Die Doha-Gespräche
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Saudi-Arabien und Russland treffen Förderungsvereinbarung

Die Ölpreise stiegen fast um 5% früh Dienstags nachdem Saudi-Arabien und Russland, die weltweit größten Rohölproduzenten, ein Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha vereinbarten.

Aber war das Treffen so wichtig?

Förderungsgrenze

Seit Jahren ist die Organisation erdölexportierender Länder, von denen Saudi Arabien de-facto eine leitende Stellung hat, der Schaukelhersteller im globalen Ölmarkt gewesen. Durch derzeitige Position von zwei der drei größten Ölproduzenten, Russland und die USA, welche nicht in der OPEC sind, verlor das Kartell etwas ihrer Schlagkraft.

Sowohl OPEC als Russland haben ihre Höchsttempo Ölproduktion ungeachtet der tiefen Preise beibehalten. Doch nun einigten sich der russische Energieminister Alexander Nowak und Minister für Erdöl und Bodenschätze von Saudi-Arabien Ali Al-Naimi die Förderung auf dem Stand vom 11. Januar einzufrieren, den dieses Produktionsniveau, so Ali Al-Naimi, scheint genügend zu sein.

Alexander Nowak kommentierte:

"Im Anschluss an die Sitzung bestätigten vier Länder - Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela - die Bereitschaft die Ölproduktion auf dem Förderungsniveau vom 11. Januar einfrieren, wenn andere Hersteller sich dieser Initiative anschließen"

Ölpreiseflaute

Einige Handlungen bezüglich der Versorgungsdämpfung werden als dringender gesehen, da das Ölmarkt ein neues Problem hat: Konsumschwäche. Die internationale Energieagentur rechnet damit, dass globales Ölnachfragewachstum „sich wieder deutlich“ in 2016 erleichtern wird, vor allem Dank langsamerer Wirtschaft in Europa, China und die USA.

Die Ölpreise stecken in der Flaute, nachdem sie um 70% seit Juni 2014 fielen. Unmittelbar nach der Ankündigung einer Vereinbarung zwischen Russland und Saudi-Arabien gingen die Ölpreise nach unten: Preis für Brent sank auf 33,7 Dollar pro Barrel und WTI bis zu 29,8 Dollar pro Barrel. Experten glauben, dies kann auf die Tatsache zurückgeführt werden, dass die Marktteilnehmer mehr vom Treffen erwarteten.

Iranisches Öl

Ein erwarteter Anstieg in der iranischen Versorgung spielt ebenfalls eine Rolle jetzt, da wirtschaftliche Sanktionen gegen das Land aufgehoben sind. Teheran kündigte bereits die Bereitschaft seine Ölexporte um 500.000 Fässer pro Tag zu steigern an. Die erste Lieferung von iranischem Rohöl nach Europa am Montag schien ein Auslöser für die Doha-Gespräche zu sein.

Druck auf den Haushalt

Sowohl Russlands als auch Saudi-Arabiens Einwohner machen sich immer mehr Sorgen über die Auswirkungen der niedrigen Ölpreise auf ihre nationalen Haushalte. Russlands Präsident Vladimir Putin hat behauptet, dass die Regierungsannahmen was den Ölfinanzplan für 2016, gemacht ausgehend von 50 Dollar pro Barrel Ölpreis, zu optimistisch sei. Währenddessen fangen bereits die Minister an über die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen zu warnen.

Sogar die sehr reichen Saudi-Araber müssen sich einstellen. Das Land besaβ ein Rekordhaushaltsdefizit im vergangenen Jahr, was etwa den 15 % von BIP entspricht.

Kleinere Mitspieler spüren die Hitze

Andere sich in den Geldnöten befindende Ölproduzenten spürten den Schmerz für eine Weile. Kleinere OPEC-Mitglieder wie Nigeria oder Venezuela versuchten Druck auszuüben, damit die Produktion gekürzt oder in der Abstimmung mit anderen groβen Produzenten, wie beispielsweise Russland, eingefroren wird, in der Hoffnung Preise wieder zu stärken.

Die in den Doha-Gesprächen getroffene Entscheidung wurde daher von Venezuela, die schon früher ähnliche Schritte vor dem Hintergrund des globalen Preisabsturzes für Kohlenwasserstoffe lobbyiert hat, sofort unterstützt.

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