Google es nicht, Trader!
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Woher nimmt man am besten die Tradinginformationen?

Das von Google beherrschte Internet macht viel Lärm um nichts, doch es scheint, als wisse nur die Twitter-Gemeinschaft, wovon sie redet.

Das ist das Ergebnis zweier neuer Investmentstudien, die die Nützlichkeit von Twitter und Google für Handelsstrategien untersuchten.

Die erste Studie von MIT zeigte, dass Auswertungen der Stimmung von Tweets am Tage des Federal Open Market Committees Daten ergab, die für Handel rentabel sein können.

Eine norwegische Studie, die Daten von Google Trends nutzte, prophezeite allerdings niedrige Erträge in der folgenden Woche, was früheren Beiträgen wiedersprach.

Derart simpel ist es natürlich nicht, doch zeigen die Studien im Zuge des neuen Hypes, anhand von Internet und Social Media Daten zu investieren, dass Twitter im Gegensatz zur Massen-Reichweite von Google eher als Plattform für Insider zu gelten scheint. Ironischerweise hingen Twitter Aktien lange Zeit hinterher, aufgrund von Befürchtungen, sie würden nicht über ihren Kreis der starken Verfechter hinauswachsen können. Im Gegensatz dazu sind Alphabet Aktien, die online sehr gut eingebettet sind, im vergangenen Jahr um 38% gestiegen im Gegensatz zu einem Verlust von 67% für Twitter.

Es scheint, als würde Twitter gute Prognosen über die Stimmung des für den Markt wichtigsten Ereignisses geben: Der Zinsentscheidungen der Federal Reserve.

Die MIT Studie betrachtete Tweets über die Federal Reserve aus den Jahren 2007 bis 2014, miss die Stimmung verglich die Reichweite der tweetenden Personen. Die Autoren Andrew Lo, Professor am MIT sowie Pablo Azar, der am MIT promoviert schreiben:

“Wir haben Tweets zur Federal Reserve ausgewertet und gezeigt, dass der Inhalt zur Vorhersage zukünftiger Erträge genutzt werden könnte, sogar für gemeinsame Vorteile Preisgestaltungsfaktoren.”

Des Weiteren fanden sie heraus, “dass eine auf Tweets basierende Strategie zur Vermögensallokation diverse Maßstäbe übertrifft, wie etwa Strategien, die auf Marktindexe setzen oder vergleichbare Strategien zur Vermögensallokation, die auf Twitter Informationen verzichten.”

An den Tagen des Federal Open Market Committees zeigte sich, dass eine Standardabweichung der Stimmung von Tweets nach oben Erträge von 0,62% zuließ, was ein erheblicher Überschuss in kürzester Zeit ist.

Huhn, Ei und QE

Zwischen 2010 und 2014 konnte eine simple Strategie, die auf den Kauf von Aktien einen Tag vor den FOMC Entscheidungen setzte, im Vergleich zum historischen Regelfall kaum Gewinne erzielen, im Gegensatz zu der von Twitter unterstützten Strategie. Dies legt nah, dass die Ergebnisse nicht bloß ein Resultat der bekannten Tendenz steigender Aktien kurz vor dem FOMC sind.

Dennoch gibt es einige weitere Einsprüche dagegen, die weitere Untersuchungen verlangen. Twitter, die US-Notenbank und die Finanzmärkte befanden sich von 2007 bis 2014 in ungewöhnlichen oder Situationen. Die Preise stiegen grundsätzlich und wurden von einer vollkommen beispiellosen Geldpolitik unterstützt.

Zur gleichen Zeit etablierte sich Twitter und wurde für viele Teilnehmer des Marktes zu einem Schlüsselelement der Beobachtungen des Marktes am Tag des FOMC. Während Twitters Aktionäre lediglich an einem Zuwachs von Usern interessiert sein könnten, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass die von Tweets abgeleiteten Daten mit der Zeit weniger nützlich werden, wenn man doch zu den Bildern von Kätzchen wechselt.

Eine im Jahr 2015 veröffentlichte Studie der Johns Hopkins Universität nutzte Twitter zur Erstellung von Vorhersagen von Unternehmensgewinnen.

Frühere Studien zum Suchvolumen von Google zeigten, dass ein erhöhtes Interesse zu positiven Erträgen innerhalb von ein oder zwei Wochen führte. Dies konnte von Akademikern der norwegischen Universität der Wissenschaft und Technologie in Trondheim allerdings nicht bestätigt werden. Sie untersuchten Daten des Suchvolumens von Google aus den Jahren 2008 bis 2013 und verglichen Suchanfragen mit Erträgen spezifischer Aktien.

Aus der Händlerperspektive betrachtet, fanden die Ergebnisse den schlimmstmöglichen Ausgang. Ein wachsendes Suchinteresse in Unternehmen führte zu negativen Erträgen in den folgenden Tagen. Traurigerweise war der Effekt zu gering, so dass es den Widerstand von Transaktionskosten als Handelsstrategie nicht überwinden konnte.

Aber, wie mit allen Studien dieser Art, ist es schwierig zu sagen, was daraus geschlossen werden kann.

Als Queerdenker könnte man argumentieren, dass die Unternehmen lediglich nach kurzweilig gut im Kurs liegenden Aktien suchen. Andererseits könnte es sein, so wie es der Autor herausstellt, dass der Markt immer schneller und besser darin wird, Daten von Suchergebnissen aus dem Internet auf Marktpreise zu beziehen. Gewiss gibt es einige mit Algorithmen arbeitende Händler, die genau das versuchen.

Für jetzt allerdings scheint die Lehre zu sein: Nutze Twitter für die Infos und Google, um Läden in deiner Nähe zu finden.

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