Erdöl 2016: Die Faktoren
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Erkennen, ob die Aktien den Boden erreichten oder nicht

Die Entwicklungen an den Aktienmärkten vorherzusehen ist keine leichte Aufgabe. „Kaufe niedrig“ ist ein toller Ratschlag, doch wie weiß man, ob ein niedriger Aktienwert nicht noch weiter sinken wird? Nichtsdestotrotz sind Erdöl-Aktien aufgrund des niedrigsten Preisniveaus seit den 1990ern verführerisch für Aktionäre auf der Suche nach niedrigen Einstiegen. Bevor man sich die Argumente dafür anschaut, dass Erdöl-Aktien wahrscheinlich die beste Investition des Jahres sind, ist es wichtig sich noch einmal einige grundlegende Investitionskonzepte ins Gedächtnis zu rufen.

Die Grundlagen der Investitionen empfehlen sich nach Unternehmen oder Branchen umzuschauen, die gerade niedrig gehandelt werden und wahrscheinlich steigen werden. Anders als Unternehmen – deren Wachstum abhängig von Profitsteigerungen ist – werden Rohstoffe wie Erdöl- und Erdgasvorkommen von anderen Faktoren beeinflusst. Rohstoffpreise werden hauptsächlich von Angebot und Nachfrage bestimmt. Gibt es eine Überproduktion fallen die Preise, und wenn das Angebot knapper wird und mehr Konsumenten eine geringere verfügbare Menge des Rohstoffes nachfragen, legen die Preise in der Regel wieder zu.

Woran lag der Zusammenbruch der Erdölpreise?

In den letzten Jahren hat sich die einheimische Erdölproduktion nach Angaben der New York Times nahezu verdoppelt. Das ist toll für Konsumenten – konstant fallende Benzinpreise bedeuten mehr Geld in den Taschen und weniger im Tank. Für Ölproduzenten allerdings sind das keine guten Nachrichten.

Die Auswirkungen bedeutenden Überangebots von Erdöl sind weitreichend. Nach Informationen der New York Times verlieren Saudi-Arabien, Nigeria und Algerien Kunden an den US-Ölmärkten und sind aktiv auf der Suche nach weiteren Einnahmemöglichkeiten in Asien und anderen Teilen der Erde. Auch andere Ölproduzenten kämpfen weiterhin um Kunden, darunter Russland, Kanada und Irak.

Das steigende Erdölangebot zwingt die Erdölverkäufer zu einer Senkung ihrer Preise. Wenn die Erdölförderer ihre Preise abstürzen lassen, gehen auch die Profite zurück – gemeinsam mit den Aktienpreisen.

Durch die abnehmende Nachfrage sehen sich Unternehmen, die zuvor erhebliche Profite erwirtschafteten dazu gezwungen ihre Erforschung und Ausbeutung zurückzufahren, was zu einer Schließung von über 65 Prozent ihrer Erdölfelder führte. Das hat zu vielen Insolvenzen und dem Verlust von 250.000 Arbeitsplätzen geführt.

Gründe, warum Erdöl die beste Investition des Jahres 2016 sein könnte

Selbst ohne jede zusätzliche Information abgesehen von dem Umstand, dass die Erdölindustrie bekannt für ihre Hochs und Tiefs ist, könnte man in diesen Zeiten niedriger Erdölpreise in Erwägung ziehen in Erdöl-Aktien zu investieren. Solange es keinen erheblichen Rückgang der Erdölnachfrage gibt könnte dieses Jahr eine Rekordchance darstellen, von sich erholenden Erdölpreisen zu profitieren. Das wiederum könnte Erdöl-Aktien zur besten Investition 2016 machen.

1. Die Erdölreserven schrumpfen

Die tiefsten Erdölpreise seit Jahrzehnten haben Wettbewerber aus dem Rennen geworfen, weshalb weniger erdölverkaufende Marktteilnehmer übrig bleiben. Darüber hinaus führen niedrige Erdölpreise zu einer rückläufigen Erschließung neuer Erdölfelder. Die Consulting-Firma Wood MacKenzie stellte fest, dass weltweit 68 große erdöl- und Erdgasprojekte auf der Kippe stehen. Diese Projekte haben einen Gesamtwert von 380 Milliarden $. Zusätzlich ließen die aufgeschobenen Projekte die Ölförderung um 2,9 Millionen Barrel täglich sinken.

