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Wirtschaft in Eurozone wächst stabil, dank Standhaftigkeit Deutschlands, die Schwächen in Frankreich und Italien ausgleicht.

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im letzten Quartal 2015 stabil gewachsen, doch sich verdüsternde globale Aussichten und schwer beunruhigte Finanzmärkte bedeuten, dass von den Beamten der Europäischen Zentralbank erwartet wird, ihre Maßnahmen für beschleunigtes Wachstum in der 19 Nationen umfassenden Währungsunion beim nächsten Treffen kommenden Monat zu beschleunigen.

Nach offiziellen Statistiken der Europäischen Union wuchs das Bruttosozialprodukt im letzten Quartal 2015 um 0,3%, was eine Jahresrate von 1,2% bedeutete. Das robuste Wachstum in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Staatenbundes, half dabei, schwächer als erwartet ausgefallenes Wachstum in Frankreich und Italien auszugleichen.

Das Wachstum im 4. Quartal entsprach der 0,3%-Steigerung des 3. Quartals im Jahr 2015 und wurde damit den Erwartungen von letzten Monat durch das Wall Street Journal befragten Ökonomen gerecht. Die Eurozone als Ganzes legte laut offiziellen Zahlen 2015 insgesamt um 1,5% zu.

Die Daten kommen in einer Phase von Turbulenzen an den Finanzmärkten, die Sorgen über die Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft im Jahr 2016 verstärken.

Die Aktienmärkte in Europa, Asien und den USA gerieten in den letzten Monaten ins Wanken, wobei Bankenwerte einen Großteil des Ausverkaufs zu verkraften hatten. Das wiederum verstärkt die Bedenken der Investoren, dass die Politik negativer Leitzinse, die von einigen Banken – so auch der Europäischen Zentralbank - verfolgt wird, die Profatibilität der Kreditinstitute beeinträchtigen und sich negativ auf das Wachstum auswirken könnte.

Befürchtungen hinsichtlich der Verfassung der Schwellenmärkte verstärken die getrübte Stimmung, wobei vor allem China Anlass zur Sorge gibt.

In den USA deutete die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, am Mittwoch an, dass die Beamten ihre Erwartungen hinsichtlich neuen Wachstums und der Schaffung von Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten neu bewerten. Enttäuschend Nachrichten aus der Wirtschaft könnten die Fed dazu bringen, zukünftige Zinserhöhungen nach hinten zu verschieben, nachdem sie im Dezember damit begonnen hatte, kurzfristige Zinsen anzuheben.

In Europa wird die wirtschaftliche Schwäche noch von anderen Herausforderungen verstärkt, nicht zuletzt einer Einwanderungskrise, die Haushalte belastet und politische Allianzen auf die Probe stellt.

Chris Williamson, Chefökonom bei der Finanzdatenfirma Markit, meint:

“Obwohl es Zeichen für eine Wiederbelebung in der Region gibt, zu Teilen auch wegen des schwachen Euros, der sich positiv auf Exporte auswirkt, stellen politische Unsicherheit, hohe Arbeitslosigkeit und schwache globale Nachfrage alle Risiken für die zukünftige Entwicklung dar”

Vom nächsten Treffen der EZB-Vertreter kommenden Monat wird allgemein erwartet, dass die Anstrengungen zur Belebung des Wachstums und der Inflationsrate in der 19 Nationen umfassenden Währungsunion weiter ausgebaut werden. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember um lediglich 0,2%, was ziemlich weit hinter dem EZB-Ziel von 2% jährlicher Inflation liegt.

Nick Kounis, Leiter des Macro and Financial Market Research bei der ABN AMRO Group NV dazu: “Wir glauben nach wie vor, dass eine geldpolitische Lockerung notwendig ist.”

Die Freitag veröffentlichten Daten zeigen, dass das Wachstum in der Eurozone ungleichmäßig war.

Bruttoinlandsprodukt in Europa

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im 4. Quartal mit einer Rate von 0,3% - die selbe Quote wie im vorigen Quartal und entsprechend der Vorhersagen von Wirtschaftswissenschaftlern, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigten.

Italien hingegen wuchs um lediglich 0,1% im betreffenden Quartal, womit Erwartungen eines Wachstums von 0,3% enttäuscht wurden. Letzten Monat zeigten Zahlen aus Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Währungsunion, dass dessen BIP in den drei letzten Monaten des Jahres nur um 0,2% zulegen konnte, im Unterschied zu 0,3% im dritten Quartal.

Griechenlands angeschlagene Volkswirtschaft schrumpfte im letzten Quartal 2015 um 0,6%, was dank der Einkünfte aus dem Tourismus schwächer ausfiel, als erwartet. Portugal wuchs in diesem Quartal um 0,2%.

Industrieproduktion schwächelt

Vor allem die Industrieproduktion in der Eurozone schwächelt. Offizielle Zahlen zeigen, dass die industrielle Produktion im Monat Dezember um 1% zurückging, was auf eine schwache weltweite Nachfrage, vor allem in Schwellenmärkten, zurückzuführen ist.

Das Statistische Bundesamt in Deutschland stellte fest, dass der Binnenkonsum die größte Volkswirtschaft Europas Ende letzten Jahres stützte und eine Exportschwäche ausglich.

Auch die öffentlichen Ausgaben haben laut Destatis erheblich zugenommen, da die Regierung sich der Herausforderung gegenübersieht, eine Rekordzahl an Einwanderern zu versorgen. Destatis berichtete außerdem von einer signifikanten Zunahme der Bautätigkeit im 4. Quartal 2015, im Vergleich zum vorangegangenen Quartal.

In Italien wurde ein Wachstum im Landwirtschaftssektor von einem Abfall der Industrieproduktion wettgemacht.

Anderswo in der EU, zeigten am Freitag vom zentralen Statistikamt KSH veröffentlichte Zahlen, dass das ungarische Wirtschaftswachstum im 4. Quartal 2015, dank stabilen Outputs im produzierenden sowie im Dienstleistungsgewerbe, weiter an Dynamik gewann. Die Volkswirtschaft Ungarns wuchs im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 1,0% und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die von 0,8% Wachstum ausgegangen waren.

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