Die beste Wahl für die Bären
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Unter den Tech-Aktien findet man viele mit hohem Anteil der Short-Positionen.

Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung eines Unternehmens skeptische Investoren können sich dessen Aktien leihen und ohne Deckung weiterverkaufen. Sollte die Firma in Schwierigkeiten geraten und deren Kurs daraufhin sinken, könnte das Handelskonto davon profitieren.

Aktien von fast jedem börsennotierten Unternehmen werden von einem Investor irgendwo ohne Deckung verkauft, doch einige Aktienwerte ziehen weitaus mehr Interesse von Leerverkäufern auf sich als andere. Investoren können dies anhand der kurzfristigen Zinssätze verfolgen, eines Wertes, der den Anteil der ohne Deckung verkauften Aktien eines Unternehmens an der Gesamtanzahl der im Umlauf befindlichen Aktien desselben erhebt. Leerverkäufer liegen nicht immer richtig – tatsächlich irren sie sich häufig – doch Investoren sollten die kurzfristigen Zinssätze gut im Auge behalten, da diese ein starkes Signal dafür darstellen können, dass viele Marktteilnehmer einen bestimmten Aktienwert für überbewertet halten.

Unter den Technologieunternehmen gibt es viele Aktienwerte mit einem hohen Anteil an Leerverkäufen, aber Box (NYSE: Box [BOX]), Mobileye (NYSE: Mobileye [MBLY]), NetSuite (NYSE: N) und Logitech (SWX: LOGN) fallen besonders ins Auge.

Warengeschäft oder spezialisierte Plattform?

Nahezu ein Viertel der im Umlauf befindlichen Box-Aktien (24,86%) waren Stand Ende Mai Leerverkäufe.

Das Geschäft von Box wurde lange von Sorgen beeinträchtigt, das Unternehmen könnte lediglich eine Ware verkaufen. Sicherlich ist sein Kerngeschäft – Cloud Storage – zunehmend standardisiert und es gibt eine Reihe größerer Unternehmen die Cloud Storage-Lösungen zu zunehmend attraktiven Preisen anbieten. Als Reaktion darauf hat das Box-Management Schritte hin zu einer Differenzierung der eigenen Angebote unternommen, indem es eine Plattform mit Features aufgebaut hat, mit deren Hilfe sich dessen Cloud Storage von den Angeboten der vielen Konkurrenten abhebt.

Box (NYSE: Box [BOX]) hat vor allem daran gearbeitet attraktiver für Unternehmen zu werden, indem es branchenspezifische Lösungen anbietet und mit Entwicklern zusammenarbeitet um bestimmte Anwendungen in seinen Speicherservice zu integrieren. Trotzdem sind Investoren nach wie vor skeptisch und lagen damit bislang auch richtig.

Das Anfang letzten Jahres an die Börse gegangene Unternehmen war bislang für Investoren eine Enttäuschung und hat seit Januar 2015 rund die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Die Verkaufszahlen von Box haben zwar zügig zugelegt, allerdings nicht so schnell wie von Investoren erwartet. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen weiterhin unprofitabel: Im letzten Quartal machte es 46,6 Millionen Dollar Verlust, was ungefähr der Hälfte des im Quartal erzielten Umsatzes entspricht.

Das Geschäft mit selbstfahrenden Autos könnte zu stark gehyped sein

Mehr als ein Viertel (25,03%) der von Mobileye im Umlauf befindlichen Aktien wurden Stand Ende letzten Monats ohne Deckung verkauft. Für ein Unternehmen der Größe von Mobileye ist das besonders bemerkenswert – sein Marktwert liegt bei rund 9 Milliarden Dollar, was es mit relativ großem Abstand zum größten Unternehmen in dieser Liste macht.

