblick.

Bei einem Wechselkurs von 0,11 Tesla-Aktien (NASDAQ: Tesla Motors [TSLA]) je SolarCity-Aktie (NASDAQ: SCTY) wird Anteilseignern der Letzteren gegenwärtig ein Dokumente geboten, das 20,99 Dollar wert ist – oder 20 Cent weniger als bei Handelsschluss am 21. Juni, kurz bevor das Geschäft festgemacht wurde.

Unmittelbar vor dem letzten Update des Unternehmens darüber, warum der Kauf von SolarCity etwas Gutes, schlossen Tesla Motors Inc.-Aktien am Dienstag bei 190,79 Dollar.

Anders ausgedrückt: was auch immer für eine Übernahmeprämie sie erwartet hatten, hat sich nicht bloß komplett verflüchtigt; sie ist nun zum ersten Mal in den Negativbereich gerutscht.

Eine Frage, die im gesamten bisherigen Prozess nie wirklich beantwortet wurde ist, warum SolarCity – das nach aktueller Einschätzung von Tesla finanziell gesund ist und kurz vor großen Profitabilitätssteigerungen steht – sich gerade jetzt vom Verkauf entschieden hat.

Man braucht sich nur Folgendes vor Augen zu führen:

Vor dem Hintergrund der am 17. November anstehenden Abstimmung über den Deal war Teslas Update darauf aus, erneut zu betonen wie wichtig der Besitz von SolarCity aus strategischer Sicht sei und dass in dessen Verlauf auch die Finanzen des Elektrofahrzeugherstellers nicht beeinträchtigt würden.

Dass ein derartiges Update, gleichzeitig ver- und absichernd, in dieser späten Phase überhaupt noch nötig war, ist an sich schon bemerkenswert.

Nach Einschätzung Teslas würdigen Anlieger die finanzielle Stärke von SolarCity nicht ausreichend . Tesla selbst geht davon aus, es werde über die nächsten 3 Jahre „über eine halbe Milliarde Dollar an Kapital“ zur Bilanz des Unternehmens beitragen.

Dies ist ein mutiges Statement wenn man bedenkt, dass SolarCity nach wie vor Geld verbrennt und sich in letzter Zeit vor allem auf die Ausgabe von Anleihen verlassen hat, die an Vorstandsmitglied Elon Musk (gleichzeitig CEO von Tesla) und andere verwandte Parteien gingen. Es widerspricht ebenso der Reihe furchtbarer Quartalszahlen von SolarCity, infolge derer das Unternehmen sogar so weit ging, eine nach-Quartalsbilanz vorzulegen um zu zeigen, dass diese besser ausfiel als die Werte vom 30. Juni.

Tesla verwies am Dienstag darauf, dass sich die Kapitalbilanz von SolarCity im dritten Quartal weiter erholt habe und sich diese Entwicklung voraussichtlich bis Jahresende fortsetzen werden. Der Autohersteller wies außerdem auf kürzlich erfolgte Deals mit Banken zur Projektfinanzierung sowie erwartete Synergieeffekte von 150 Millionen Dollar jährlich hin.

Allerdings macht eines der wichtigeren Felder mit Einsparungspotenzial – nämlich durch den gemeinsamen Verkauf von Heim-Solar- und Elektrofahrzeug-Projekten – die Unterscheidung zwischen Kosteneinsparungen und diffuseren Ertragssynergien schwieriger. Diese Diffusität wird noch deutlicher wenn man bedenkt, dass das Unternehmen bei der Konferenz am Dienstag keine harten Fakten zum Beweise der Annahme vorlegen konnte, dass die Kunden tatsächlich Solarmodule gemeinsam mit ihrem neuen Auto erwerben wollen.

Die Konferenz von Dienstagabend – wie auch die anderen Konferenzen von Juni und August und die protzige, aber detailarme Vorstellung eines neuen Solardach-Produkts letzte Woche – wirkt wie ein Element einer zunehmende konzentrierten Anstrengung, um den Deal irgendwie über die Ziellinie zu bekommen. Teslas letzte Woche veröffentlichten eigenen Zahlen des dritten Quartals strotzten ebenso von einem Unternehmen, das unbedingt zeigen will, dass es tatsächlich in der Lage ist Profite zu erwirtschaften, um die Anleger davon zu überzeugen, dass es auch bei exponentiell wachsenden Ambitionen noch die Zügel in der Hand hat.

Die eigenen Quartalszahlen von SolarCity werden nicht vor Mittwoch, dem 9. November, vorliegen. Das wird noch mehr als eine Woche sein, bevor die Aktionärsabstimmungen durchgeführt werden sollen. Das wird außerdem einen Tag nach einer Wahl sein, von der man vielleicht auch schon etwas gelesen haben könnte, also sollte man sich nicht gar zu sehr ablenken lassen, da hier um den letzten detaillierten Blick in die Bücher von SolarCity und die Frage gehen wird, ob das Unternehmen irgendwelche Fortschritte bei der Begrenzung hartnäckig hoher Produktionskosten gemacht hat.

Die eigenen Anleger SolarCitys interessieren sich vielleicht gar nicht so sehr für diese Zahlen. Immerhin wird die Aktie, trotz des Verschwindens der Übernahmeprämie, nach wie vor mit einem Abschlag von unter 10 Prozent von Teslas Angebot gehandelt. Diese Lücke wurde am Dienstag sogar ein wenig kleiner.

Das wirkliche Publikum sind wie immer die eigenen Aktionäre Teslas. Ob diese sich überzeugen lassen werden könnte vielleicht sogar nicht ganz so spannend werden, wie einige Beobachter es für die Wahl am nächsten Dienstag erwarten.

Trotzdem schloss die Aktie am Dienstag fast auf einem 8-Monats-Tief – und setzte ihren Fall trotz der Ankündigung Teslas auch im Handel nach Börsenschluss fort. Es sieht nicht so aus, als ob man hier schon einen Haken machen könnte.

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