Gewinnbericht richtig lesen lernen
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Was man wissen muss, um Vierteljahresbericht des Unternehmens zu verstehen und das Unternehmen einschätzen zu können

Viele Menschen wissen nicht, was eine Gewinnsaison eigentlich ist und noch mehr haben keine Ahnung wie ein Gewinnbericht zu beurteilen ist oder was die verschiedenen darin enthaltenen Begriffe bedeuten.

Eine Theorie besagt, dass man mit Absicht die Berichte in der Fachsprache und mit vielen Akronymen gestaltet. Eine Sprache zu benutzen, welche die Outsider nicht verstehen, erlaubt

den Brancheninsidern die Kontrolle zu behalten. Dadurch hören sich die Finanzberater viel klüger an, was in gewissem Maße die berechnenden Gebühren rechtfertigen soll.

Es mag zynisch klingen, doch auch in diesem Fall sollen die Investoren die Entscheidungen, die bezüglich ihres Geldes getroffen werden, verstehen und nachvollziehen können. Dafür muss man einige Begriffe verstehen, die oft bei der Beurteilung der Unternehmensgewinne benutzt werden, und somit die Auswirkungen der Ergebnisberichte für die Aktienkurse nachvollziehen können.

Gewinnbericht, Vierteljahresbericht oder Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Alle drei Monate stellen alle öffentlichen Unternehmen einen Bericht zusammen, in dem die Umsätze, Ausgaben, Gewinne und andere Finanzangaben für einen bestimmten Zeitraum veröffentlicht werden. So können die Aktienhalter die Leistung des Unternehmens im Überblick behalten.

Gewinnsaison

Die meisten Unternehmen gliedern das Jahr in Kalenderquartale, die jeweils in März, Juni, September und Dezember enden und veröffentlichen ihre Berichte entsprechend einige Wochen nach dem Quartalende in Januar, April, July und Oktober. Die Gewinnsaison ist die Zeit, wenn die Mehrheit der Unternehmen ihre Berichte veröffentlicht, ca. eineinhalb Wochen nach dem Quartalende bis zum Ende des jeweiligen Monats. In dieser Zeit passiert es oft, dass bis zu 100 Unternehmen an einem Tag die GuV veröffentlichen.

Einnahmen, Ertrag oder Umsatz

Der Umsatz, auch Erlös genannt, ist die Summe aller Einnahmen eines Unternehmens. Hat man Bedenken über den allgemeinen Zustand der Wirtschaft, dann schaut man auf den Umsatz sogar genauer hin, als auf die Gewinne, da die Schwäche einiger früher berichteten Unternehmen könnte Auswirkungen auf die Firmen haben, die ihre Zahlen noch nicht offenbart haben.

Gewinn, Profit oder Reingewinn

Gewinn oder Reingewinn ist der Gewinn unter Abzug der aufgewendeten Kosten in den vorhergegangenen drei Monaten und offensichtlich auch die Zahl, die am meisten die Aktienhalter und potentielle Investoren interessiert.

EPS

Überwiegend berichten die Finanzmedien über die Unternehmensgewinne in Form von EPS – Kurzform von earnings per share, also Gewinn je Aktie. Diese Form ist für die Investoren viel besser beurteilbar als nur Gewinn. Manchmal kaufen die Firmen eigene Aktien zurück und manchmal leiten Emission ein, und die Gewinnmenge, die jeder Aktie zugeschrieben wird, bestimmt den zugrundeliegenden Aktienwert.

Schätzungen, Beat und Miss

Auf der Wall Street heuert man oft Analytiker ein, um die zukünftige Entwicklungen vorhersagen zu können. Diese fertigen Schätzungen sowohl für die Umsätze, als auch für EPS der wichtigsten Unternehmen an. Beim Zeitpunkt der Veröffentlichung sind diese Schätzungen bereits im Aktienpreis einkalkuliert.

Fallen die tatsächlichen Ergebnisse höher, als die Schätzungen aus – also wurden die Schätzungen geschlagen, daher „beat“ – während es sonst keine weiteren Einflüsse gibt, schiebt das den Aktienpreis hoch. Sind die Ergebnisse schlechter als geschätzt, handelt es sich um ein „miss“, was zum Wertverlust führt.

Guidance – Richtwert oder Prognose

Zwar wird es nicht verlangt, doch die meisten Unternehmen veröffentlichen mit dem Bericht auch eine Zukunftsprognose für die zu erwartende Entwicklung im nächsten Quartal oder sogar im nächsten Jahr. Diese nennt sich Guidance und hat oft größeren Einfluss auf den Aktienpreis als das, was tatsächlich passiert.

Fällt der Aktienpreis nach der Veröffentlichung eines Berichts mit eigentlich guten Zahlen, dann heißt es meisten, dass die mitveröffentlichte Prognose schlechter als erwartet ausfiel. In diesem Fall sind die Geschehnisse des letzten Quartals irrelevant, was zählt sind die Zukunftsaussichten.

Die Flüsterzahlen

Was ebenfalls eine unerwartete Reaktion auf den Gewinnbericht verursachen kann, ist wenn die Trader etwas anderes erwarten als die Allgemeinheit. Wenn die Gerüchte kursieren, dass das Unternehmen viel besser (oder schlechter) abschneidet als erwartet, dann ziehen die Trader ihre eigenen Schlüsse, was für ein Gewinn zu erwarten ist. Diese Schätzungen unterscheiden sich von den allgemein angenommenen Zahlen und werden „die Flüsterzahlen“ genannt.

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