Im Lauf des vergangenen Jahres haben Mobileye-Aktien über 20% ihres Wertes eingebüßt. Trotzdem wird das Unternehmen weiterhin ausgesprochen hoch bewertet und wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 120 gehandelt. Lange Zeit wurde Mobileye als Möglichkeit betrachtet, in die kommende Revolution selbstfahrender Autos zu investieren: Mobileye ist ein Automobilzulieferer und die hauptsächlich von ihm gefertigten Produkte (monokulare Kameras) werden oftmals eingesetzt um bereits existierenden Autos mit der Fähigkeit zum Selbstfahren nachzurüsten.

Doch Mobileye sieht sich in hartem Wettbewerb mit anderen Anbietern und vor allem anderen Technologien – vor allem LIDAR, einer Art lichtbasiertem Radar, das von Google für dessen eigene selbstfahrenden Autos favorisiert wird. Mobileye ist profitabel und wächst schnell – der Umsatz wuchs im vergangenen Quartal aufs Jahr hochgerechnet um rund 65%. Aber es ist nicht so profitabel wie viele andere Autohersteller oder andere Autozulieferer. Sollte Mobileye vom Trend hin zu selbstfahrenden Autos nicht in dem bislang erwarteten Umfang profitieren können, könnte das Investoren abschrecken.

Dieser Anbieter von Cloud Software ist nicht profitabel

Stand Ende Mai wurden 15,71% der NetSuite-Aktien als Leerverkäufe gehandelt.

NetSuite verkauft eine speziell auf mittelständische Unternehmen ausgerichtete integrierte Cloud Software. Die Angebotspalette reicht hierbei vom Personalbereich über CRM und Finanzen bis hin zu Marketinglösungen. Im letzten Quartal stieg der Umsatz von NetSuite dank 372 Neukunden aufs Jahr hochgerechnet um 31%, was eine Steigerung von 8% im Vergleich zum gleichen Quartal im letzten Jahr bedeutete.

Trotzdem entwickelte sich die NetSuite-Aktie im letzten Jahr sehr schlecht und verlor über 18%. Leider ist NetSuite (NYSE: N) nicht profitabel und war es bisher in seiner gesamten Geschichte noch nicht ein einziges Mal. Umsatzwachstum ist weiterhin oberstes Ziel, und wenn die Verkaufszahlen nachlassen könnten die Aktionäre darunter leiden. Es gibt offensichtlich eine Nachfrage für die Angebote von NetSuite, doch der Wettbewerb ist immens. Leerverkäufer könnten darauf setzen, dass das schnelle Wachstum des Unternehmens sich abkühlen wird.

Der Markt für herkömmliche PCs steht weiterhin unter Druck

Stand Ende letzten Monats waren 26,41 Millionen, oder 18,2% der im Umlauf befindlichen Logitech-Aktien Leerverkäufe.

Als einer der größten Händler für PC-Zubehör weltweit ist Logitech (SWX: LOGN) ein indirekter Player im Markt für herkömmliche PCs. PC-Keyboards und -Mäuse machten im letzten Quartal fast ein Viertel der Absätze von Logitech aus und verwandte Produkte wie Zeigegeräte, Lautsprecher, Gamingprodukte und Webcams erwirtschafteten über die Hälfte der Verkäufe.

Logitech hat auch andere Produkte wie tragbare Bluetooth-Lautsprecher, intelligente Fernbedienungen und Tablet-Accessoires. Doch seine Abhängigkeit vom herkömmlichen PC sollte nicht unterschätzt werden. Leider sind die Absatzzahlen herkömmlicher PCs weiterhin rückläufig: Das Marktforschungsunternehmen IDC geht für dieses Jahr von einem 7,3%-igen Rückgang bei PC-Verkäufen aus. Logitech ist profitabel, wirft eine gesunde Dividende ab und wird grob im Einklang mit dem breiteren Marktumfeld bewertet. Sollten die PC-Bestellungen allerdings weiter zurückgehen, könnte auch dieses Geschäft darunter leiden.

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