Auf was setzt Jack Ma
Lucy Nicholson/Reuters
Hauptseite Finanzen, China

Wenn man auf der Suche nach dem richtigen Timing bei Alibaba-Aktien ist, sollte man Jack Ma im Auge behalten.

Chairman Ma und Vize-Chairman Joseph Tsai stecken ihr Geld in einen 500 Millionen Dollar-Topf, um Aktien des Unternehmens zurückzukaufen. Alibaba kündigte im August das 4 Milliarden Dollar schwere, über zwei Jahre laufende Aktienrückkaufprogramm an, und eine Einreichung nur wenige Tage später zeigte, dass sich auch Ma und Tsai über Mittelsmänner daran beteiligen würden.

Während Alibabas offizielle Begründung für den Rückkauf ist, eine Schwächung aktienbasierter Vergütungsprogramme zu verhindern, könnte das Unternehmen auch darauf schielen, die Aktien zu stärken, welche gegenwärtig unter ihrem Ausgabepreis von 68 Dollar gehandelt werden. Der Kurs legte nach der gestrigen Ankündigung um 2,8% zu und schloss in New York bei 68,81 Dollar.

Obwohl die erste Tranche des Ma-Tsai-Alibaba-Erwerbs lediglich weniger als 0,3 Prozent des Marktwertes des Unternehmens entspricht, könnte der Umstand, dass zwei der höchsten Führungskräfte in ihre eigenen Taschen greifen, um den Kurs zu stützen, durchaus Investoren beflügeln. (In Alibabas Mitteilung war nicht ersichtlich, wie viel ihres eigenen Geldes die Führungskräfte dazugeben.)

Die Zahlen legen nahe, dass es sich hier um einen wohlterminierten Ankauf handeln könnte. Mit dem 21,6-fachen der erwarteten Erträge in den kommenden 12 Monaten kommt der Kurs Alibabas gerade aus historischen Bewertungstiefs und liegt immer noch weit unter dem Tagesschnitt des 25,3-fachen seit dem Börsengang im September 2014. Der Bloomberg China-USA Börsenindex wird im Schnitt bei dem 27,5-fachen der erwarteten Erträge gehandelt.

Achterbahn

Dem Geld des Vorstandsvorsitzenden zu folgen könnte sich als bessere Strategie erweisen, als auf die Ratschläge verkaufsseitiger Analysten zu hören, die konsequent optimistisch blieben, auch als die Kurse um mehr als die Hälfte im Vergleich zu ihrem November-Höchststand einbrachen. Von 45 von Bloomberg beobachteten Analysten geben 40 eine Kaufempfehlung und fünf empfehlen, die Aktien zu halten. Seit die letzte Verkaufsempfehlung im Mai vom Radar verschwand, fielen Alibaba-Anteile um 23%.

Zumindest haben die Analysten ihre Gewinnerwartung angepasst: Der 12-Monats-Schnitt steht nun bei 92,81 Dollar, im Vergleich zu 109,57 Dollar im Mai.

Die Gründe für Alibabas Kurstief sind gut nachvollziehbar. Chinas Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt, während der ohnehin bereits erhebliche Marktanteil des Unternehmens weiteres Wachstum erschwert (im Dezemberquartal machten Transaktionen über die Plattform mehr als 11% aller Warenverkäufe in China aus). Der Wettbewerb im Onlinehandel hat sich verschärft und der Trend hin zu Online-to-Offline-Services verlangt wachsende Ausgaben.

Bei der Betrachtung möglicher Vorteile könnte ein anderer Technologie-Titan ein lohnendes Beispiel darstellen. Im Jahr 2013 war Apple betroffen von Bedenken der Investoren. Das Unternehmen – damals schon das Weltgrößte mit Blick auf den Marktwert – war angeblich auf dem Weg zu den Grenzen des eigenen Wachstums, die Nachfrage für das iPhone näherte sich der Sättigungsgrenze und das Gerät verlor an Popularität gegenüber Samsung-Apparaten und günstigeren Smartphones.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Apple fiel in der ersten Hälfte von 2013 unter den Wert von 10 und mit Beginn des dritten Quartals geb der höchste Anteil von Analysten seit fünf Jahren eine Verkaufsempfehlung für Apple-Aktien (kolossale 6,7%). Im Anschluss boomten die iPhone-Verkäufe wieder und der Aktienwert verdoppelte sich in weniger als zwei Jahren.

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