Auch die RBC Capital Markets konstatiert ein schwindendes Erdölangebot. Deren Untersuchung hat ergeben, dass letztes Jahr weitere 500.000 Barrel pro Tag von den OPEC-Staaten entweder gestrichen oder verschoben wurden. Die Studie kam zu der Einschätzung dass sich der Trend einer rückläufigen Erdölproduktion auch dieses Jahr fortsetzen wird. Das sinkende Angebot von Erdöl wird in diesem Jahr wahrscheinlich steigende Erdölpreise – und damit auch Erdöl-Aktienkurse - zur Folge haben.

2. Die Profis setzen dieses Jahr auf Erdöl

Shailesh Kumar vom Value Stock Guide, eine Beratungsfirma für Wertanlagen äußerst wohlhabender Kunden, äußerte sich vor kurzem zu den Aktien der Erdölindustrie. Er besprach neueste Erkenntnisse des International Energy Agency Oil Market Report, welcher davon ausgeht, dass die Erdölnachfrage in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 auf bis zu 96,5 Millionen Barrel täglich steigen wird.

Bei einem aktuellem Angebot von circa 97 Millionen Barrel pro Tag würden sich Angebot und Nachfrage in Richtung eines Marktgleichgewichts bewegen, was wiederum Aufwärtsdruck für die gegenwärtigen Preise bedeuten sollte.

3. Die OPEC-Staaten leiden unter den niedrigen Erdölpreisen

Sowohl OPEC- als auch nicht-OPEC-Staaten leiden unter den niedrigen Erdölpreisen. Shailesh erklärte, dass die OPEC-Staaten darauf gehofft hätten die US-Schieferölproduzenten zu einer Beschränkung ihrer Fördermengen zu zwingen, was es den OPEC-Staaten erlauben würde ihren Marktanteil auszubauen und die Preise zu erhöhen. Das würde zu höheren Erdölpreisen, Profiten und einer besseren Performance von Erdöl-Aktien führen.

4. Russland könnte dazu beitragen, Erdöl-Aktien zur Investition des Jahres zu machen

Laut der New York Times gab Russland - gemeinsam mit den OPEC-Mitgliedern Saudi-Arabien, Venezuela und Katar – einen Plan bekannt, die Erdölproduktion auf dem Niveau dieses Jahres einzufrieren. „Selbst eine kleine Reduktion der Produktion kann die Erdöl-Lagerbestände sehr schnell schmelzen lassen, sodass die Preise sehr zügig wieder zulegen könnten, sollte eine Einigung über eine Förderungsbeschränkung erzielt werden,“ so Shailesh.

Das sollte zu mehr inaktiven Erdölfeldern, geringeren Angebot, sinkenden Erdöl-Lagerbeständen und letztendlich höheren Erdölpreisen führen. Und mit den Erdölpreisen werden auch die Erdöl-Aktien steigen.

5. Die Benzinnachfrage steigt

Die Benzinnachfrage steigt weiterhin. Diesen Monat habe die Nachfrage im Vergleich zum selben Zeitraum letztes Jahr um 10,5 Prozent zugelegt, sagt Energieexperte Jay Hatfield, Mitbegründer und Präsident von InfraCap, das Unternehmen hinter AMZA, ein Energy Master Limited Partnership (MLP).

Er sagt weiterhin eine Zunahme der Nachfrage nach Benzin auf über 700.000 Barell täglich voraus. Diese wachsende Nachfrage könnte gekoppelt mit einer nachlassenden US-Erdölproduktion durchaus zu wachsenden Profiten und steigenden Erdöl-Aktienkursen führen.

6. Die USA dürfen Erdöl exportieren

Die USA hoben laut Wall Street Journal kürzlich eine 40 Jahre währende Sperre von US-Rohölexporten auf. Wenn alles läuft wie geplant könnte diese Gelegenheit unter Umständen zu einer zunehmenden Nachfrage nach US-Erdöl führen und die Erdöl-Aktienkurse weiter befeuern. Wenn US-Produzenten ihren Kundenstamm erweitern gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit höherer Profite und folglich auch besserer Performances von Erdöl-Aktien.

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