Es heißt H-U-A-W-E-I
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Die Katze im Sack entwickelte sich zu einem der weltweit größten Hersteller von Kommunikationselektronik.

Als Investoren, Medienvertreter und Analysten im Januar 2013 alle zur jährlichen Consumer Electronics Show in Las Vegas strömten, waren hochauflösende und smarte TV-Geräte das Stadtgespräch. Die größten Säle waren für Sony (NYSE: Sony Corp Ord [SNE]), Samsung (KSE: 005930) und Ihresgleichen reserviert, wo viele Besucher Probleme hatten einen Sitzplatz zu finden.

Vor einem bedeutend kleineren Saal im Mandalay Bay Resort hatten die Besucher Probleme den Namen der Firma auszusprechen, für deren Präsentation sie sich anstellten. Heißt es “Hu-wa” oder “Hu-a-way”? Oder vielleicht “Wa-way”?

Die Firma heißt Huawei – ausgesprochen “Hwa-way” und sie entwickelte sich zu einem der weltweit größten Hersteller von Kommunikationselektronik.

Damals als die Leute noch Probleme mit der Aussprache des Firmennamens hatten und der Chef der Consumer Devices-Abteilung Wassergläser über Telefonen ausleerte um deren Robustheit zu zeigen, stand Huawei im globalen Smartphone-Markt auf Platz 6. Im lukrativeren Equipment-Geschäft lag Huawei bei Schaltern an fünfter und bei Routern an sechster Stelle – hinter Firmen wie Juniper (NYSE: Juniper Networks [JNPR]) und Alcatel-Lucent (XPAR: ALU).

Heute steht Huawei in allen drei Geschäftsbereichen weltweit auf dem dritten Platz und verkündete einen Profitzuwachs von 33 % für das Jahr 2015. Der Nettogewinn von 5,7 Milliarden Dollar im letzten Jahr platziert das Unternehmen aus Shenzen hinter nur sieben US-amerikanische und eine taiwanesische Technologie-Firma.

Im Gegensatz zu den meisten seiner Konkurrenten wird Huawei nicht öffentlich gehandelt. Daher hat das vom ehemaligen Ingenieur der chinesischen Armee Ren Zhengfei gegründete Unternehmen auch keine Verpflichtungen, seine finanzielle Bilanz zu veröffentlichen oder sich gegenüber der Investoren-Community zu öffnen. Es tut das trotzdem. Am letzten Montag startete Huawei seine 13. Jahreshauptversammlung in Anwesenheit von hunderten Reportern, Analysten und Investoren.

Trotz seiner Größe und relative Offenheit bekommt Huawei weniger Aufmerksamkeit durch die Medien oder die Industrie als Firmen von vergleichbarer Größe. Das liegt vielleicht daran dass sein Smartphone-Geschäft in den USA stark zu kämpfen hat und sogar immer noch hinter dem chinesischen Rivalen ZTE (HKSE: 0763) liegt. Zum Equipment-Bereich bemerkt der Intelligence-Analyst von Bloomberg, John Butler, dass Huawei “größtenteils vom US-Markt ausgeschlossen wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken hinsichtlich seiner Kommunikationstechnik.”

Das Unternehmen taucht kaum in den Topergebnissen der Nachrichten- oder Industrie-Webseiten auf. Wenn die Leute an Smartphones denken, ist die Firma nicht das was ihnen als erstes in den Sinn kommt. Wenn sie an Equipment denken gehen ihnen Cisco (NASDAQ: Cisco Systems [CSCO]), Ericsson (NASDAQ: Ericsson [ERIC]) oder Alcatel-Lucent eher über die Lippen.

Die Rolle des stillen Gewinners passt gut zu Huawei. Während die Investment-Welt gespannt war auf einen Start-up-Smartphone-Hersteller im Wert von 45 Milliarden Dollar (Xiaomi), war dessen lokaler Konkurrent damit beschäftigt 70 % mehr Smartphones zu einem 40 % höheren Preis zu verkaufen, indem er in Asien außerhalb von China expandierte.

Inzwischen hat Huawei seinen Smartphone-Anteil in den letzten 5 Jahren im Markt des Mittleren Ostens und Afrikas – der nach Liefermengen größer ist als der in den USA – verdoppelt. Und das nur um Haaresbreit ohne Apple (NASDAQ: Apple [AAPL]) vom dritten Platz zu stoßen. Außerdem bietet es verstärkt auf Verträge mit Netzbetreibern in Märkten von Asien bis Afrika.

Dieses Wachstum sieht nicht so aus als ob es verschwinden wird. Während die Geschäftsführer von börsennotierten Unternehmen sich um Kostenkontrolle sorgen müssen um die Gesamtbilanz nach oben zu treiben, hatte Huawei im vergangenen Jahr derartige Sorgen nicht, da es 15 % seines Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgab. Im Gegensatz dazu investierte Cisco dafür weniger als 14 % in den vergangenen sechs Jahren. Huaweis Umsatz war im letzten Jahr mit 61,3 Milliarden Dollar ebenfalls höher als Ciscos 49,2 Milliarden Dollar für das Finanzjahr 2015.

Die Wachstumsmärkte sind heute die Triebkraft hinter dem Zuwachs der globalen Industrie. Da Investoren Huawei nicht kaufen können sollten sie seinem Einfluss auf seine Mitbewerber von Cisco bis Samsung wachsende Aufmerksamkeit schenken. Und lernen, wie man den Firmennamen ausspricht.

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