Milliardär glaubt an Öl für 60$ pro Barrel
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Schieferöl-Milliardär Harold Hamm geht davon aus, dass sich der Ölpreis bis Jahresende auf 60$ pro Barrel steigen wird. Eine Ansicht, die im Widerspruch zu Vorhersagen von Analysten steht, der Preis für Rohöl werde auf 20$ oder darunter fallen.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte der Gründer und Vorstandsvorsitzende der in Oklahoma ansässigen Continental Resources Inc. voraus, dass sich die globale Überproduktion von Rohöl wegen der rückläufigen Förderaktivtäten amerikanischer Ölschieferproduzenten entspannen werde. Hamm betonte erneut, dass Saudi-Arabien und seine Partner in der OPEC mit ihrem Versuch die Welt mit Öl zu fluten und damit kostenintensivere Produzenten, unter anderen auch jene in den amerikanischen Schieferölgebieten, in den Ruin zu treiben, einen schweren Fehler begehen.

Die amerikanische Ölproduktion, die in Folge der sogenannten Schieferöl-Revolution vor fünf Jahren stark anstieg, hat als Reaktion auf die fallenden Ölpreise nachgelassen, allerdings nicht so stark, wie zunächst angenommen. Hamm sagte dem Journal, dass die Produzenten nun die Förderung auf 1,6 Millionen Barrel pro Tag beschränken, was die US-Produktion auf das Niveau von vor drei Jahren zurückbringen würde.

Wenn die Welt dann einmal in einen Nachfrageüberschuss zurückfällt, können die Produzenten ihren Kurs nicht schnell wieder umdrehen, so der Experte. Außerdem argumentierte Hamm, dass Saudi-Arabien ohnehin schon nahe an seiner Kapazitätsgrenze fördere und wohl kaum ein mögliches Defizit ausgleichen könne.

Hamm sprach sich schon seit Ende 2014 für eine Erholung aus, als er der Financial Times sagte, Behauptungen des saudi-arabischen Ölministers, kostenintensivere Produzenten in Russland, Brasilien, Westafrika und den USA würden aus dem Markt gedrängt, seien nur „Prahlerei“. Zu dieser Zeit sagte Hamm voraus, dass Öl, welches um die 50$ gehandelt wurde, wieder auf 85 bis 90$ pro Barrel steigen würde.

Die Ölschlacht hat Hamm bereits viel Geld gekostet. Der Wert seines 68%-Anteils an Continental Resources ist seit dem Höchststand der Aktie im August 2014 um rund 15 Milliarden Dollar gefallen.

Termingeschäfte mit Öl sind seit dem Höhepunkt Mitte 2014 um mehr als 70% gefallen.

Der US-Leitindex, West Texas Intermediate-Termingeschäfte an der New York Mercantile Exchange sind seit Ende letzten Jahres um fast 17% gefallen. Sowohl West Texas Intermediate, als auch Brent Rohöl als globale Leitwerte wurden diese Woche kurz unterhalb von 30$ pro Barrel gehandelt und verharren nahe ihrer Tiefpunkte seit über einem Jahrzehnt.

Analysten bei Morgan Stanley sagen, Öl könnte in Richtung von 20$ pro Barrel fallen, wohingegen andere von einem Fall bis hin zu 10$ pro Barrel ausgehen.

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