Ein Jahr für Nasdaq
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Während sich der Dow Jones und S&P 500 von ihren Verlusten Anfang des Jahres erholt haben, liegt der Nasdaq Index immer noch im roten Bereich.

Am Dienstag gewann der Index im Vergleich zu seinem Defizit 0,3 %, wohingegen der Dow Jones und S&P noch darunter lagen, aber der Nasdaq bleibt in 2016 mit 3,7 % niedrig.

Der DowJones und S&P 500 stiegen in diesem Jahr um 0,9 % bzw. um 0,3 %.

Der Rückgang des technologieorientierten Index ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Investoren aufgrund Unsicherheiten bezüglich des weltweiten Wirtschaftswachstums und dem Zustand der US-Wirtschaft vor Risiken zurückscheuen. Auf seinem Weg nach oben nach der Finanzkrise überflügelte der Nasdaq die anderen Indizes. Aber die Bereiche, die diese Entwicklung stützten, hinken in diesem Jahr zurück und provozieren so Befürchtungen darüber, ob der breite US-Aktienmarkt die Kraft hat, weiter voranzugehen.

Über die Hälfte der Nasdaq-Verluste in diesem Jahr können laut Daten des Aktienanalysedienstleisters Birinyi Associates auf zehn Unternehmen der ca. 2600 für die Marktkapitalisierung relevanten Komponenten des Index zurückgeführt werden.

Für fast ein Fünftel des Rückgangs zeichnet Amazon.com Inc. (NASDAQ: Amazon.com [AMZN]) aufgrund seiner Verluste von 17 % in 2016 verantwortlich. Dieser Umstand unterscheidet sich vom letzten Jahr, als satte Gewinne einer Handvoll der stärksten Nasdaq-Komponenten, einschließlich Amazon dazu beitrugen, den Index über S&P 500 und den Dow Jones steigen zu lassen. Am Montag handelte das Unternehmen laut Angaben von FactSet die Gewinne der letzten 12 Monate 443 Mal.

Amazon, dessen Aktien am Dienstag um 6,50 $ oder 1,2 % auf 560,48 $ stiegen, war in den letzten Jahren ein Favorit der Anleger zusammen mit anderen großen Technologie-Unternehmen wie Facebook Inc.(NASDAQ: Facebook [FB]), Netflix Inc. (NASDAQ: Netflix [NFLX]) und der Google-Inhaber Alphabet Inc. (NASDAQ: Alphabet Class C [GOOG]). Von diesen vier liegt in diesem Jahr nur Facebook vorn. Laut Birinyi lasten auch die 2,5%-Verluste der Microsoft Corp.(NASDAQ: Microsoft Corporation [MSFT]) schwer auf dem Nasdaq.

In einer anderen Umkehrung sind 10 der größten Hindernisse des Index Biotech- oder Gesundheitsprodukte-Anlagen. Biotech-Anlagen lockten Investoren mit dem Potential für außergewöhnliche Gewinne, die auf Analyseergebnisse zurückgehen, in denen der Nasdaq-Biotech-Index in den letzten sieben Jahren zweistellige Prozentgewinne einfuhr.

Aber Biotech Aktien können auch leicht das Gegenteil bewirken. So geschehen Ende 2015, als die Präsidentschaftskanditatin Hillary Clinton über Preistreiberei in der Branche twitterte und einen Vorstoß zur Medikamentenpreis-Kontrolle veröffentlichte, der ein Schwerpunkt ihrer Kampagne wurde. Der Index, der am Dienstag um 2,6 % stieg, hat seitdem sein Ausgangsniveau nicht mehr erreicht.

Brian Jacobson, oberster Portfolio-Stratege bei Wells Fargo Funds Management, welches ca. 248 Mrd. Dollar in Anlagen verwaltet, meint:

“Der Nasdaq schwächelte einfach deshalb weil einige der spekulativen Wachstumstheorien, insbesondere in Bezug auf Biotech, sich nicht wieder richtig durchsetzen konnten. Investoren suchen wahrscheinlich eher nach echtem und nachweisbaren anstatt hoffnungsvollem Wachstum.“

Andere Befürchtungen gehen auf Valeant Pharmaceuticals International Inc. (NYSE: VRX) zurück, das durch den Aufkauf anderer Unternehmen rapide expandierte. Die Anlagen von Valeant haben seit August fast 90 % ihres Wertes verloren aufgrund von Bedenken bezüglich seiner Geschäfts- und Finanzpraktiken. Die Aktien fielen letzte Woche erneut, nachdem Valeant seine Gewinnerwartungen für dieses Jahr reduzierte und verlautbaren ließ, dass das Risiko bestünde, einige seiner Verbindlichkeiten nicht bedienen zu können.

Anleger stießen auch Aktien anderer spezialisierter Pharmazieunternehmen ab, deren Geschäfte ähnlich wie die Valeants ablaufen und einige Analysten gehen davon aus, dass diese Komplikationen Investoren dazu veranlassen, die ganze Branche neu zu bewerten.

„Bei diesen Befürchtungen, die mit Politik und Medikamentenpreis-Kontrollen zu tun haben, sagen sich die Investoren, dass sie sich auch mit sichereren Bereichen beschäftigen könnten“, sagt Christian O’Brian, der bei Raymond James mit Gesundheitsmarkt-Anlagen handelt.

Der Nasdaq-Biotech-Index liegt in diesem Jahr mit 22 % hinten. Regeneron Pharmaceuticals Inc. (NASDAQ: Regeneron Pharmaceuticals [REGN]) und Alexion Pharmaceuticals Inc. (NASDAQ: Alexion Pharmaceuticals [ALXN]) sind beide um über 28% gefallen. Biogen Inc. (NASDAQ: Biogen [BIIB]) und Celgene Corp (NASDAQ: Celgene [CELG]) sanken um mehrals 14%.

Einige Investoren meinen, dass die Situation auch einige Kaufmöglichkeiten bietet.

Craig Sterling, Leiter der Equity-Research-Abteilung bei Pioneer Investments, das ca. 235 Mrd. Dollar in globalen Anlagen hält, sagte, dass einige Gesundheitsprodukte-Anlagen „wahnsinnig billig“ seien. Und das im Gegensatz zu schwachen kurzfristigen Entwicklungsprognosen. Sterling meinte, dass er „intensiv versuche“, Gesundheitsprodukte-Positionen hinzuzufügen.

Laut Angaben von FactSet handelte der Nasdaq-Biotech-Index die 12-Monatsgewinne am Montag 16,9 mal und ist damit billiger als das Preis-Gewinn-Verhältnis von 18,3 von S&P 500 und liegt so auch unter seiner durchschnittlichen Marke von 25,2 seit 2011. Sterling sagt:

“Der Markt hat in diesem Jahr eine Periode erlebt, in der die Leute fragen: Was ist er wirklich wert? Aber das sind alles gute Anlagen.“

Andere Investoren gehen davon aus, dass der Nasdaq vor einer Erholung steht. Jim Tierney, Chief Investment Officer für das Wachstum des US-Marktes bei AllianceBernstein, sagte, dass mit schwindenden wirtschaftlichen Ängsten viele Anleger ökonomisch sensiblere Unternehmen neu bewerten und so neue Optionen für Titelselektionen setzen.

“Ab einem gewissen Punkt werden die Leute ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Nasdaq – und wichtiger noch: auf spezifische Anlagen richten”, meinte er.

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