Keine Ruhepause für Öl ETFs
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Nichts ist umsonst auf dem Markt für Rohstoff-Futures

Angenommen man hatte einen genialen Einfall, als das Rohöl an der West Texas Intermediate am 11. Februar auf 26 Dollar je Barrel fiel und nahm an, dass es nicht viel tiefer sinken konnte. Da man kein milliardenschweres Rohstoff-Handelshaus im Rücken hat, entschied man sich für den einzig möglichen Weg und investierte in einen börsennotierten Rohölfonds.

Gute Arbeit, sollte man meinen. Rohöl hat seitdem um 90% zugelegt. Für einen selbst ist das allerdings gar nicht so gut – ETF-Gewinne liegen nur bei ungefähr der Hälfte dessen.

Der Teufel steckt hier im Detail. ETFs folgen in der Regel nicht dem jeweiligen Handelspreis des Rohstoffes, sondern den gesamten Gewinnen des Terminkontrakts. Und das ist ein komplett anderer Topf fossiler Brennstoffe.

Man stelle sich eine simple Investitionsstrategie für Nymex WTI-Termingeschäfte vor. Man geht ein Termingeschäft zum Verkauf von 1.000 Barrel Rohöl im nächsten Monat ein und wartet bis kurz vor dem Liefertermin, bevor man zur Erfüllung des Vertrags Rohöl am Spotmarkt kauft. Dann setzt man den Handelsgewinn ein, um im nächsten Monat dasselbe zu tun, genau wie im Folgemonat.

Wenn man annimmt, dass diese Strategie am besten funktioniert, wenn die Märkte auf steigende Ölpreise spekulieren, liegt man komplett falsch. Im ersten Monat macht man einen winzigen Gewinn vom steigenden Rohölpreis,doch dann muss man diese Gewinne wieder zur Reinvestition mit dem neuen, höheren Vertragspreis einsetzen. Schon bald übersteigen die Kosten des Einstiegs in den neuen Vertrag alle denkbaren Profite, die man mit dem steigenden Preis erzielen könnte:

Infolgedessen geht es den Händlern in der Regel besser, wenn die Kurven der Termingeschäfte sich im Abwärtstrend befinden – wobei längerfristige Verträge günstiger sind als kurzfristige – als wenn das Gegenteil der Fall ist, bekannt als Contango.

Diese Dynamik macht den Öl-ETFs aktuell das Leben schwer. Theoretisch folgt ein Fonds wie U.S. Öl, welcher Stand 31. März einen Nettowert von 3,58 Milliarden Dollar umfasste, den Bewegungen des WTI-Rohöls. Tatsächlich handeln dessen Manager am Terminmarkt genau wie alle Anderen, und da der Contango bei kurzfristigen Verträgen steiler geworden ist, wird es zunehmend schwerer der Performance von Rohöl an den Spotmärkten zu folgen.

Es gibt Möglichkeiten, dieses Problem zu beschränken. Die kleine Schwester von U.S. Öl ETF, der US-amerikanische 12-Monats-Ölfonds versucht das vom Contango ausgehende Risiko zu streuen, indem sie ihre Spekulationen auf die 12 Monate der Terminkurve verteilt. Ein Blick auf die Performance seit Einführung des U.S.-12-Monats-Ölfonds 2007 zeigt, dass es sich hier um eine bessere Strategie als die von U.S. Öl verfolgte handelt, wobei sie nach wie vor hinter der Performance des zugrundliegenden Rohstoffes zurückbleibt.

Leider sind die mit fortlaufenden Termingeschäften zu erzielenden Profite das Beste, was man herausholen kann – es sei denn, man hat eine magischen kostenlosen Ölspeicher zur Hand. In den Rohstoffmärkten bekommt man nichts geschenkt.

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