Euro-Krieg der EZB
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Der Euro befindet sich auf seinem Höchststand seit über einem Jahr, was weitere schlechte Neuigkeiten für Mario Draghi bedeuten dürfte.

Die eigenen Berechnungen des effektiven Wechselkurses der Einheitswährung gegen einen handelsgewichteten Korb von 38 anderen Währungen durch die Europäische Zentralbank ergab am Donnerstag einen Wert von 119,9056. Daraus folgt, dass der tatsächliche Wert des Euro schneller gewachsen ist, als der üblicherweise erhobene Wechselkurs gegenüber dem Dollar.

Handelsgewichtet befindet sich der Euro auf seinem höchsten Stand seit dem 2. Januar 2015, damals ungefähr drei Wochen, bevor der EZB-Präsident sein Programm zur quantitativen Lockerung offiziell ankündigte. Wenn man nur auf den Vergleich zum Dollar schaut, ist die Einheitswährung auf ihrem Höchststand seit drei Monaten.

"Nachdem es die EZB letztes Jahr noch geschafft hat, den Euro scharf nach unten zu treiben, ist sie in letzter im globalen Rennen der Entscheidungsträger, ihre Währungen zu schwächen, um das Wachstum zu befeuern und Deflation zu vermeiden, zurückgefallen", schrieb Jonathan Loynes, Ökonom bei Capital Economics Ltd, am Donnerstag in einem Hinweis für Kunden. "Obwohl die EZB immer darauf bestanden hatte, dass die Währung kein politisches Instrument sei, ist es offensichtlich, dass sie den Euro erneut erheblich schwächen muss, um ihre Inflationsziele zu erreichen."

_Draghi hat angesichts der Ölkrise Probleme, die Inflation in der Region wieder in Gang zu bringen._

Doch während billiges Rohöl ein Segen für die Verbraucher ist und wirtschaftliche Dynamik fördert, könnte eine stärkere Währung Druck auf die Exporteure ausüben und der zarten Erholung in der Region den Wind aus den Segeln nehmen.

Seit Juni 2014 greift die EZB auf negative Zinssätze zurück, welche unter Umständen den Wechselkurs nach unten drücken können. Politische Entscheidungsträger wiederum behaupten, es nicht auf den Wechselkurs abgesehen zu haben. Die Märkte gehen von einem weiteren Schnitt im März aus, der den Satz auf Minus 0,4% drücken würde.

"Sie ist nun gezwungen, noch tiefere Einschnitte in Aussicht zu stellen – möglicherweise gekoppelt mit einem zweigleisigen System zur Verwaltung der Währungsreserven – um das Geld sinnvoll einzusetzen", meinte Frederik Ducrozet, Wirtschaftsexperte bei Banque Pictet in Genf, der die Entwicklungen täglich beobachtet.

Die EZB hat jüngst die relative Gewichtung der 38 Währungen, die sie zur Berechnung des effektiven Wechselkurses heranzieht, überarbeitet und dabei die Bedeutung des chinesischen Renminbi stark erhöht.

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