Grundbegriffe für die Investmentneulinge
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Aller Anfang ist schwer, besonders wenn es um das Investieren geht. Doch der beste Weg anzufangen, ist die Basics zu lernen.

Marktkapitalisierung

Die Größe des Unternehmens wird nicht durch den Aktienpreis bestimmt. Ein Aktienhalter, der eine Aktie in Wert von 100 USD hält, besitzt nicht den Teil eines größeren Unternehmens als der Aktienhalter mit einer 30-USD-Aktie. Der Grund hierfür ist, dass das Unternehmen ihren Aktienanteil aufteilen und gleichzeitig die Anzahl der ausstehenden Aktien erhöhen und somit ihren Wert reduzieren kann. Hält man eine 100-USD-Aktie, während das Unternehmen seine Aktie 2 zu 1 aufteilt, so hat man schließlich zwei Aktien von je 50 USD, doch dabei ändern sich weder die eigenen Bestände, noch die Unternehmensgröße.

Wie misst man dann die Größe eines Unternehmens?

Am besten sieht man es an dem Beispiel mit einem Kuchen: egal in wie viele Stücke man den Kuchen schneidet, ändert sich die gesamte Kuchengröße nicht. Das Gleiche gilt auch für Unternehmenswert: die Anzahl der verfügbaren Aktien ändert nicht den Gesamtwert des Unternehmens. Um diesen zu ermitteln, multipliziert man die Gesamtzahl aller sich im freien Umlauf befindenden Aktien mit dem aktuellen Aktienpreis. Diese Zahl nennt man Marktkapitalisierung oder Börsenwert, auch oft „market cap“ genannt. Je höher der Börsenwert, desto größer das Unternehmen.

Hat, zum Beispiel das Unternehmen N 5 Millionen Aktien im Umlauf zu 40 USD je Aktie, dann ist die Marktkapitalisierung von N 200 Millionen Dollar.

Oft hört man in diesem Zusammenhang die Begriffe “big” oder “large cap”, “mid-cap” und “small cap”. Diese bezeichnen dann die Unternehmensgröße bezüglich der Marktkapitalisierung.

Nettoeinkommen

Die Größe des Unternehmens sagt nichts darüber, wie gut es ihm geht. Um die Unternehmensleistung zu bestimmen muss man erstmal feststellen, ob das Unternehmen auch den Profit abwirft. Eine Kennzahl, die das zeigt, ist Nettoeinkommen.

Um Nettoeinkommen zu berechnen ermittelt man zuerst seine Einnahmen, d.h. die Menge an Geld, die das Unternehmen pro Vierteljahr oder manchmal pro Jahr bekommt. Die Einnahmen – manchmal handelt sich dabei um Nettoerträge und manchmal um den Umsatz – sind die Geldmenge, die das Unternehmen von seinen Kunden bekommt.

Doch die Einnahmen liefern noch kein volles Bild, denn man darf die Ausgaben eines Unternehmens nicht unbeachtet lassen. Will man in einen Imbissstand investieren, muss man bedenken wie viel Geld er bringt und wie viel kostet. Wenn man mit dem Imbissstand zwar eine Million macht, aber eineinhalb für Materialkosten, Miete, Steuern, Mitarbeiter, Darlehen usw. ausgibt, dann handelt es sich um ein Verlustgeschäft.

Zieht man die Ausgaben vom Umsatz, bekommt man den Nettoeinkommen, auch bekannt als Gewinn, Verdienst oder Reingewinn. Nettoeinkommen zeigt, wie viel von dem Umsatz das Unternehmen eigentlich behält.

Gewinn je Aktie oder EPS

Gewinn je Aktie oder EPS ist eine Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens. Der Name ist selbsterklärend: damit bezeichnet man wie viel das Unternehmen pro eine sich im Umlauf befindende Aktie verdient. EPS wird in der Regel pro Quartal berichtet.

Hat ein Unternehmen 100 Millionen Dollar Nettoeinkommen, während sich im Umlauf 200 Millionen Aktien befinden, dann beträgt EPS des Unternehmens 0,5 Dollar pro Aktie.

Steigt EPS des Unternehmens, bedeutet es eine Wertsteigerung für Anleger, da sie diese Gewinne wiederinvestieren oder sich als Dividende auszahlen lassen können. EPS ist also sehr wichtig, wenn man den wahren Aktienwert bestimmen will.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Die wohl einfachste und am häufigsten verwendete Kennzahl zur Beurteilung von Aktien ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder PER (price-to-earnings ratio), oder P/E Ratio. Zu ihr greifen die Investoren, wenn sie feststellen möchten, ob die Aktie über- oder unterbewertet ist.

Kurs in „Kurs-Gewinn“ bedeutet einfach nur Kurs, zu dem aktuell die Aktien gehandelt werden. Gewinn ist für den Vergleichszeitraum gegebener bzw. erwarteter Gewinn je Aktie, wobei gegebener Gewinn sich auf den aktuellen Gewinn und erwarteter auf den geschätzten oder zukünftigen basiert.

Kauft man zwei Aktien, jeweils eine für 10 USD und eine für 20 USD und haben beide Aktien 1 USD Gewinn je Aktie, dann hat man mit einer 10-USD-Aktie weniger bezahlt, um einen Gewinn von einem Dollar zu kriegen. Man soll nicht denken, dass ein kleinerer Aktienpreis die Aktie zu einem Schnäppchen macht. Es kommt immer darauf ein, wie viel Geld man für einen investierten Dollar wieder kriegt. Somit bringt eine 50-USD-Aktie mit 40 USD EPS entsprechend mehr Gewinn, als eine 15-USD-Aktien mit 3 USD EPS. Das wahre Schnäppchen ist damit die teure Aktie.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass KGV den Wert zeigt, das die Investoren der Aktie zuordnen. Der Gewinn mag eine echte und feste Zahl sein, aber der Preis unterliegt dem Einfluss von Angebot und Nachfrage. Ist der KGV 10, dann sehen die Anleger den Wert der Aktie als 10 Mal Unternehmensgewinn in einem Zeitraum von 12 Monaten. Je höher P/E, desto mehr Wachstum darf man erwarten.

Aber da P/E auf der Wahrnehmung der Investoren basiert, kann es auch fehlerhaft sein. Und wenn man den Unterschied zwischen dem wahren Wert der Aktie und dem von Markt zugeordneten Wert findet, dann hat man vielleicht die Möglichkeit goldene Nase zu verdienen gefunden.

Erste Mission erfüllt

Das waren einige Kennzahlen, die man für die Wertfeststellung einer Aktie nutzt. Aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt unzählige Parameter, solche wie Free-Cash-Flow, Bilanzabschluss und viele andere, die helfen die Performancestärke zu messen.

Doch es gibt auch den Silberstreifen am Horizont: bewaffnet mit dem Grundwissen kann man schwierige Investmentkonzepte bereits besser verstehen. Und man kann den unbekannten Begriff immer googeln. Einfach immer einen Schritt nach dem anderen setzen, auf dem Weg zum richtig guten Investor.

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