Warum Tesla keine gute Investition ist
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Das einfache Rechnen zeigt: Investitionen in Musks Unternehmen lohnen sich nicht.

Innovation, so heißt es, ist der Motor wirtschaftlichen Fortschritts. Das könnte wahr sein, jedoch werden Menschen, die in Innovationen investieren, selten belohnt. Denken wir an das Auto. Es ist eine der wichtigsten Erfindungen in der Geschichte der Menschheit. Hätten Sie zu der Zeit der ersten Autos die enormen positiven Auswirkungen vorhergesehen, die sie eines Tages auf der Welt haben würden, hätten Sie gesagt: "Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort !" Aber Sie könnten nicht falscher liegen.

Allein in den USA zum Beispiel sind seit Ende des 19. Jahrhunderts gut 2.000 Autofirmen aufgetaucht und wieder verschwunden. Nur die “großen Drei” – Chrysler, Ford (NYSE: Ford Motor Company [F]) und General Motors (NYSE: General Motors Company [GM]) – überleben bis heute. Zwei dieser drei sind ebenfalls bankrott gegangen, aber leider gerettet worden. Auch Ford, der einzig wahre Überlebende, bewegte sich einmal am Rande eines Bankrotts. Behält man diese beinahe hundertprozentige Scheiterungsrate im Hinterkopf, bewegen sich die langfristigen Erfolgschancen des jungen Elektroautoherstellers Tesla (NASDAQ: Tesla Motors [TSLA]) gegen null.

Jedenfalls besagt das die Statistik. Leider werden solche “Tatsachen” in der Welt der Investitionen häufig ignoriert. Dies erklärt, warum Teslas Börsenpreis mit einer absurden Bewertung von 30 Milliarden Dollar den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit trotzt. Wenn die Grundzüge der Aktie diesen Preis rechtfertigen würden, könnte dieses Detail übersehen werden. Aber das tun sie nicht. Seit seiner Gründung vor über einem Jahrzehnt verliert Tesla immer größere Mengen an Bargeld.Allein im Jahr 2015 verlor Tesla 2,2 Milliarden Dollar im freien Geldfluss und es gibt kaum Anzeichen dafür, dass sich die Dinge bald verbessern werden.

Angesichts der Tatsache, dass Teslas Vermögen von 1,2 Milliarden Dollar gerade dafür ausreicht die Geschäftstätigkeit für etwa sechs bis acht Monate zu finanzieren, ist dies ein sehr ernstes Problem. Um es bis Ende 2016 durchzuhalten muss das Unternehmen zwangsläufig eine weitere Kapitalaufnahme tätigen und /oder sogar noch mehr Schulden zu einer bereits überstrapazierten Bilanz anhäufen. Wenn hier kein Wunder geschieht, ist der Konkurs unvermeidlich.

Teslas Einmaleins der Überlebensfähigkeit:1,2 Milliarden Dollar (Kassenbestand ) / 150 bis 200 Millionen Dollar (monatlicher Barmittelverbrauch) = 6 bis 8 Monate (Überleben ohne zusätzliche Finanzspritze). Das Hinzufügen des ungenutzten Kredits in Höhe von 865 Millionen Dollar zu dieser Gleichung sichert Tesla das Überleben für etwas mehr als ein Jahr.

Tesla befindet sich nicht zum ersten Mal in dieser Situation. Ende 2008 wurde das Unternehmen Augenblicke vor dem Konkurs durch eine neue Runde der Finanzierung über Wasser gehalten. Der Geschäftsführer Elon Musk gab später zu, dass er nicht geglaubt hatte, dass Tesla überleben würde und dass die “Dinge wahrscheinlich verdammt nochmal zum Scheitern verurteilt waren.” Diese Nahtoderfahrung wiederholte sich im Jahr 2013.

