Langweilig ist der neue Schick
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Münchener Autohersteller bleibt standhaft, ungeachtet der turbulenten Wirtschaftslage.

Unternehmen tendieren dazu die Bedeutung der Gewinne zu unterstreichen – im Gegensatz zum Verkaufswachstum – wenn einer der Wettbewerber schneller wächst als sie.

Dank dem diesjährigen Sortiment von neuen Sportmodellen schnappte Mercedes-Benz (XETRA: Daimler [DAI]) der BMW AG (XETRA: Bayerische Motoren Werke [BMW]) die Krone für die meisten Verkäufe von Luxusautos weg. Kein Wunder daher, dass BMW drauf beharrt, dass die konsistente Rentabilität viel wichtiger sei. Nun, ganz Unrecht hat BMW nicht.

Daimler, dem Mercedes-Benz gehört, scheint diesmal seine Gewinnziele nicht aus den Augen zu lassen, hat aber immer noch zu beweisen, dass diese neue Angewohnheit auf die Dauer auch Bestand hat.

Dafür erreichten BMWs Produktionsgeschäfte eine Betriebsgewinnmarge von nicht nur den angezielten 8%, sondern mindestens 10% in den 25 aufeinanderfolgenden Quartalen.

Im zweiten Quartal stieg die Betriebsgewinnmarge auf 9,5%, und das sogar nach dem 472 Millionen Euro teuren Rückruf für verschiedene Modelle. Bei Mercedes-Benz waren es nur 6,4%.

Investoren sollten sich sicher sein, dass BMW stets dieses Niveau der Rentabilität erhalten kann, ungeachtet dessen, ob es altbewährte Modelle herstellt oder elektrische und autonome Fahrzeuge entwickelt.

Es wäre weit hergezogen zu behaupten, BMW sei kein zyklisches Unternehmen mehr. Die Sorgen um die Fähigkeit des Unternehmens die Verkäufe jedoch bleiben – eine bittere Pille ist hierbei die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der neuen Autos eher geleast, als gekauft wird.

Und doch hilft eine ausgewogene Mischung aus Verkäufen in den verschiedenen Regionen dem Autohersteller die Schwierigkeiten der einzelnen Länder auszubügeln, auch wenn die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts nicht immer leicht fällt.

Als die Verkäufe in China letztes Jahr stockten, versuchte BMW in USA mehr zu verkaufen. In der ersten Hälfte dieses Jahres fielen die Verkäufe in den USA um 10%, als die Nachfrage zurück ging und Wettbewerb stieg. Der Verbraucher bevorzugte eben verschwenderische Sportautos und Trucks, was entsprechende Auswirkungen auf die Preispolitik hatte.

Dabei verdient BMW sicherlich Anerkennung dafür, dass die US-Probleme relativ früh erkannt wurden und man rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriff. Fords (NYSE: Ford Motor Company [F]) Warnung von der letzten Woche über die düsteren Aussichten für US-amerikanischen Autoverkaufsmarkt lässt BMWs Intervention nahezu hellseherisch erscheinen.

Die BMW-Aktie rutschte 2% nach unten und vervollständigte somit den 22%-igen Rückgang in diesem Jahr. Vor dem Hintergrund seiner konsequenten Ertragsbilanz scheint es ein harsches Verdikt zu sein. Das konservative Unternehmen wird zwar wohl niemals den Preis für Charisma gewinnen, aber bei den aktuellen wirtschaftlichen Hochs und Tiefs ist langweilig genau das Richtige.

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