Aktien, die von "Smart Money" geliebt werden. Oder gehasst.
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Lasst uns einigen der besten Investoren der Geschichte über die Schulter schauen, um zu sehen wo das Smart Money investiert.

Jedes Quartal, 45 Tage nach Ende des Quartals, sind große institutionelle Geldanleger dazu verpflichtet, die von ihnen im Verlauf des Quartals erworbenen und verkauften Aktien offenzulegen. Hier muss sich das sogenannte 'Smart Money' in die Karten schauen lassen.

Während dies den Geldmanagern überhaupt nicht passt (es ist ein bisschen so wie mit offenen Karten Poker zu spielen, sodass der Rest des Tisches sie sehen kann), ist das sehr gut für den Rest von uns. Wir können einigen der besten Investoren der Geschichte über die Schulter schauen um zu sehen, wo das Smart Money investiert.

Man sollte deren Wahl allerdings nicht blindlings folgen.

Die dem SEC zur Verfügung gestellten 13-F-Berichte stellen lediglich einen kurzen Schnappschuss dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass der Manager zum Erscheinungstermin des Berichts diese Aktien nach wie vor hält. Außerdem gibt es keinerlei Einblick über kurzfristige oder zukünftige Positionen. Der Blick auf die bloßen Berichte beinhaltet also keinerlei Information darüber, ob ein Manager tatsächlich optimistisch bezüglich eines bestimmten Aktienwertes ist...oder ob dieses Aktienpaket lediglich Bestandteil eines größeren Hedge- oder Pair-Geschäfts ist.

Wenn man jedoch mit dem Handelsverhalten bestimmter beobachteter Manager ist, kann man sich ein ziemlich gutes Bild von deren Absichten machen.

Ohne weiteres Vertun folgen nun mehrere wichtige Aktienwerte, die Smart Money aktuell kauft oder verkauft. Und warum.

Apple

Aktien, die von "Smart Money" geliebt werden. Oder gehasst.
pio3 / Shutterstock.com

Kaufen: Warren Buffett

Verkaufen: David Einhorn, Steve Cohen, Leon Cooperman, Jim Chanos

Da Apple (NASDAQ: Apple [AAPL]) in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten hatte, weiteres Wachstum zu generieren, haben viele große Geldanleger die Geduld verloren und sich anderen Werten zugewandt. David Einhorn von Greenlight Capital hat im letzten Jahr 1,3 Millionen Aktien abgestoßen und damit sein Gesamtpaket um fast 17% verringert. Apple ist jedoch mit 12% seines Portfolios nach wie vor seine größte Einzelposition. Auch Steve Cohen, Leon Cooperman und Jim Chanos habe ihre Apple-Positionen verringert.

Interessanterweise hat allerdings ein äußerst bekannter Investor - Warren Buffett selbst - seine Apple-Position beträchtlich ausgebaut. Buffett erhöhte seine Beteiligung bei AAPL um über 50%. Apple ist mit ungefähr 1% des Portfolios nach wie vor eine kleine Position für Berkshire Hathaway Inc.(NYSE: Berkshire Hathaway Class B [BRK.B]). Doch Buffett gefällt eindeutig was er sieht, und seine Beteiligung wächst.

Apples schleppendes Wachstum ist vor allem das Ergebnis unmöglich zu übertreffender Werte infolge des nie dagewesenen Erfolgs des iPhone 6. Doch während sich der Verkaufszyklus von Apple wieder normalisiert, könnte die kommenden Jahre wieder solides Wachstum bringen.

General Motors

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Kaufen: David Einhorn

Halten: Monish Pabrai

Verkaufen: David Tepper

Wenn schon die Rede von David Einhorn ist: Greenlight Capital hat eine Menge Geld in General Motors Company (NYSE: General Motors Company [GM]) gesteckt Einhorn hat zusätzliche 1,9 Millionen Aktien erworben, was seine Gesamtbeteiligung auf über 13% steigen lässt. General Motors ist nach Apple seine zweitgrößte Beteiligung und macht rund 9% seines tiefen Portfolios aus.

Interessanterweise steht Einhorn mit diesem Geschäft nahezu alleine da.

David Tepper hat im vergangenen Jahr seine zuvor umfangreiche Beteiligung abgestoßen und es gibt kaum wichtige Manager, die noch bedeutende Postionen an der Aktie halten. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass Mohnish Pabrai - ein hochangesehener Vermögensverwalter bekannt für seine gezielten Wetten - 21% seines Portfolios in GM-Beteiligungen angelegt hat.

Einhorn und Pabrai könnten hier für ihre Eigensinnigkeit belohnt werden. General Motors ist mit einem Aktienpreis von unter 32 Dollar ein Schnäppchen. Bei diesem Preis wird die Aktie für eine fast beleidigende P/E Ratio von 5 gehandelt.

