Microsoft: Jetzt kaufen oder verkaufen?
REUTERS/Jason Redmond
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Lohnt es sich, heute Aktien des Technologiegiganten zu kaufen?

In einem Jahr, in dem der Standard & Poor's 500 seitwärts läuft, hat Microsoft (NASDAQ: Microsoft Corporation [MSFT]), die große, schwerfällige Technologiefirma, die jeder so gerne hasst, still und heimlich ein 52-Wochen-Hoch erreicht und liegt in diesem Jahr aktuell fast 20% vorn.

Das ist natürlich nichts im Vergleich zu Alphabet (NASDAQ: Alphabet Class A [GOOGL]), welches fast um die Hälfte zugelegt hat. Dennoch hängt die Aktie von Microsoft damit den Konkurrenten Apple (NASDAQ: Apple [AAPL]) ab, der im Jahr 2015 bislang nur knapp 5% zulegen konnte.

Softy ist zurück und sein CEO Satya Nadela steuert das Unternehmen mit seiner “mobile first, Cloud first” Strategie in die richtige Richtung. Mittlerweile handeln die Aktien von Microsoft beim 37-fachen Wert ihres Gewinns. Hat der Aktienkurs damit den Bezug zur Realität verloren? Schließlich agiert sein Hauptprodukt – das Betriebssystem Windows – auf dem schrumpfenden PC Markt. Schauen wir mal nach.

Die Microsoft Aktien in Zahlen

Wenn man das Kurs-Gewinn-Verhältnis betrachtet, erscheint die Aktie zunächst recht teuer. Das liegt zum Teil daran, dass Microsoft in seinem vierten Geschäftsquartal 7,5 Milliarden US-Dollar für die Übernahme der Handysparte von Nokia abgeschrieben hat, was seinen Gewinn für das entsprechende Quartal und auch das Gesamtjahr gedrückt hat. Betrachtet man den erwarteten Gewinn für das nächste Jahr, dann notiert die Aktie von Microsoft aktuell bei einem KGV von 20. Das ist zwar nicht günstig, aber im Rahmen des S&P 500, dessen KGV bei 18 liegt.

Betrachtet man die letzten 12 Monate, so war das Umsatzwachstum in den beiden letzten Quartalen enttäuschend. Doch das ist Teil von Microsoft's Übergang zu einem Abo-basierten Modell.

Beispielsweise kauften Nutzer das MS Office dieses traditionell mit einer Einmalzahlung. Doch heute zahlen sie für Office 365 eine kleine monatliche Gebühr. Damit erscheinen die aktuellen Umsätze geringer, auch wenn sich ihre Qualität verbessert hat, denn ein Abo-basiertes Modell generiert regelmäßige, sich wiederholende Zahlungen. Microsoft schätzt, dass sie so letztlich 80% mehr Umsatz pro Kunde erzielen werden, auch wenn es einige Zeit dauert, bis sich das vollkommen bezahlt macht.

Auch Microsoft's Entscheidung, Windows 10 den bisherigen Nutzern von Windows 7 und Windows 8 frei anzubieten, hat sein Umsatzwachstum verringert. Auch wenn dies langfristig wohl ein schlauer Zug war um das Debakel um Windows 8 vergessen zu machen, reißt es doch ein kleines Loch in die aktuellen Umsätze.

Auch die Computerverkäufe werden sich vom aktuellen Niveau voraussichtlich leicht erholen wenn die Unternehmen ihre veralteten Geräte austauschen.

Doch die größere Nachricht für Microsoft Bullen ist, dass Microsoft unter Nadella weiterhin mehr als nur die Plattform für Windows sein wird.

Microsoft entwickelt sich neben Alphabet und Amazon (NASDAQ: Amazon.com [AMZN]) zu einem führenden Anbieter von Cloud-Dienstleistungen. Die Cloud-basierte azurblaue Plattform erhöhte ihre Umsätze im letzten Quartal um 135%. Im Geschäftsbereich Intelligent Cloud lagen sie bei 5,9 Milliarden US-Dollar und damit schon fast so hoch wie im Bereich Produktivität und Arbeitsprozesse. Diese Einheit – welche das Microsoft Office einschließt – erzielte im letzten Quartal einen Umsatz von 6,3 Milliarden US-Dollar.

Obwohl die Aktie von Microsoft nur eine Dividendenrendite von 2,7% aufweist, entwickelte sie sich zuletzt, dank seiner guten Erfolgsbilanz und einer steigenden Dividende, zu einem Favoriten unter Dividendeninvestoren. Im September hat Microsoft angekündigt die Dividende um 16% anzuheben, nachdem diese in den letzten drei Jahren bereits um durchschnittlich 19% jährlich angestiegen ist.

Da Microsoft knapp 100 Milliarden US-Dollar bar und in anderen Anlagen hat, stehen die Chancen gut, dass sich sein Wachstum fortsetzen wird.

Wie lautet also das Urteil? Ist Microsoft trotz seines letzten Anstiegs noch ein Kauf?

Absolut.

Aktuell ist das Risiko beim Halten von Microsoft vergleichbar mit dem Risiko eines großen Ausverkaufs des breiten Marktes. Und wenn Sie das zweifeln lässt, dann denken Sie doch mal über einen Stop-Loss nach.

Doch in Anbetracht des frühen Stadiums von Microsoft's Neuerfindung habe ich überhaupt keine Eile zu verkaufen.

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