Mit chinesischen Wirtschaftswachstum Geld verdienen
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Auf diese Wertpapiere sollte man achten, um von dem wirtschaftlichen Boom in China zu profitieren. Viele Anleger werden von dem dank Chinas ungebrochenen wirtschaftlichen Aufstieg bietenden Investitionsmöglichkeiten angezogen. Gleichzeitig sind sie jedoch auch etwas abgeschreckt: es gibt eine überwältigende Menge in Betracht kommender aufstrebender chinesischer Unternehmen, und sich über diese zu informieren kann eine große Herausforderung darstellen.

Doch man muss nicht unbedingt nach China gehen, um im chinesischen Markt florierende Unternehmen zu entdecken. Wir haben unsere Fool-Mitarbeiter darum gebeten, drei US-Konzerne mit einer starken Präsenz in China zu identifizieren, die durchaus in der Lage sind, in hohem Maße vom fortgesetzten Wachstum des chinesischen Marktes zu profitieren. Die folgenden drei Unternehmen wurden von ihnen vorgeschlagen.

Auf der Jagd nach Wachstum im Reich der Mitte

Man wird wohl kaum ein Unternehmen mit besseren Voraussetzungen zum Ausbau seiner Präsenz in China finden, als Under Armour (NYSE: Under Armour [UA]). Allein im letzten Quartal stiegen die internationalen Einkünfte von Under Armour im Jahresvergleich um 68% auf knapp über 150 Millionen Dollar. Trotzdem machten internationale Verkäufe nach wie vor lediglich 15% des Gesamtwertes von Under Armour aus. Und anlässlich der anschließenden Telefonkonferenz für Analysten verwies Unternehmensgründer und CEO Kevin Plank explizit auf den Großraum China als entscheidende Komponente zur Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie Under Armours, vor allem vor dem Hintergrund dessen, was er als „wachsende Unterstützung des Sports durch die Regierung“ bezeichnete.

Plank nannte dieses Quartal zudem einen „Wendepunkt für die Marke in China“, die sich gerade zu einer ernsthaften Umsetzung ihrer Expansionspläne bereitmacht. Im bisherigen Jahresverlauf konnten die Einkünfte im Bereich des E-Commerce um 157% gesteigert werden. Und bis Ende 2016 wird Under Armour über 150 internationale Partnerfilialen eröffnet haben deren Großteil sich in China befindet.

«*Wir sind [in China] noch nicht so berühmt, wie wir uns das vorstellen, doch wir sind, glaube ich, definitiv stolz auf das bisher Erreichte und die exzellente Möglichkeit, Filialen und Distributionswege für uns zu erschließen», — so Plank.*

Aber der vermutlich wichtigste Faktor für den Erfolg Under Armours in China ist der Umstand, dass die Verbraucher UA zu großen Teilen als die mit Abstand beste Marke im Bereich der Fußbekleidung betrachten. Viele bezeichneten laut Plank UA sogar regelrecht als „die Profi-Marke“. Auf jeden Fall haben sich die Geschäftsbereiche des Damen- und Herren-Laufsports im Vergleich zum letzten Jahr jeweils mehr als verdoppelt. Und mit der Hilfe des zweimaligen NBA-MVPs (und treuen von Under Armour ausgestatteten Athleten) Stephen Curry hat sich der äußerst hochwertige Curry 2 Under Armour-Basketballschuh als bisher meistverkaufter Artikel des Jahres 2016 in China etabliert.

Es dürfte vor diesem Hintergrund auch kaum überraschen, dass Under Armour erst letzte Woche Curry auf seine zweite Werbetour für die Marke in Asien schickte, wo er über fünf Tage hinweg in Shenyang, Guangzhou, Hong Kong und Taipei Station machte. Da jedoch die internationalen Umsätze nach wie vor einen derart kleinen Anteil der Gesamtverkäufe Under Armours darstellen und das Reich der Mitte eine zentrale Rolle in dessen Übersee-Wachstumsstrategie einnimmt, ist Under Armour unserer Ansicht nach eine perfekte Aktie, um vom Aufstieg Chinas zu profitieren.

In China kein Unbekannter

International Business Machines (NYSE: International Business Machines [IBM]) operiert bereits seit Jahrzehnten in China, wobei die ersten Maschinen bereits im Jahr 1934 im Land installiert wurden. IBM China mit Sitz in Shanghai wurde 1936 gegründet, und schon 1939 zählte das Unternehmen die Chinesische Zentralbank, Bank of China, und eine Reihe weiterer großer Einrichtungen zu seinen Kunden. Die Revolution von 1949 erschwerte die Dinge, aber im Jahr 1979 wurde in dem Land das erste IBM-Computersystem in Betrieb genommen.