In einem verzweifelten Versuch, das Unternehmen zu retten, versuchte Musk es für 6 Milliarden Dollar an Google zu verkaufen (um einiges weniger als Aktionäre erwartet hätten). Glücklicherweise kam wieder einmal in letzter Minute Geld und rettete den Tag und die Übernahmeverhandlungen mit Google endeten.Heute befindet sich Tesla in einer ähnlichen Situation leerer Kassen. Ob diesmal wieder die Glücksfee zur Rettung erscheinen wird, ist schwer zu sagen. Was jedoch sicher ist, ist die Tatsache, dass so viele Schulden vorhanden sind, wie ein Unternehmen nur anhäufen kann – mit 2,7 Milliarden Dollar Schulden (ohne die Schulden außerhalb der Bilanz) nähert sich Tesla rasant dieser Grenze.

Aber Börsenspekulanten weigern sich, diese Realität anzuerkennen. Sie sind von der Wachstumsgeschichte Teslas so hypnotisiert, dass sie die finanzielle Katastrophe, die sich vor ihren Augen entfaltet, komplett übersehen. Alles, worauf sie sich anscheinend konzentrieren, ist die Fantasie, dass Tesla eines Tages in einer fernen und unsicheren Zukunft höchst profitabel sein wird und dessen Aktienkurs in den Himmel schießen wird.

Lassen Sie uns den Advocatus Diaboli spielen und annehmen, dass die Börsenspekulanten Recht behalten würden und Tesla nicht nur überleben, sondern auch einen Höhenflug verzeichnen wird.

Sein Umsatz wird sich innerhalb der kommenden Jahre von 4 Milliarden Dollar auf 12 Milliarden Dollar verdreifachen und das operative Ergebnis (EBIT) wird von minus 717 Millionen Dollar auf plus 1,2 Milliarden Dollar ansteigen (was einer EBIT-Marge von 10% entspricht – ungefähr der zweifache Branchendurchschnitt). Auch ausgehend von diesen extrem optimistischen Wachstums- und Profitabilitätsannahmen würde sich Tesla immer noch für 25x EBIT bezogen auf den aktuellen Preis verkaufen. Das entspricht mehr als dem dreifachen Branchendurchschnitt von nur 8x EBIT!

Die Absurdität von Teslas Bewertung wird noch deutlicher, wenn wir sie mit der Bewertung eines großen, etablierten Automobilherstellers wie Ford vergleichen. Ford erzeugte 38 mal mehr Einnahmen als Tesla im Jahr 2015 (150 Milliarden Dollar gegenüber nur 4 Milliarden Dollar). Um die Dinge in den richtigen Bezug zu setzen, so entsprechen Fords9 Milliarden Dollar Kassenbestand nahezu der Summe aller Einnahmen von Tesla seit seiner Gründung (~ 10 Milliarden Dollar).

Angesichts dieser drastischen finanziellen Unterschiede sollte Ford wesentlich höher bewertet werden als Tesla. Aber das ist nicht der Fall. Fords Marktwert von 54 Milliarden Dollar ist nicht einmal doppelt so hoch wie Teslas Marktwert von 30 Milliarden Dollar. Dies kann zwei Bedeutungen haben: entweder ist Ford massiv unterbewertet oder Tesla ist massiv überbewertet. Letzteres ist wahrscheinlich wahr. Egal wie man es betrachtet, Tatsache ist, dass Tesla eine törichte langfristige Wette ist. Damit die aktuelle Bewertung Sinn macht, muss Tesla nicht nur in einer Branche mit einer Überlebensrate von unter 0,1% überleben, sondern auch langfristigen zweistelligen überdurchschnittlichen Wachstum bei Umsatz und Profitabilität liefern. Ist dies möglich? Es ist höchst unwahrscheinlich.

Beim intelligenten Investieren geht es darum Wetten abzuschließen, wenn die Chancen gut stehen. Das Gegenteil zu tun ist eine Strategie, mit der man nur verlieren kann.

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