Gold-Rally ist nicht vorbei
Reuters/Nacho Doce
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Wer profitierte am meisten von Brexit? Gold, wie es scheint.

Die Auswirkungen der Brexit-Abstimmung werden sogar für noch mehr Zugewinne beim Gold (NASDAQ: Randgold Resources [GOLD]) sorgen, welches am Freitag bereits auf ein Zweijahreshoch schoss, während sich die Welt den wirtschaftlichen Folgen des Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gegenübersieht.

Die Preise könnten laut einer am Freitag von Bloomberg unter Analysten und Händlern in New York und London durchgeführten Umfrage bis Ende des Jahres auf bis zu 1.424 Dollar je Unze steigen. Das wäre der höchste Stand seit August 2013 und ein Zugewinn von über 7% verglichen mit dem aktuellen Handelspreis des Edelmetalls. Schätzungen in der Umfrage reichten von 1.375 bis 1.600 Dollar.

Im Vorfeld der britischen Abstimmung vom Donnerstag hatten Notenbanker eindringlich vor den möglicherweise verheerenden Folgen eines EU-Austrittes für die Weltwirtschaft gewarnt. US-Notenbankchefin Janet Yellen nannte Brexit-“Konsequenzen“ als einen der Faktoren, die bei einem Strategietreffen diesen Monat zu der Entscheidung führten, den Leitzins unverändert zu lassen. Händler preisen nun eine 1,9-prozentige Chance ein, dass die Kreditkosten im Lauf des November steigen könnten. Niedrige Zinsen befeuern den Goldpreis, weil sie die Attraktivität des Metalls als Wertanlage steigern.

Termingeschäfte für August legten um 4,7% zu um am Freitag an der Comex in New York bei 1.322,40 Dollar zu schließen, nachdem sie um stolze 7,9% gewachsen waren, den höchsten Stand seit März 2014.

Hier folgen die Kommentare hinsichtlich der Aussichten für Gold, zusammengetragen durch die Umfrage und Einschätzungen von Analysten:

  1. Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart, Deutschland: „Das Brexit-Referendum hat die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung des Leitzinses in den USA verringern. Ohne diese Belastung hat der Goldpreis mehr Wachstumspotenzial“.
  2. Jason Schenker, Präsident und Chefökonom von Prestige Economics LCC in Austin, Texas: „Natürlich erhöht die Brexit-Abstimmung das Risiko in den Finanzmärkten, Risikovermeidung bei Investoren, Risikovermeidung bei der Kreditvergabe und all die anderen Faktoren. Der Dollar dürfte Ende des Jahres vor dem Hintergrund eines wahrscheinlichen Rückfalls der US-Wirtschaft in die Rezession und einer Bewegung der Fed weg von einer strengeren Geldpolitik hin zu weiteren Lockerungen weiter an Wert verlieren. Das könnte zu einer Preisspanne für Gold zwischen 1.400 und 1.500 Dollar führen.“
  3. Georgette Boele, Analystin bei der ABN Amro Group NV in Amsterdam: „Kurzfristig erwarten wir steigende Goldpreise, da dieses zunehmend als sicherer Hafen empfunden wird. Die Märkte werden wahrscheinlich auch niedrigere Erwartungen an die Fed anpassen, was sich wiederum positiv auf Gold und andere Edelmetalle auswirkunge könnte. Unser Zielwert für Goldpreise liegt für Ende Juni bei 1.350 Dollar und für Ende Dezember bei 1.370 Dollar. Wahrscheinlich könnten die Preise diesen Wert sogar noch übertreffen.“
  4. Bob Haberkorn, Senior Market Strategist beim Chicagoer RJO Futures: „Aufgrund der Brexit-Abstimmung und anstehender US-Präsidentschaftswahlen sehe ich keinen Grund, warum oder wie die Fed den Zinssatz anheben sollte, deswegen sehe ich Gold bei einem Wert von über 1.600 Dollar. Ein Anhebung des Leitzinses durch die Fed wäre Wasser auf die Mühlen der Pessimisten und ich sehe aktuell keine Chance für eine Zinsanhebung.“
  5. Charles Gibson, Abteilungsleiter für Bergbau beim Londoner internationalen Rohstoffexpertenhaus Edison Group: „Ich vermute einen kurzfristigen Zielwert für Gold von 1.400 Dollar je Feinunze und vor diesem Hintergrund einen möglichen Sprung bis auf 1.450 Dollar. Im Fall zusätzlicher Erschütterungen (z.B. Zusammenbruch von Banken, erneuerte Finanzkrise, niedrigere Zinssätze in der westlichen Welt, ein weiterer Zerfall Europas und erneute Krisen in Griechenland, die möglicherweise Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, etc. mit sich reißen könnten), könnte es meiner Ansicht nach bis auf 1.580 Dollar steigen.“
  6. Tim Evans, Chief Market Strategist bei der Chicagoer Long Leaf Trading Group: „Während die Situation auf jeden Fall fließend ist und eine Reihe von Faktoren die Richtung des Goldpreises von hier ab bestimmen wird, glauben wir bei Long Leaf, dass 1.450 Dollar möglich sind, sollten einige dieser Faktoren sich positiv für Gold entwickeln. Die nächste Bedrohung am Horizont ist eine neue Unabhängigkeitsabstimmung in Schottland. Sollte diese Idee an Momentum gewinnen, könnte das einen neue exponentielle Aufwärtsbewegung beim Gold auslösen.“
  7. Analysten der Societe Generale SA, Michael Haigh und Robin Bhar: „Wir erwarten einen Gold-Anstieg auf 1.400 Dollar. Die erhöhte Marktverunsicherung wird Investoren dazu bringen, sich auf sichere Anlagewerte zu konzentrieren, zum Vorteil von Gold und anderen Edelmetallen. Obwohl natürlich ein Teil dieser Verunsicherung bereits eingepreist wurde, dürfte hier wahrscheinlich noch sehr viel mehr folgen.“

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