Wer verdoppelt seine Gewinne und Verkäufe bis 2019?
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Drei Riesen, die einer rosigen Zukunft entgegen sehen.

Obwohl die Aktienmärkte in der Regel auf lange Sicht gesehen zulegen – und es gibt eine ganze Menge Daten, die diese These stützen – werden Anleger und die Wall Street tendenziell unruhig, wenn der Aktienmarkt sich einem Allzeithoch nähert oder dieses bereits erreicht hat. Die Angst vor dem nächsten großen Einbruch verleitet Investoren oft zur Zurückhaltung, wenn sie eigentlich auf der Jagd nach dem nächsten Spitzen-Aktienwert sein sollten.

Doch was wäre, wenn sich nicht vor der nächsten unvermeidlichen Korrektur im Aktienmarkt zu fürchten bräuchte? Klingt beruhigend, oder? Dann wäre meine Empfehlung, sich die folgenden drei Spitzenwerte einmal genauer anzusehen, die alle bereit dafür zu sein scheinen, bis 2019 ihre Umsätze und Profite mindestens zu verdoppeln.

Under Armour

Selbst bei einem Aktienmarkt nahe einem Allzeithoch ist es lohnenswert, sich am Aktivkleidungs- und Accessoires-Riesen Under Armour (NYSE: Under Armour [UA]) zu beteiligen.

Nach Bekanntgabe der Unternehmenszahlen des zweiten Quartals im Juli zeigten sich einige Anleger enttäuscht über die Tatsache, dass Under Armour nicht die Gewinnerwartungen der Wall Street übertroffen hatte und gingen davon aus, dass dies den Wettbewerbern geschuldet war. Leider übersahen dieses oberflächlichen Einschätzungen dabei einen wieder einmal herausragenden Quartalsbericht von Under Armour.

Für das Quartal wies Under Armour eine Nettoumsatzsteigerung von 28% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1 Milliarde Dollar aus, auch wenn die Profite im Jahresvergleich aufgrund der Auswirkungen der Liquidierung von Sports Authority zurückgingen. Abgesehen von diesem kleinen Schönheitsfehler stieg der Nettoumsatz in der Bekleidungssparte um 19%, die internationalen Umsätze legten währungsbereinigt um stolze 72% zu, und die Umsätze im Direktkundengeschäft wuchsen um 28% auf 321 Millionen Dollar.

Was hat Under Armour zu einer derartigen Macht im Einzelhandel gemacht? Hier genügt schon ein Blick auf seine Online-Verkaufszahlen, wachsende internationale Präsenz und den Vorstoß zur Zusammenarbeit mit namhaften Sportlern als Markenbotschaftern.

Die Online-Verkäufe machten stolze 32% der Gesamtumsätze aus, was mehr als eine Verdopplung des Anteils an den Gesamtumsätzen seit 2008 bedeutet. Das wiederum heißt, dass Under Armour solide Gewinne einfährt, ohne die die hohen Fixkosten des Betreibens von Ladengeschäften.

Auf internationaler Ebene ist das Unternehmen hingegen mit Ladengeschäften äußerst erfolgreich und hat bisher 60 neue Filialen außerhalb der USA eröffnet und wird auch weiterhin in Schwellenmärkten mit großer Nachfrage nach Markenbekleidung expandieren. Zu guter Letzt verbündet sich Under Armour mit Spitzenathleten wie Steph Curry, der aktuell zu den populärsten Sportlern der Welt gehört. Nachdem es 2015 4 Milliarden Dollar an Umsätzen und 0,53 Dollar in EPS erwirtschaftet hatte, ist Under Armour nun auf bestem Wege, bis 2019 9,6 Milliarden Dollar an Umsätzen und 1,42 Dollar in EPS zu erzielen. Gar nicht mal so schlecht.

Facebook

Ein weiter Spitzenwert, den man unabhängig von zukünftigen Bewegungen des Aktienmarktes im Blick haben sollte ist der Social Media-Riese Facebook (NASDAQ: Facebook [FB]) – ein Unternehmen, von dem man vielleicht bereits das Eine oder Andere gehört haben könnte.

Manchmal ist es für einen Anleger am einfachsten, sich bei dem Unternehmen mit den größten Wettbewerbsvorteilen innerhalb seiner Branche einzukaufen. Facebook ist zweifellos der Goldstandard innerhalb der Sozialen Medien, und seine Zahlen im zweiten Quartal unterstreichen diesen Umstand. Facebook schloss das zweite Quartal 2016 mit einer Jahresumsatzsteigerung von 63% an, und das trotz lediglich 33% Kostenzuwachses, während der Nettoumsatz um 186% auf 2,1 Milliarden Dollar nach oben schoss. Die Zahl monatlich aktiver Nutzer sprang auf 1,71 Milliarden, während die Anzahl täglich aktiver Mobilnutzer - das Brot-und-Butter Geschäft von Facebooks Zukunft – Stand Juni 2016 um 22% auf 1,03 Milliarden zulegte.