Ja, die Umsätze von GM sind höchst zyklisch, also muss man das Kurs-Gewinn-Verhältnis immer mit einer gesunden Skepsis betrachten. Doch die Nachfrage wird wahrscheinlich auf Jahre hinaus über dem Durchschnitt liegen, da die Verkaufszahlen nach dem Einbruch 2008 außergewöhnlich niedrig waren und erst vor kurzem angefangen haben sich zu erholen.

Und mit der üppigen 5%-Dividende von GM wird die Geduld fürstlich entlohnt.

Facebook

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Kaufen: Daniel Loeb

Kein CEO möchte je einen Brief von Daniel Loeb von Third Point erhalten. Loeb ist bekannt dafür, bissige Briefe an Führungsmannschaften, denen er notwendige Verbesserungen attestiert, zu verschicken und diese dann zu deren Beschämung zu veröffentlichen. Loeb ist das Paradebeispiel eines aktiven Investors. Er rüttelt Unternehmen gerne auf, um Potenziale freizusetzen. Wenn man also einmal in sein Visier geraten ist, sollte man sich in Acht nehmen. Die Tage leichten Erfolges könnten dann gezählt sein.

Interessanterweise ist Loebs letzter großer Zukauf - Social Media-Marktführer Facebook Inc (NASDAQ: Facebook [FB]) - so immun gegen Aktionismus von Aktionären, wie man nur sein kann. Gründer Mark Zuckerberg hält durch seine Class B Super-Voting-Aktien eine Mehrheit an dem Unternehmen, und seine Kontrolle über den Konzern ist derart umfassend, dass er sich das Recht vorbehält, für den Fall seines Todes den eigenen Nachfolger zu bestimmen.

Facebook macht rund 4% von Loebs langfristigem Portfolio aus, was es zu seiner viertgrößten Beteiligung macht. Mit Blick auf die Tatsache, dass er keine realistische Aussicht hat, Facebook als Aktivist zu beeinflussen, kann man daraus eigentlich nur schließen, dass er die Aktie wirklich mag und sie als gute Investition betrachtet.

Allergan

Kaufen: Carl Icahn, Seth Klarman

Verkaufen: David Einhorn, John Paulson, Jeremy Grantham, Steve Mandel, Andreas Halvorsen

Keine Smart Money-Liste ist komplett ohne die obligatorische Erwähnung des Veteranen Carl Icahn. Und Icahn hat im letzten Quartal nicht enttäuscht und eine umfassende neue Beteiligung am Pharmariesen Allergan (NYSE: AGN) hinzugefügt. Icahn Capital Management erwarb im vergangenen Quartal 3,4 Millionen Aktien und machte Allergan damit zu seiner zehntgrößten Position, mit nahezu 4% des Portfolios.

Er gesellt sich damit zur Investorenlegende Seth Klarman, der im letzten Quartal seine umfangreiche Beteiligung noch ausweitete. Nach dem Erwerb weiterer 280.000 Aktien stellt Allergan rund 6% von Klarmans Portfolio.

Interessanterweise teilen nicht alle der 'Masters of the Universe' Icahn's Enthusiasmus.

David Einhorn hat seine Beteiligung komplett abgestoßen, genau wie Jeremy Grantham und Steve Mandel. Und John Paulsen sowie Andreas Halvorsen haben beträchtliche Einschnitte vorgenommen. Somit ist Allergan, wie Apple, zu einer Art Schlachtfeld zwischen Hedgefonds-Investoren geworden.

Nur die Zeit wird zeigen, ob letztendlich die Bullen oder die Bären richtig liegen. Allergan ist mit einem KGV von 25 und Kurs-Verkaufs-Verhältnis von 6 nicht unbedingt billig.

Citigroup

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itoodmuk / Shutterstock.com

Kaufen: Seth Klarman

A propos Seth Klarmann: Allergan war im vergangenen Quartal nicht sein einziger Zukauf. Klarman legte auch eine neue Position bei der Citigroup Inc. (NYSE: Citigroup [C]) an. Klarmans Baupost Group erwarb 5,2 Millionen Aktien und machte Citigroup damit zu deren achtgrößter Beteiligung.

Klarman ist bekannt für sein Näschen für lohnende Geschäfte...und seine fast übermenschliche Fähigkeit, seine Emotionen zu unterdrücken und Aktien zu kaufen, die sonst niemand kauft. Man sollte seine Portfoliobewegungen also äußerst ernst zu nehmen.

Er steigt zu einer Zeit in einen der größten US-Bankenwerte, wenn die meisten Investoren lieber ihre Finger davon lassen. Die allgemeine Meinung ist, dass weil die US-Notenbank die Zinssätze nicht so aggressiv anheben wird wie zunächst angenommen, Banken weiterhin mit einem Umfeld niedriger Zinssätze zurechtkommen müssen, das die Profitabilität minimiert.

Während das vermutlich der Fall ist, gibt es einen Preis, bei dem all die schlechten Nachrichten bereits eingepreist sind. Und da Citi derzeit beim lediglich 0,62-fachen des Marktwertes gehandelt wird, scheint Klarman zu glauben, dass dieser Punkt bereits erreicht ist.

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