Wendet sich China gegen Alibaba?
Shu Zhang/Reuters
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Heimlich, still und leise wendet sich die chinesische Regierung gegen Alibaba.

Es gab zwar keine direkten öffentlichen Erklärungen seitens Führungspersönlichkeiten, doch die braucht es auch nicht. Wir wissen ja, wie China tickt.

Seit letzter Woche konzentrieren sich die Staatsmedien auf negative Seiten des Unternehmens.

Diese Dinge waren für Alibaba (NYSE: Alibaba Group Holding [BABA]) schon immer Problemfelder, doch plötzlich sind sie ein gefundenes Fressen für die streng kontrollierten Medien des Landes, welche in der Regel keine einheimischen Unternehmen kritisieren.

Nun könnte man sich die Frage stellen, warum sich die chinesische Regierung gegen eine der größten unternehmerischen Erfolgsgeschichten des Landes stellen sollte?

Das könnte mit einem anti-Xi Jinping-Artikel zu tun haben, veröffentlicht auf einer westchinesischen Nachrichtenseite im Besitz von Alibaba.

Xi's Land

Wendet sich China gegen Alibaba?
Mario Savoia/Shutterstock.com

Letzte Woche berichtete die Washington Post darüber, dass die sich im gemeinsamen Besitz der SEEC Media Group, Alibaba und der Regierung der westchinesischen Provinz Xinjiang befindenden Wujie News ein vernichtendes Editorial gegen Präsident Xi Jinping veröffentlicht hatte.

Das Editorial warf ihm vor die kollektive Herrschaft durch Chinas Kommunistische Partei zu missachten und sich zu einem Autokraten zu entwickeln. Nichts daran ist für westliche Beobachter etwas Neues, doch das ist definitiv etwas, was man auf dem chinesischen Festland nicht sagt.

Und insbesondere sagt man das nicht in Xinjiang, der Heimatprovinz der muslimischen Minderheit Chinas, der Uiguren.

Von WaPo:

Der Brief, unterzeichnet von „loyalen Mitgliedern der Kommunistischen Partei“, wirft Chinas Präsident vor, „das Prinzip kollektiver Führerschaft zu verraten,“ die Macht in seinen eigenen Händen zu konzentrieren und Schmeichlern „nachzugeben“. Xi's Verkündung, die Presse solle der Partei dienen und nicht dem Volk, „entsetzte die gesamte Nation“.

All dies ereignete sich nachdem die Regierung Xi's eine Reihe neuer fragwürdiger Beschränkungen für die Medien erlassen hatte. Das Editorial wurde zügig gelöscht.

Die Folgen

Seitdem sind Alibaba einige ungewöhnliche Dinge passiert.

Zum ersten Mal strahlte der chinesische Staatsfernsehsender CCTV eine Dokumentation aus, bei der Alibaba für den Verkauf gefälschter Waren auf seiner Website angeprangert wird. Alibaba sagt es gebe hunderte Millionen Dollar im Kampf gegen diese Problematik aus, und Medien außerhalb Chinas berichten bereits seit über einem Jahr darüber. Doch aus irgendeinem Grund ist dies nun auch in China ein Thema.

Ein weiterer komischer Vorgang – die chinesische Regierung untersucht derzeit einen der neuesten Geschäftszweige von Alibaba, einen Online-Lebensmittellieferservice namens Ele.me. Es handelt sich hier um einen schnell wachsenden Markt, in dem Alibaba mit einem Marktanteil von 33,7% der größte Player ist. Die Regierung wirft ihm vor, dass es nicht qualifizierten Verkäufern gestattet, Nahrung über die Plattform zu verkaufen. Zwei chinesische Staatsbehörden ermitteln gegen das Unternehmen.

Wer weiß, wie weit das noch gehen wird. Jack Ma könnte sich bei Xi Jinping entschuldigen, ihm versichern, dass Alibaba nicht mächtig genug ist seine Regierung herauszufordern, und alle könnten wieder Freunde sein.

Oder es könnte sich zu einem "Russland vs. die Oligarchen" entwickeln, nach chinesischer Art.

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