Warum sind Aktien von Berkshire Hathaway so teuer?
Reuters
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221.835 Dollar und 4 Cent.

Das ist der Preis für einen Anteil der erstklassigen Berkshire Hathaway Inc. (NYSE: Berkshire Hathaway [BRK.A]) Aktie.

Und es ist eine Menge Geld.

Für 221.835,04 Dollar könnte man eine Anzahlung für ein 1 Millionen Dollar teures Eigenheim Machen oder sich einen Lamborghini kaufen.

Oder man könnte sich beinahe 300 Anteile von Alphabet Inc (NASDAQ: Alphabet Class A [GOOGL]) Aktien (die derzeit für etwa 800 Dollar gehandelt werden) oder nahezu 2000 Anteile von Apple Inc (NASDAQ: Apple [AAPL]) Aktien (derzeitiger Preis pro Anteil liegt bei 110 Dollar) kaufen.

Was also hat man davon?

Warum sind Berkshire Hathaway Aktien so verdammt teuer?

“Teuer” ist relativ

Der Titel dieses Artikels ist ein wenig missverständlich.

Wenn man über Aktien spricht, dann ist der Begriff “teuer” relative (relativ im Vergleich zu einer fundamentalen Metrik wie Büchern oder Geldflüssen). Teuer sollte ein Synonym für überbewertet sein, sowie günstig ein Synonym für unterbewertet sein sollte.

Nur weil man Aktie A für 80 Dollar und Aktie B für 40 Dollar kaufen kann, bedeutet dies nicht, dass Aktie A zwangsläufig teurer ist als Aktie B – es bedeutet lediglich, dass sie mehr kostet. Aktie B kann in der Tat teurer sein als Aktie A, falls sagen wir, ihre P/E Ratio bei 50 liegt während die von Aktie A bei 5 liegt.

Demnach wäre es korrekt zu fragen: Warum kostet ein Anteil von Berkshire Hathaway so viel?

Buffet hat Berkshires Aktien nie aufgespalten

Im Jahr 1980 kostete ein Anteil einer Berkshire Hathaway Aktie weniger als 300 Dollar. Im Jahr 1990 kostete sie etwa 7000 Dollar. Und im Jahr 2000 kostete sie circa 50.000 Dollar. Heutzutage, wie sie wissen, kostet sie über 200.000 Dollar.

Berkshire Hathaway ist derzeit nicht das einzige Unternehmen, dessen Eigenkapitalwert über die Jahre angestiegen ist. Tatsächlicht ist Berkshires gesamter Eigenkapitalwert (bekanner unter dem Namen Marktkapitalisierung oder Börsenkapitalisierung) nicht einmal der höchste – sondern der vierthöchste, hinter Apple (1), Google (2) und der Microsoft Corporation (NASDAQ: Microsoft Corporation [MSFT]) (3). Fakt ist bloß, dass alle diese Unternehmen ihre Aktien aufgespalten haben.

In einer Aktienaufspaltung erhöht ein Unternehmen die Anzahl der Aktien in höchster Weise, während sich dadurch die Preise um einiges senken. Als Beispiel dafür kann man sich vorstellen, dass eine Aktie für 1000 Dollar gehandelt wurde. Jeder, der eine Aktie zum früheren Preis von 1000 Dollar und einen absoluten Wert von 1000 Dollar besaß, würde nun zwei Anteile zum Wert von 500 Dollar, einem Gesamtwert von 1000 Dollar also, bekommen.

Aufspaltungen ändern zwar nichts grundlegendes am Unternehmen oder seinem Wert, doch sie neigen dazu, eine Aktie für einen Investor attraktiver zu machen (z.B für dich, mich oder deine Schwiegermutter), was die Liquidität steigern könnte und den Preis der Aufspaltung eventuell etwas anheben könnte.

Im Jahr 2014 wurden Apple Aktien für 650 Dollar gehandelt, bis das Unternehmen eine 7 für 1 Aktienaufspaltung einführte. Die Anteile der Aktienbesitzer versiebenfachten sich so wie magisch über Nacht – doch sie alle waren nur ein Siebtel ihres Werts vom Vortag wert (90 dollar statt 650). Der Wert der Apple Anlagen änderte sich nicht und so tat es auch der Wert des Unternehmens nicht. Es war reine Arithmetik.

Viele Unternehmen machen dies, um ihre Aktien auf kleinere Investoren attraktiver wirken zu lassen und es ist auch kein Haken dabei.

Doch Buffet hat die Aktien von Berkshire niemals aufgespalten. Warum nicht?

Berkshires Anteilhalter sind Buffets Geschäftspartner

In «Der Schneeball: Warren Buffet und das Geschäft des Lebens» erklärt Buffet, warum er Berkshires Aktien nicht aufgespalten hat:

“Ich möchte niemanden, der Berkshire Aktien kauft, glauben lassen, dass er damit schnelles Geld verdienen kann. Denn das schaffen sie in erster Instanz nicht. Einige von ihnen würden sich selbst die Schuld geben, andere würden mir die Schuld geben. Alle wären enttäuscht. Und ich möchte Menschen nicht enttäuschen. Die Idee, Menschen verrückte Erwartungen zu ermöglichen, hat mich vom ersten Moment an, in dem ich Aktien verkaufte, beängstigt.”

Buffet hat die Berkshire Aktien nicht aufgespalten, weil er Angst davor hatte die Menschen dazu zu verleiten ein Tagesgeschäft zu machen und das schnelle Geld verdienen zu wollen. Er hat immer auch ein Auge auf die Anteilseigner und Geschäftspartner von Berkshire geworfen, anstatt Investoren von außerhalb ins Auge zu fassen. Er will sie um das Unternehmen herum scharen und sie weiter investieren lassen.

Weil Berkshire Aktien so teuer sind, werden Entscheidung über ihren Handel schwer (wie ein Hauskauf oder eine Universität auszuwählen) und man neigt wohl dazu, es sich gut und lange zu überlegen, ob man sie kauft oder verkauft, anstatt sich nach dem Preis der nächsten Tage oder gar der nächsten Stunde zu richten. Und genau das ist Buffets Intention des Ganzen.

Es gibt immer Class “B” Aktien

Im Jahre 1996 hat Berkshire um einiges günstigere Berkshire Hathaway B Klasse (NYSE: Berkshire Hathaway Class B [BRK.B]) Aktien verkauft. Diese trugen den Spitznamen „Baby B’s“ und richteten sich an Fondmanager, die eine fondähnliche Struktur errichteten wollten, die sich wie A Klasse Aktien verkaufen lassen sollten, nur eben in kleineren Teilen. Die B Klasse Aktien haben ein 1/10.000 Wahlanteil einer Aktie aus der A Klasse und werden für etwa 150 Dollar pro Anteil gehandelt.

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