Wozu will Musk Tesla und SolarCity vereinigen?
SolarCity
Hauptseite Finanzen

Investoren sind weniger von dem Deal überzeugt — Tesla verlor 4 Mrd. Dollar an Wert seit der Bekanntgabe.

Elon Musk bezeichnete die angestrebte Hochzeit von Tesla Motors Inc. (NASDAQ: Tesla Motors [TSLA]) und SolarCity Corp. (NASDAQ: SCTY) als "Selbstläufer" und bekräftigte seine Ansicht, dass beide Unternehmen von seinem 2,80 Milliarden Dollar-Plan zu deren Zusammenführung profitieren würden.

Tesla-Investoren schienen sich dieser Sache nicht so sicher zu sein. Während Aktien von SolarCity im verlängerten Handelstag um 29 Prozent zulegten verloren die von Tesla stolze 14%.

Analysten von Oppenheimer und Co., darunter Colin Rusch, stuften Tesla in einem am Dienstagabend erschienenen Bericht von "perform" auf "outperform" herab und sagten, sie erwarteten einen "heftigen Aktionärsstreit um diese Übernahme, beruhend auf Fragen der Unternehmensführung". In dem Beitrag sagte Rusch:

"Wir glauben, dass Investoren diese Transaktion wahrscheinlich als Rettungsaktion für SCTY und Ablenkung von den eigenen Produktionsschwierigkeiten bei Tesla betrachten werden"

Analysten der Credit Suisse Group AG, darunter Patrick Jobin, schätzten in einem anderen Bericht, sie erwarteten "Widerstand der Tesla-Aktionäre" und warnten vor "vielen Herausforderungen auf Grundlage von Fragen der Unternehmensführung".

"Investoren erwarten von Tesla vollste Konzentration auf die Fertigstellung der Gigafactory und einem schnellen Produktionsstart für das Model 3 in 2018", sagte Salim Morsy, Analyst bei Bloomberg New Energy Finance. "Beide diese Ziele sind für Tesla von existenzieller Bedeutung. Eine Übernahme von SolarCity hilft nicht beim Erreichen dieser entscheidenden Meilensteine."

Musk - der Geschäftsführer von Tesla, Vorstandsmitglied beim Solarmodulhersteller SolarCity und größter Anteilseigner von beiden ist - zeigte sich betroffen: "Nach meiner persönlichen Meinung sollte das Ganze selbstverständlich über die Bühne gehen", so der Milliardär im Rahmen einer Bilanzkonferenz am Dienstag.

Tesla kündigte sein Angebot für SolarCity in einem Blogbeitrag an und argumentierte, eine Übernahme würde "das Bild vervollständigen". Der Vorstoß ereignet sich während Tesla sich auf die Produktion seines günstigeren Elektroautos Model 3 Ende nächsten Jahres vorbereitet und vor der Fertigstellung seiner Gigafactory zur Herstellung von Batterien östlich von Reno, Nevada, steht.

Sollte der Deal genehmigt werden, würde SolarCity ein Teil von Tesla werden. Mitglied der Familie ist es bereits: SolarCity-CEO Lyndon Rive sowie Mitbegründer und Technologiechef Peter Rive sind Cousins ersten Grades von Musk. Die Idee für SolarCity wurde bei einem Trip der Drei zum Burning Man-Kunstfestival in der Wüste von Nevada vor über einem Jahrzehnt geboren.

Laut Tesla würde eine Übernahme aller Anteile sich im Rahmen von 26,50 bis 28,50 Dollar je SolarCity-Aktie bewegen. Das würde im Optimalfall zu einem Wert von 35% des Aktienpreises bei Börsenschluss am Dienstag führen. Das durchschnittliche Preisziel unter von Blommberg befragten Analysten beläuft sich auf 29,82 Dollar.

Raum für den Deal

"Der Deal ist offensichtlich noch nicht in trockenen Tüchern, vielmehr handelt es sich aktuell ledglich um ein Angebot", so Pavel Molchanov, Analyst bei Raymond James. "Ich denke ein Deal ist möglich, aber wahrscheinlich auf höherem Niveau, vielleicht im 30er-Bereich."

Bei 100,2 Millionen im Umlauf befindlichen SolarCity-Aktien hat das Angebot einen Umfang von 2,86 Milliarden Dollar.

Nach Angaben von Musk würden er und Antonio Gracias - ein Mitglied in beiden Aufsichtsräten - sich bei einer Abstimmung über das Übernahmeangebot der Stimme enthalten. JB Straubel, CTO von Tesla, bekleidet ebenfalls eine Führungsposition bei SolarCity.

Tesla-Aktionäre würden sich vermutlich skeptisch gegenüber der Aussicht zeigen, noch mehr Schulden aufzuladen, indem man beide aktuell rote Zahlen schreibende Unternehmen zusammenführe, so Morsy, der BNEF-Analyst:

"Das Unternehmen hat gerade erst im Mai mit einer neuen Aktienausgabe 1,4 Milliarden Dollar eingesammelt um einen schnelleren Produktionsstart des Model 3 zu finanzieren. Es dürfte Investoren schwerfallen, über die Schulden in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar hinwegzusehen, die Tesla sich für SolarCity mit einem Unternehmenswert von 5,7 Milliarden Dollar in die Bücher schreibt."

Musk besitzt 22 Prozent von SolarCity und 21% von Tesla, dem jüngsten und kleinsten börsennotierten US-Autobauer. Beide Unternehmen arbeiten eng zusammen: SolarCity entschied sich für von Tesla produzierte Batterien um Stromspeicherkapazitäten von 13 Megawatt für einen Solarpark bereitzustellen, der auf der hawaiianischen Insel Kauai entstehen soll.

"Tesla-Kunden können saubere Autos fahren und unsere Batteriepakete nutzen, um zum effizienteren Energieverbrauch beizutragen, doch sie benötigen noch immer den Zugang zur nachhaltigsten verfügbaren Energiequelle: der Sonne", so Musk in dem Blogeintrag.

"Die meisten unserer Kunden interessieren sich für Solarenergie", sagte er in der Telefonkonferenz: "Doch nur ein kleiner Teil von ihnen hat sie tatsächlich."

Хотите узнать больше о гражданстве за инвестиции? Оставьте свой адрес, и мы пришлем вам подробный гайд

Bitte beschreiben Sie den Fehler
Schließen
Schließen
Vielen Dank für ihre Anmeldung
Klicken Sie 'gefällt mir' auf Facebook, so dass wir interessante Artikel kostenlos weiter machen können.