Warum Öl und Börsen gemeinsam abstürzen
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Chinesisch-Amerikanischer Märktetandem

Falls es sich anfühlt, als ob Aktienmarkt und Öl-Termingeschäfte dieser Tage im Gleichschritt marschieren, dann weil es weitestgehend so ist.

Während Öl-Futures in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres auf ein 12-Jahres-Tief fielen, legten die US-Aktienmärkte den überhaupt schlechtesten Start eines Kalenderjahres hin.

Die Preisbewegungen am Dienstag bildeten keine Ausnahme. Die Terminpreise für Öl stiegen, zogen weltweit Aktienmärkte mit sich und ließ den Terminmarkt des US-Aktienindex stark ansteigen. Als die Gewinne wieder zurückgingen, fielen auch die Kurse. Als das Öl sank, folgten die US-Aktien bald und mussten Gewinnverluste hinnehmen.

Um etwas genauer zu sein: Leo Chen, Quantitativer Analyst bei Cumberland Advisors, stellte fest, dass die Korrelation besonders stark wurde, nachdem Öl im Dezember unter die Marke von 40 $ pro Barrel gefallen war. Seitdem liegt die zeitgleiche Korrelation zwischen Futures der Ölsorte Brent und S&P 500 bei “unglaublich hohen” 91,39% (siehe Grafik unten), meinte Chen in einer Bemerkung.

Das kommt dem Gleichschritt ziemlich nahe, und mit Blick auf die Verbindung zwischen dem Bruttoinlandsprodukt der USA und S&P 500 schrieb Chen: “So eine enge Verbindung ist nicht die Norm.” Tatsächlich lag die Korrelation im 5-Jahres-Schnitt bei negativen 71,8% - was bedeutet, dass Öl und Aktienmärkte sich eher in gegensätzliche Richtungen bewegten (siehe Tabelle unten), meinte Chen. Und für die letzten 20 Jahre lag die Korrelation beider Werte bei lediglich 25%, sagte er unter Berufung auf Daten von Barclays.

Diese eigentlich niedrige Langzeitkorrelation könnte erklären, warum Investoren sich so verwundert von der Unfähigkeit der Aktienmärkte gezeigt haben, im Windschatten des Ölpreisverfalls selbst zu steigen. Immerhin weisen Börsenexperten darauf hin, dass niedrigere Treibstoffkosten sich positiv auf die US-Wirtschaft auswirken könnten. Also warum auf einmal diese enge Verbindung? Chen schreibt, dass obwohl die Random-Walk-Theorie argumentiert Martkpreise seien unverhersehbar, empirische Belege für eine tendenzielle Korrelation der Werte in Zeiten wirtschaftlicher Abschwächung sprechen. Er sprach von einer oft zu beobachtenden “Abwärtsspirale”, die für “negatives Moment” sorge.

“Der Umstand, dass das Öl eine psychologische Schranke nach der anderen zerbrach, 100$, 90$, 80$, 70$...bis hinunter auf 30$, hat das Vertrauen der Investoren zerstört und sie den Panikknopf drücken lassen,” schrieb Chen.

Mit Blick auf die chinesischen Aktienmärkte, die auch eine langfristige Korrelation aufweisen, doch seit Beginn des Jahres außergewöhnlich eng gekoppelt sind, sehe es ähnlich aus, bemerkt Chen. Doch es gibt auch noch gute Nachrichten für Aktienhändler: Wenn nämlich der US-Markt auf fallende Ölpreise und chinesische Aktien überreagiert hat, müsste ein tatsächlicher Rückgang auf 20 $ für ein Barrel Rohöl oder ein weiter 10%-Sturz in Schanghai gar nicht weiter ins Gewicht fallen, sagte Chen, während eine Erholung beim Öl oder an den chinesischen Börsen zu einem “durchaus angenehmen” Sprung an der Wall Street führen könnte.

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