Die Facebook-Zahlen deuten darauf hin, dass es sich weiterhin als relevantes Soziales Netzwerk in den USA und vielen Ländern weltweit wird halten können. Solange Facebook nach wie vor in aufeinanderfolgenden Quartalen neue Nutzer anziehen kann, kann es mit Fug und Recht davon ausgehen, dass Anzeigenkunden bereit sein werden, höhere Preise für den Zugang zu Facebook's Nutzerdaten und seinen Milliarden Endnutzern zu zahlen.

Besonders spannend bei Facebook ist, dass es bezüglich der Monetarisierung seiner Vermögenswerte bisher lediglich die Spitze des Eisbergs erschlossen hat. Erst kürzlich hat es begonnen, mehr Augenmerk auf die Stärkung seiner Bezahlplattform zu legen, und hinsichtlich der Monetarisierung von Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram hat es bisher so gut wie gar nichts unternommen. Man darf sich jedoch sicher sein, dass eine langfristige Monetarisierungsstrategie existiert, allerdings ermöglicht es der Erfolg im Bereich Sozialer Medien Facebook, sich Zeit zu nehmen und nur langsam in die Karten schauen zu lassen.

Nach einem erfolgreich Geschäftsjahr 2015, in dem der Social Media-Riese einen Umsatz von 17,9 Milliarden Dollar und ein EPS von 2,28 Dollar auswies, geht die Wall Street für das Unternehmen übereinstimmend von 57,6 Milliarden Umsatz und 8,03 Dollar EPS bis 2019 aus. Selbst mit einer Bewertung von 373 Milliarden Dollar sieht Facebook noch unterbewertet aus.

Amazon.com

Wir werden diese Liste der Spitzenwerte, die man auf dem Zettel haben sollte, so abschließen, wie wir sie begonnen haben – indem wir uns in die Einzelhandelsbranche wagen, diesmal mit dem E-Commerce-Riesen Amazon.com (NASDAQ: Amazon.com [AMZN]).

Was Amazon tut ist geradezu unglaublich, und es lässt sich größtenteils auf die kontroverse Unternehmensstrategie zurückführen, den überwiegenden Teil seiner Geldströme und Profite direkt in sein Geschäft zu reinvestieren. Viel zu oft haben E-Commerce-Unternehmen den „Umsatz zuerst“-Ansatz gewählt, nur um damit zu scheitern. Bei Amazon.com jedoch handelt es sich um eine ununterbrochene Erfolgsgeschichte.

Laut Zahlen von Slice Intelligence sicherte sich Amazon zwischen Januar und April 2016 41,2% des Marktanteils beim E-Commerce. Die zweitplatzierten Unternehmen waren Best Buy (NYSE: Best Buy [BBY]) und Nordstrom (NYSE: Nordstrom [JWN]) mit jeweils 2,7% Marktanteil. Für jene unter euch, die vielleicht immer noch zweifeln, wiederhole ich das gerne noch einmal: Amazon's Marktanteil beim E-Commerce lag zu Beginn des Jahres mit 41,2% mehr als 14 Mal so hoch wie jener des schärfsten Wettbewerbers! Auf Grundlage der Amazon-Geschäftszahlen des zweiten Quartals sprang dessen operativer Cashflow im Jahresvergleich um 42% auf 12,7 Milliarden, davon 7,3 Milliarden freier Cashflow.

Doch die wirklich interessante Geschichte könnte vielleicht nicht einmal das margenschwache E-Commerce-Geschäft oder seine Millionen treuer Prime-Kunden sein. Stattdessen könnte Amazon's Zukunft in den Amazon Web Services (AWS) liegen. AWS ist ein Cloud-Computing-Service für kleine und mittelständische Unternehmen, und die Margen für Cloud Services sind beträchtlich höher als jene aus E-Commerce-Verkäufen. Im Verlauf der vergangenen 12 Monate trug AWS knapp 10 Milliarden Dollar zum Umsatz bei und hat das Potenzial, auf Jahre hinaus das Wachstum beim E-Commerce zu übertreffen.

Nachdem Amazon 2015 Umsätze von 107 Milliarden Dollar und EPS von 1,25 Dollar meldete, geht die Wall Street bis 2019 von 235 Milliarden Dollar Umsatz und 23,53 Dollar EPS aus. Die Zahlen weisen definitiv darauf hin, dass Amazon auf Erfolg „programmiert“ zu sein scheint, unabhängig von der zukünftigen Entwicklung des Aktienmarktes.

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