Vor dem Hintergrund des fortgesetzt hohen Wachstums der chinesischen Volkswirtschaft befindet sich IBM in einer vielversprechenden Position. Ein Bereich, in welchem IBM sein China-Geschäft besonders ausbauen könnte, ist der der Markt für Server- CPUs. Im Bestreben eines echten Wettbewerbs mit Intel (NASDAQ: Intel [INTC]) rief IBM 2013 gemeinsam mit Unternehmen wie Alphabet's Google (NASDAQ: Alphabet Class A [GOOGL]) und NVIDIA (NASDAQ: NVIDIA Corporation [NVDA]) die OpenPOWER-Stiftung ins Leben. Das Ziel bestand darin, ein Ökosystem rund um die Power-Prozessoren von IBM aufzubauen und so im Bereich der Datenverwaltung eine echte Alternative zu Intel zu schaffen.

Ein Element der Strategie von IBM besteht darin, Drittunternehmen Herstellung und Verkauf von Power-Servern und kundenspezifischen Power-Chips zu gestatten. Vor dem Hintergrund der Anstrengungen Chinas zum Aufbau einer einheimischen Technologiebranche könnte die Erlaubnis für chinesische Unternehmen zu Entwurf und Herstellung kundenspezifischer Power-Chips IBM dabei helfen, sich auf dem chinesischen Servermarkt zu etablieren. Advanced Micro Devices (NASDAQ: Advanced Micro Devices [AMD]) verfolgt mit seinem kürzlich verkündeten Joint Venture in dem Land eine ähnliche Strategie. China ist ein schwieriger Markt für US-amerikanische Technologiekonzerne, doch die lange Geschichte und realistische Strategie von IBM sollten dem Unternehmen dabei helfen, vom stetigen Wachstum des Landes zu profitieren.

Diese 'Rust Belt'-Ikone floriert in China

Viele US-Anleger haben eine vage Ahnung davon, dass Buick in China eine populäre Marke ist. Doch die meisten Leute sind sich nicht darüber im Klaren, wie groß die Präsenz von General Motors (NYSE: General Motors Company [GM]) in China tatsächlich geworden ist, welche gute Voraussetzungen es mitbringt, um auch langfristig vom Wachstum des Landes zu profitieren – und warum GM heute im Jahr 2016 eine sehr gute Investition darzustellen scheint.

China verfügt über eine ganze Reihe einheimischer Autobauer, und mittlerweile sind die meisten Weltkonzerne vor Ort präsent. Doch GM verkauft mehr Autos und LKWs als jeder andere Hersteller außer Volkswagen – und in manchen Jahren verkauft GM sogar mehr als VW (XETRA: Volkswagen [VOW3]). Sowohl GM als auch VW nehmen in China dominante Positionen ein. Doch aus vielfältigen Gründen ist GM für Anleger die bessere Wahl.

China hat sich zu einem immensen Faktor im internationalen Geschäft GM's entwickelt: Im letzten Jahr setzten GM und dessen chinesische Joint Ventures in China 3,6 Millionen Fahrzeuge ab, mehr als die 3,1 Millionen, die GM zuhause in den USA verkaufte. Darüber hinaus ist es auf bestem Wege, im Jahr 2016 sogar noch mehr zu verkaufen: Im August legten die GM-Verkaufszahlen in China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8% zu.

Dieses Wachstum dürfte sich auch in Zukunft nicht abschwächen. GM hat die entsprechenden Produktionskapazitäten, Händlernetzwerk, Produktpalette, lokale Partner sowie Erfahrungen vor Ort, um auch auf lange Sicht führend auf dem chinesischen Automarkt zu sein.

China trägt derzeit noch nicht so viel zum Gesamtsaldo GM's bei, wie dessen höchst profitables Nordamerika-Geschäft. Das liegt vor alle an der Produktpalette: Die Chinesen kaufen nach wie vor kleinere Autos und weniger voll bestückte SUVs als US-Amerikaner, wobei sie jedes Jahr mehr SUVs erwerben. Und GM's gehobene (und äußerst profitable) Cadillac-Sparte wächst im Reich der Mitte mit hoher Geschwindigkeit. Doch China trägt schon jetzt viel bei: GM scheffelte letztes Jahr von seinen chinesischen Joint Ventures Kapitalerträge in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar, über ein Fünftel der 9,8 Billiarden Nettoeinkünfte des Jahres 2015. Dieser Anteil wird sich dank des gesteigerten Interesses der Chinesen für gehoben Produkte weiter erhöhen.

Auch über China hinaus gibt es aktuell eine Reihe guter Gründe, sich GM-Aktien genauer anzuschauen. Trotz all der im Verlauf der nächsten Jahre von der Autoindustrie erwarteten radikalen technologischen Neuerungen machen die niedrige Bewertung GM's (lediglich knapp über dem Vierfachen der Gewinne der letzten 12 Monate) und die üppige Dividendenrendite (4,7%) es zu einem äußerst attraktiven Börsenwert – teilweise auch deshalb, weil GM besser aufgestellt ist, um in diesen Zeiten technologischer Umbrüche zu florieren, als Vielen klar sein dürfte.

Lange Rede kurzer Sinn: China ist ein zentrales Element der beeindruckenden Wachstumsgeschichte von GM und wird dies auch in den kommenden Jahren bleiben. Man sollte es definitiv auf dem Zettel haben.

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