Starbucks: gute Entscheidung
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Darum ist Starbucks eine der besten Gastro-Aktien, die man gerade kaufen kann.

Theoretisch reißt die Nachfrage im Gastronomie-Geschäft niemals ab: Wir alle müssen essen. Doch im Lauf des vergangenen Jahres sind viele Restaurant-Aktien derart abgestürzt, dass nervenschwachen Investoren der Appetit vergangen ist.

Sorgen wegen der Konjunkturschwäche Chinas haben Yum Brands (NYSE: Yum! Brands [YUM]) – Muttergesellschaft von KFC und Pizza Hut – schwer zugesetzt, weshalb diese plant ihr China-Geschäft abzuspalten um Ansteckungsgefahren zu vermeiden.

Chipotle Mexican Grill (NYSE: Chipotle Mexican Grill [CMG]) hatte aufgrund mehrerer E. Coli- und Norovirus-Ausbrüche mit schlechter Publicity zu kämpfen, woraufhin der Kurs um 33% einbrach. Und Aktien von Shake Shack (NYSE: Shake Shack [SHAK]) sind nach einem Absturz von über 90 $ auf unter 35 $ auf den Boden der Tatsachen geholt wurden, als den Investoren klar wurde, dass das Wachstum der kleinen Burger-Kette die astronomischen Bewertungen nicht rechtfertigen konnte.

Das kombiniert mit unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und branchenweitem Druck, die Bezahlung von Fast-Food-Angestellten anzuheben ergab einen Eintopf, der für Investoren zunehmend unappetitlich wirkte – weshalb Restaurant-Aktien zu den größten Verlierern der diesjährigen Marktschwäche gehören. Laut Nicole Miller, Managing Director und Senior Restaurant Analyst bei Piper Jaffray, werden die 25 von ihr beobachteten Namen durchschnittlich bei 10-fachem Ebitda (Gewinne vor Zinsen, Steuern, Entwertung und Amortisierung) gehandelt. Über die letzten Jahre bewegten diese sich zwischen 12- und 15-fachem Ebitda.

Für manche Investoren weisen diese fallenden Bewertungen auf eine Überreaktion hin – eine die laut Miller viele Aktienwerte „ziemlich attraktiv und sehr anlagefähig“ gemacht habe. Die Bullen glauben daran, dass US-amerikanische Konsumenten gesund und hungrig genug bleiben werden, um die Umsätze von Restaurants weiter steigen zu lassen – vor allem bei einer Arbeitslosigkeit unter 5% und günstigem Benzin, das mehr Geld in deren Taschen lässt.

Während billigeres Benzin in vielen Konsumsektoren nicht zu wachsenden Ausgaben geführt hat, bildeten Restaurants eine Ausnahme. Die Gesamtverkäufe für das Jahr 2015 legten um 3% auf über 700 Milliarden Dollar zu, und das Marktforschungsunternehmen NPD Group schätzt, dass die US-Amerikaner 2016 über 61,8 Milliarden Besuche in Restaurants und Gastronomiebetrieben machen werden – was der höchste Wert seit der Zeit im Vorfeld der Großen Rezession wäre.

Zugegebenermaßen stehen diese Zahlen nicht für explosives Wachstum. „Es ist immer noch ein schwieriges Umfeld mit harten Kämpfen um Marktanteile“, meint Bonnie Riggs, Restaurant Industry Analyst bei NPD.

„Doch in der Branche gibt es einige echte Gewinner.“ Zu den beherrschenden Trends gehören laut Riggs: alles scharf Gewürzte (z.B. Sriracha, Ghost Peppers und Jalapeños); morgendliche Mahlzeiten, wie z.B. die ganztägigen Frühstücke von McDonald’s; und gesündere Menüs als Abwechslung zum Pizza-und-Cola-Einheitsbrei.

Mit Blick auf das hochgradig wettbewerbsorientierte Umfeld zeigen sich Analysten und Anleger wählerisch. Brian Vaccaro, Senior Restaurant Analyst bei Raymond James, sagt, dass obwohl vieler der von ihm beobachteten Werte sich „nicht-fragen-sondern-kaufen“-Niveaus annäherten, seine Lieblingsaktien sogar noch günstiger als der Durchschnitt seien. (Und auch ihre Geschäftstätigkeit fast ausschließlich auf die USA beschränken.)

