China verpasste linken Hacken seiner Selbstachtung
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MSCI hat die Aufnahme von chinesischen A-Aktien in sein Index aufgeschoben - China ist darüber gar nicht glücklich.

Der chinesischen Regierung war es wirklich wichtig, dass ihr Aktienmarkt – der Markt mit A-Anteilen – in einen sehr besonderen Club aufgenommen wird (also eigentlich einem Index) und sie ist davon ausgegangen, dass das am Donnerstag passieren würde.

In der Tat waren die normalerweise ruhigen Behörden so aufgeregt, dass sie direkt mitteilten, dass die Aufnahmevon China eine „historische Gewissheit“ sei.

Aber das ist nicht das, was eingetroffen ist und es ist zu erwarten, dass die Regierung wütend sein wird und vermutlich auch, dass die Staatsmedien das anprangern werden.

China war dabei, einem sehr besonderen Club beizutreten, dem MSCI Emerging Markets Index. Es beinhaltet einen Aktienkorb aus Wachstumsmärkten mit Börsen, die als stabil genug angesehen werden für Investoren auf der ganzen Welt. Investoren tun Geld in die Fonds, die dem Index folgen, was bedeutet, dass die Aufnahme dazu beitragen kann, die Nachfrage nach Aktien zu unterstützen.

So wird also klar, weshalb die Aufnahme eine Sache des Respekts China gegenüber wäre – oder, wie China-Beobachter es ausdrücken würden, eine Sache des „Gesichts“. Und es wird klar, weshalb eine verspätete Aufnahme einen Schlag ins Gesicht darstellt.

Remy Briand, globaler Forschungsleiter bei MSCI, sagte, dass China bedeutende Schritte gemacht hätte, um „die verbleibenden Zugänglichkeitsprobleme anzugehen“, aber Investoren, die von MSCI befragt wurden, waren eindeutig nicht der Meinung, dass die chinesische Regierung genug gemacht habe. Er fügte auch hinzu:

“Um den Standardpraktiken zu entsprechen, wird MSCI die Einführung von gerade bekannt gegebenen Richtlinienänderungen verfolgen und Feedback von den Marktteilnehmern einholen.“

China wird 2017 nochmal die Chance bekommen einzutreten.

Warum eigentlich nicht?

Das Fazit nach all dem Hokuspokus bezüglich “Richtlinienänderung in der Kapitalmobilität“ und „Handelsaussetzungsrichtlinien“ ist folgendes.

Erstens gehen Investoren nicht davon aus, dass Chinas A-Marktanteile stabil genug sind. Zweitens wissen sie nicht, ob sie ihr Geld rein und, noch wichtiger, schnell wieder raus bekommen.

Ein Teil davon ist wahrscheinlich aufgrund dessen, was letzten Sommer und dann nochmal im Februar passiert ist. In beiden Fällen veranlasste eine sich verschlechternde chinesische Wirtschaft drei separate mehrtägige Todestropfen auf den Börsen in Shanghai und Shenzhen.

China versucht eine schwierige Umstellung von einer investitionsbasierenden Wirtschaft zu einer basierend auf dem Inlandsverbrauch. Das bedeutet, dass alte Unternehmen in rückgängigen Industrien – wie Stahl und Kohle – sich verkleinern (oder sterben) und neue im Dienstleistungsbereich (wie Technik oder Finanzen) steigen müssen.

Das Problem besteht darin, dass diese alten chinesischen Unternehmen tonnenweise Schulden haben und eine Menge Menschen beschäftigen, außerdem sind sie viele z.T. staatlich und die Regierung hat Probleme damit, sie zurückzuschrauben.

Die Wirtschaft verlangsamt sich weitaus drastischer als Analytiker dachten und der staatliche Stimulus macht weniger, um den Schmerz dieses Rückgangs zu lindern.

China liebt Clubs

Also es wird deutlich, weshalb Investoren ein wenig beunruhigt sind über die Unternehmen, die die chinesische Börse ausmachen.

Nach zwei Abstürzen letzten Sommer nannte der CEO von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, den chinesischen Umgang mit der Situation „plump“:

„Sie haben nicht viel Erfahrung in diesem Marktzeug.“

Ein weiterer Grund, weshalb sie besorgt sein könnten, liegt darin, dass die chinesische Regierung sich gerade erst wieder aufgerappelt hat nach dem letzten Aufruhr.

Den Investoren, von denen die Regierung verlangt hat, dass sie gehen, wird jetzt langsam wieder gut zugeredet. Das riesige chinesische Rentensystem hat Ende März wieder zu kaufen begonnen und die Maklergebühren haben wieder angefangen, Investoren Zinsspannen zu bieten. Aber die Regeln, die China eingesetzt hat, um die globalen Investoren zufriedenzustellen, sind bisher ungetestet.

Zum Vergleich: Pakistan – welches nicht die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft ist – wurde dieses Mal in den MSCI aufgenommen und China nicht.

Und so wird China warten, aber wahrscheinlich auf sehr wütende Art und Weise.

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