Wie sichert man sich gegen Trumps Präsidentschaft ab?
Lucy Nicholson/Reuters
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Eine Frage, die sich Wall Street Händler zunehmend stellen.

Citigroup Inc. und Barclays Plcbehaupten, sie hätten zumindest einen Teil der Antwort herausgefunden: In Kurzform, den mexikanischen Peso. Aufgrund einer Vielzahl von Gründen würde die Währung im November nach einem Trump-Sieg schnell fallen und fallen, sagen die Analysten der Banken.

Die Konfiszierung von Auslands-Überweisungen, um für eine Mauer an der US-Südgrenze zu bezahlen. Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens und die Intensivierung von Abschiebungen. Die Vorschläge des republikanischen Kandidaten würden die Wirtschaft Mexikos schwer treffen und den stetigen Fluss von Geld in das Land stoppen, der den Wert des Pesos stützt.

Auch Trumps politische Flirts, die ganz unabhängig von Mexiko sind - wie zum Beispiel die Umstrukturierung von US-Schulden bei Bedarf und die erneute Prüfung des Handels mit China - würden dem Peso schaden. Dies liegt an den engen Beziehungen der lateinamerikanischen Nation zu ihrem nördlichen Nachbarn und an der Art und Weise, in der Händler die Währung als Stellvertreter für das globale Risiko sehen.

„Die einzige sichere Wahrheit ist, dass der mexikanische Peso schwächer werden wird, wenn Trump gewinnt”, sagte Dirk Willer, Stratege bei der Citigroup in New York.

Bereits fünf Monate bevor die Amerikaner an die Urnen gehen, gibt es aufkommende Anzeichen dafür, dass Trumps Aufstieg bereits den Peso beeinflusst. Seit Ted Cruz Anfang Mai aus dem Rennen ausgestiegen ist und somit Trump einvirtuelles Vorrecht auf die Nominierung der Republikanischen Partei verschafft hat, ist der Peso die am schlechtesten laufende Währung aller Wachstumsmärkte.

Die Erwartungen auf Schwankungen des Pesos, gemessen von einem Messgerät namens impliziter Volatilität, haben stark zugenommen. Dagegen setzen große Spekulanten ihre Einsätze auf einen weiteren Rückgang in dem Zukunftsmarkt.

Zugegeben, es gibt eine Litanei von anderen Gründen für den Einbruch des Peso um etwa 3% auf ein Rekordtief - alles von der Sorge darüber, wie steigende US-Zinsen Geld aus Mexiko abziehen könnten bis zu finanziellen Kämpfen des staatlichen Ölriesen. Aber viele Beobachter des Pesos sehen zumindest einen kleinen Teil der 8,7% Wertverlust in den letzten sechs Wochen in Verbindung mit Trumps Aufstieg.

Auch wenn Trump die Verfolgung dieser politischen Ideen nicht betreiben würde, sobald er gewählt ist, würde der Peso dennoch anfällig bleiben, bis Trump seine Absichten klar gemacht hat. Andres Jaime, ein Devisenstratege bei Barclays in New York denkt, dass Peso „ein gutes Sicherungsgeschäft” wäre, denn:

„Wenn man seiner Rhetorik zuhört, kann man sicher sagen, dass Mexiko das wahrscheinlich erste betroffene Land wäre”

Es gibt natürlich auch Investoren, die gegen eine Präsidentschaft Hillary Clintons Sicherungsgeschäfte abschließen – etwa mit Wetten gegen Pharma- und Bankaktien. Aber weil Clinton viele der politischen Ziele des Präsidenten Barack Obama, einem Demokraten, teilt und weil Trump ein solch unkonventioneller Außenseiter ist, war ein großer Teil der Aufmerksamkeit bisher auf ihn gerichtet.

Trump gegen Clinton

JPMorgan Chase & Co. veröffentlichte im letzten Monat eine Notiz, die detailliert die mexikanischen Unternehmen auflistete, die von der heraufgesetzten Abschiebungsquote von Einwanderern ohne Papiere betroffen wären. Diese Politik würde das US-Wirtschaftswachstum dämpfen und Unternehmen treffen, die von der US-Nachfrage abhängig sind, darunter den Tortilla-Hersteller Gruma SAB (BMV: GRUMAB) und Auto-Teile-Hersteller Nemak SAB (BMV: NEMAKA). Mexiko sendet etwa drei Viertel seiner Exporte in die USA, einschließlich Autos, Kühlschränke, Öl und Textilien.

Es gibt Anzeichen dafür, dass die mexikanischen Behörden sich ebenso für den Trump-Effekt wappnen. Im vergangenen Monat steigerte die Regierung unerwartet ihre Kreditlinie mit dem Internationalen Währungsfond auf ​​88 Milliarden Dollar.

Während das Finanzministerium sagte, die Entscheidung wäre an externe Risiken wie eine Verlangsamung in der Weltwirtschaft gebunden gewesen, spekulieren Analysten der Grupo Financiero Banorte, dass die Entscheidung zum Teil entwickelt wurde, um den Problemen zu widerstehen, die einem Trump-Sieg folgen könnten. Guillermo Ortiz, der als Gouverneur der Zentralbank und Finanzminister gedient hat und heute Mexikos Vorsitzender der BTG Pactual Group ist, kommentiert:

„Die Sorge ist da. Die Frage, wie sich eine Präsidentschaft Trumps auf Mexiko auswirken würde, ist in den Köpfen aller."

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