Einer von Vaccaros Top-Picks: Red Robin Gourmet Burger (NASDAQ: RRGB). Ein Sitzplatz-Restaurant nach Art von Applebee's mit 500 Standorten, wird es laut Vaccaro aktuell bei lediglich 7-fachem Ebitda gehandelt. Doch das aus Colorado stammende Red Robin hat in den letzten Jahren Marktanteile hinzugewonnen und Vaccaro glaubt, dass es in Bereichen wie to-go-Bestellungen und Alkoholverkäufen – Bereiche, in denen es seinen Wettbewerbern aktuell noch hinter hinkt - noch viel Wachstumspotenzial hat.

Vaccaro ist außerdem einem Namen zugetan, der noch ziemlich unter dem Radar fliegt: die in Dallas ansässige Fiesta Restaurant Group (NASDAQ: FRGI), Betreiber der Ketten Pollo Tropical (ein Lieferant für karibische Cuisine) und Taco Cabana, welche es zusammen auf knapp 400 Filialen bringen. Mit einem derzeitigen Aktienkurs von 32 $, nicht weit entfernt vom 52-Wochen-Tief, betrachtet Vaccaro Fiesta als „unterbewertet und unterschätzt“. Er geht davon aus, dass gesteigerte Werbeausgaben und beliebte neue Angebote der Aktie einen Höhenflug bescheren könnten.

Miller von Piper Jaffray bevorzugt derweil einen vertrauteren Namen: Starbucks (NASDAQ: Starbucks Corporation [SBUX]). „Es hat sehr gute Liquidität, solides globales Wachstum und eine ausgezeichnete Bilanz“, so die Expertin. Während es vor allem für sein Kerngeschäft mit Kaffee bekannt ist, ist das Ass im Ärmel der schnell wachsende Lebensmittelverkauf.

Wie das Unternehmen berichtete, legten die Umsätze mit Nahrungsmitteln im letzten Quartal um 20% im Vorjahresvergleich zu. (Verkauf von Frühstücks-Sandwiches? 40% plus.) Miller erwartet auch in der Zukunft ähnlich hohe Wachstumsraten, was das Unternehmen selbst bei einer relativ hohen Bewertung vom 26-fachen der erwarteten Einkünfte für 2017 zu einem guten Kauf macht.

Wenn die Vorstellung auf nur ein Pferd zu setzen dich verunsichert, gibt es auch Fonds, mit der sich Investoren in der Branche breiter aufstellen können. Es gibt lediglich ein Restaurant-spezifisches ETF, welches zudem erst im November gestartet wurde (mit dem witzigen Ticker-Symbol BITE (NASDAQ: BITE)).

Eine besser etabliertere Fonds-Option ist das Fidelity Select Leisure Portfolio (NASDAQ: FDLSX). Der Fonds hält Aktien von Hotels und anderen Freizeit-Unternehmen, doch fast 60% von ihm bestehen aus Restaurant-Aktien – zu den attraktivsten Beteiligungen gehören Starbucks, Yum Brands und McDonald’s (NYSE: McDonald's [MCD]). Er schmückt sich mit Ausschüttungen von 13,2% im Fünfjahres-Schnitt und hat sich zudem gut von den Februartiefs erholt.

Restaurant-Aktien könnten eine sichere Bank darstellen, selbst wenn sich die US-Volkswirtschaft tatsächlich bereits in, oder kurz vor einem Abschwung befinden sollte. Die Konsumenten neigen dazu, selbst in schwierigen Zeiten Essen zu gehen. Schließlich bieten börsengehandelte Restaurantketten in der Regel Mahlzeiten in Preiskategorien an, die man sich ohne weiteres leisten kann – wir reden hier nicht über Menüs im Wert von 325 $ pro Person. In schlechten Zeiten geht es dieser Gruppe ganz okay. Und in guten Zeiten geht es ihr sogar noch besser.

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