Können Anleger sicher durch das restliche Jahr navigieren?
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Bis in das zweite Quartal hinein haben sich die Märkte nach einer sehr engen Eröffnung des Jahres erholt, aber die Stimmung bleibt durch das Fehlen eines starken Investitionsfalls in Frage gestellt.

Mit dem Beginn des Monats Juni erwartet die Märkte ein kritischer Monat mit Brexit Referendum und einer Federal Reserve Sitzung. Dahingehend bat die FT Marktkommentatoren einzuschätzen, wie der Rest des Jahres verlaufen wird.

Welche Ereignisse oder Daten werden die Märkte für den Rest des Jahres 2016 prägen?

Brexit und Federal Reserve Treffen spielen eine herausragende Rolle, während China im Hintergrund lauert.

"Die Frage ist, ob die Fed Überschreitungen erzielt", sagt James Bateman, Leiter des Portfoliomanagements bei Fidelity. "Es besteht die Gefahr, dass die Fed zwischen dem gefangen werden kann, was für die Wirtschaft richtig ist und was richtig für die Märkte ist. Und wahrscheinlich knickt sie ein, um letzteren zu gefallen."

John Bilton von JPMorgan Asset Management ist optimistisch, was das globale Wachstum angeht und glaubt, dass dies der Dollar-Konsolidierung helfen wird und die Risikobereitschaft anspornen wird. Aber UK Investoren "finden es schwierig, sich auf etwas abseits desBrexit Risikos zu fokussieren".

Kommentatoren machen sich auch Sorgen über China in einer Vielzahl von Bereichen - von einem wachsenden Schuldenproblem und der Umstrukturierung der staatlichen Unternehmen bis hin zu Wachstumsdaten und deren Kapitalbilanz.

China hat ein erschreckendes neues Problem

Welche Anlageklassen fühlen sich am meisten und am wenigsten attraktiv an?

Attraktive Anlagemöglichkeiten? Es gibt keine, sagt Larry Hatheway von GAM: "Die Wahl, die Anleger treffen müssen ist das am wenigsten unattraktive Angebot."

Alain Bokobza, Leiter der globalen Asset Allocation bei der Société Générale, favorisiert inflationsgeschützte Anleihen, während Mislav Matejka von JP Morgan "Hard Assets" - wie Gold und Immobilien – vorzieht, weil sich die Politik von monetären zu fiskalischen Impulsen wenden wird.

Aktien könnten nicht mehr weiter günstig sein, sagt Herr Bilton, aber sie sind immer noch eine attraktive Alternative zu Anleihen. Herr Bateman ist überzeugt, dass der Brexit nicht passieren wird, und erwartet für britische Aktien eine Aufholjagd.

Aber für Herrn Matejka "sind Aktien am wenigsten attraktiv, da das Potential des Zyklus zu Ende ist".

Welche drei Vermögenswerte würden Sie halten?

Kaufen Sie alle G10-Währung gegenüber dem Dollar, rät Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "Ich finde es schwer zu glauben, dass der Trend, den wir in den ersten Monaten des Jahres 2016 gesehen haben, vorbei ist", sagt er. Gold bekommt eine gute Folgebewertung, auch Öl wird einigermaßen begünstigt, und es gibt ein wenig Unterstützung für die EM Vermögenswerte.

Immobilien, Kredite und Gold sind die Empfehlungen von Herrn Matejka, während Herr Monson sich für renditestarke globale Aktien, globale Bank-Aktien und eine Auswahl an EM Aktien entscheidet. "Internationale Investoren müssen geduldig bleiben, aber die Bewertungen im Vergleich zu den entwickelten Märkten bieten die niedrigsten Rabatte des Jahrzehnts", sagt er.

Welches Geschäft hätten Sie in diesem Jahr gerne empfohlen?

Die Schwankungen der Marktstimmung in diesem Jahr bedeuten, dass es viele profitable Überraschungen zur Auswahl gibt: long Yen, long EM, short US-Dollar, long Öl.

"In diesem Jahr hat sich alles um das Momentum und die Aufholjagd der Umkehr-Dynamik gedreht, im Zusammenhang mit jeglichen Schwellenländern oder dem Dollar", sagt Richard Turnill, Global Chief Investment-Stratege bei Blackrock.

Anthony Karydakis, Chef-Wirtschaftsstratege bei Miller Tabak, sagt: "Der sehr kontraintuitive Anstieg des Yen in Reaktion auf den Vorstoß der BoJ mit negativen Raten Ende Januar gewinnt wohl die Wahl zur größten verpassten Trading-Gelegenheit für viele Menschen in diesem Jahr."

Welche Handels-Empfehlung hätten Sie lieber nicht gemacht (und könnte diese doch noch positiv enden)?

Europäische Aktien wurden zu Beginn des Jahres durch Hoffnungen auf eine abweichende Geldpolitik begünstigt, aber frühe Investitionen in den Euro Stoxx 600 sind um mehr als 4 Prozent im laufenden Jahr 2016 gefallen.

Der europäische Banken-Sektor verlor fast 16 Prozent in diesem Jahr und damit steht er mehr als ein Drittel niedriger als zu seinem Hoch im Jahr 2015.

Jeremy Hale, Global-Macro-Stratege bei Citi, empfahl den Kauf europäischer Bankaktien nach den Ankündigungen im März, aber jetzt sagt er, dass "es ein Fehler war. Sie sehen billig aus, aber könnten billig bleiben."

Herr Monson allerdings steht hinter seinem globalen Banken Subsektor – kapitalreiche, dividendenstarke Banken mit begrenzter EM, Südeuropa und Investment-Banking-Exposition –werden wachsende Dividenden und Kursgewinne aus der heutigen "sehr niedrigen Bewertungen" heraus erzeugen und als "Hedge" gegen steigende Zinsen wirken.

Australische Anleihen wurden von der Reserve Bank of Australia und deren Zinssenkungen unterstützt, sagt Matthias Scheiber, Multi-Asset-Fonds-Manager bei Schroders, "aber es bleibt ein flüchtiger Handel voller Unsicherheit, getrieben durch die unsichere chinesische Markterholung".

Herr Bilton mag auch die Aussie-Anleihen, da deren "Bewertungen auf Kredit-Assets einen attraktiveren Einstiegspunkt als Aktien bieten", und sie sind eine der wenigen Staatsanleihen mit relativ hohen Renditen.

Es ist Mai 2017 und die Fed hat die Preise noch nicht wieder erhöht - was sind die Chancen, und was wäre jetzt Ihre Anlagestrategie?

Während die meisten in diesem Jahr eine Erhöhung prognostiziert haben, sagt Herr Hale die do-nothing Option sei "eine reale Möglichkeit".

Um dieses Szenario zu glauben, muss man "auf die wirtschaftliche Katastrophe zählen", sagt Herr Bateman und empfiehlt deswegen Gold, Öl und inflationsindexierte Anleihen. Ebenso würde Herr Matejka Investitionen auf den freien Cashflow konzentrieren, genauso wie auf Rückkäufe und Ertrag, und fügte hinzu, dass "Immobilien und Versorger die Gewinner in diesem Szenario sein sollten".

Wenn in diesem Szenario jedoch keine Rezession vorkommt, würde das den Dollar schwächen und "dies würde für Rohstoffe und die meisten Schwellenländer äußerst positiv sein", sagt Herr Bokobza. Herr Turnill stimmt zu, dass eine Situation mit der Fed im Abseits und in dem das globale Wachstum "anhält, sich aber schwach entwickelt" für die Schwellenmärkte und Rohstoffe extrem positiv sein würde.

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