BWM als Uber-Konkurrent
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BMW denkt angeblich über die Einrichtung eines Mitfahr-Services nach, womit es sich dem mächtigen Uber entgegenstellen würde.

Der Plan des Autobauers scheint noch nicht komplett ausgearbeitet – doch es sieht aus wie ein vorsichtiges Defensivmanöver als Reaktion auf die Herausforderung durch die Mitfahr App.

Vorstandsmitglied von BMW (XETRA: Bayerische Motoren Werke [BMW]) Peter Schwarzenbauer sagte dem deutschen Spiegel Online, dass er sich vorstellen könne die hauseigene Carsharing-Operation DriveNow (ein Joint Venture mit der Autovermietung Sixt mit ca. 580.000 registrierten Nutzern) um ein Mitfahr-Element zu erweitern.

Wie könnte das aussehen? Schwarzenbauer äußerte sich nicht dazu, aber Spiegel Online spekulierte es könnte zum Beispiel Studenten ermöglichen, ein gerade nicht benötigtes DriveNow Fahrzeug (vielleicht Freitagnacht) zu nutzen um zahlenden Kunden Mitfahrten anzubieten.

Ein solcher Service sollte günstig einzurichten sein und würde dabei helfen das Maximum aus der existierenden Carsharing-Flotte BMWs zu holen, welche in Städten in Deutschland, Österreich, U.K., Dänemark und Schweden aktiv ist. Eine höhere Auslastung ist generell etwas Gutes für Autohersteller, da Fahrzeuge mit höherer Frequenz ersetzt werden müssen.

Uber, das im Dezember 1 Milliarde Mitfahrten knackte, stellt aktuell eine größere Bedrohung für Taxiunternehmen und Autovermietungen dar, als für die Autobauer selbst. Vielmehr tat sich BMW mit Uber zusammen um bei Uber-Kunden seine neue 7er-Limousine zu bewerben.

Laut Analysten von Evercor ISI werden Mitfahrten vorerst eine Ergänzung zum persönlichen Besitz eines Autos bleiben, kein Ersatz desselben.

Allerdings schreitet die Technologie selbstfahrender Autos zügig voran und eines Tages werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, ein führerloses Auto zu unserer Abholung zu rufen. An diesem Punkt könnte der Besitz eines Autos zu einem überholten Konzept werden und die Konsumenten könnten weniger wählerisch hinsichtlich der Marke des abholenden Autos werden.

Man braucht nicht viel Fantasie um sich ein Szenario vorzustellen, in dem sich Uber und BMW um dasselbe Revier streiten: beide werden dabei konkurrieren, Kunden Mobilität zu bieten.

Uber wurde zuletzt mit 62,5 Milliarden Dollar bewertet, wogegen BMWs Markenwert bei 51,9 Milliarden Dollar (58 Milliarden Dollar) liegt. Folglich sehen Investoren das Silicon Valley aktuell in der besseren Position.

Doch auch wenn Uber einen beeindruckenden Start bei Mitfahr-Services hinlegte ist es nicht unfehlbar. Sein Geschäftsmodell ist natürlich innovativ, doch Ubers Fahrtanfrage-Technologie ist nicht besonders kompliziert (verglichen mit, sagen wir, einem Verbrennungsmotor). Daher wäre es auch nicht schwer zu kopieren.

Es gibt also keinen triftigen Grund, warum kein konkurrierender Mitfahrservice aufkommen sollte.

Das erklärt auch warum General Motors (NYSE: General Motors Company [GM]) kürzlich 500 Millionen Dollar für eine Beteiligung beim Uber Konkurrenten Lyft bezahlte und Daimler (Besitzer von Mercedes-Benz) die Taxi-App MyTaxi und einen Anteil des Limousinenservices Blacklane erwarb.

Deutschland ist auch ein guter Ort um den Gegenschlag vorzubereiten, da Carsharing dort bereits gut etabliert ist. Das lässt vermuten, dass die Leute bereits weniger an der Vorstellung hängen, ein eigenes Auto zu besitzen. Uber war außerdem gezwungen, seine Ausbreitung in Deutschland aufgrund verschiedener gerichtlicher Verbote und Widerstand von Taxiunternehmen dramatisch einzuschränken.

Auf heimischem Boden sollte BMW eher in der Lage sein, sich in den unzähligen Regeln und Regulierungen des Landes zurechtzufinden. Mit einem vorsichtigen, wohldurchdachten Vorgehen könnte BMW Uber noch Kopfschmerzen bereiten.

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