Die schlechtesten Volkswirtschaften für 2016
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Ölreiches Venezuela, auf Ramschniveau zurückgestuftes Brasilien, überschuldetes Griechenland und rohstoffabhängiges Russland - für die weltweit adynamischsten Volkswirtschaften verspricht das neue Jahr keinerlei Besserung.

Bloombergs Spezialisten analysierten 93 Staaten.

Der Rezessionsklub

Der Klub, in den niemand hinein will, hält einige Überraschungen bereit. Unter den Ländern mit einer 50/50-Chance zwei aufeinanderfolgender Quartale mit Rückgang befindet sich Taiwan. Aufgrund nachlassender Exporte nach China hat sich seine jährliche Wachstumsrate drastisch verschlechtert, von 4 Prozent im ersten Quartal 2015 hin zu minus 0,6 Prozent im dritten Quartal.

Selbst mit einem erwarteten Wachstum von 1,2 Prozent in diesem Jahr ist die Ukraine, eine der schwächsten Volkswirtschaften des vergangenen Jahres, nach wie vor in Gefahr. Ökonomen sehen das Rezessionsrisiko über die kommenden 12 Monate bei 60 Prozent, gemeinsam mit Argentinien der dritthöchste Wert.

Lateinamerika

Die Aussichten für Schlusslicht Venezuela sind schlecht: von der Knappheit fundamentaler Güter wie Medikamente bis zum Preisverfall von Rohöl, welches 95 Prozent der Exporte des Landes ausmacht, rüstet sich die Nation für das dritte Jahr negativen BIPs in Folge. Die Übernahme des Kongresses durch die Opposition zum ersten Mal seit 16 Jahren bietet mutigen Investoren zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Auch an anderen Orten des Kontinents stellt sich die Situation nicht viel besser da. Die BIP-Vorhersage Brasiliens für 2016, kombiniert mit dem letztjährigen Rückgang, sieht das Land in seiner tiefsten Rezession seit mindestens 1901. Zwei der größten Rating-Agenturen haben die Auslandsschulden des Landes bereits auf Junk-Status - Ramschniveau - heruntergestuft.

Nebenan in Argentinien versucht der neugewählte Präsident Mauricio Macri das Land neu auszurichten um die wirtschaftliche Katastrophe zu verhindern und einen Rückgang des BIPs zu vermeiden. Nach der Amtseinführung im vergangenen Monat hat er schon begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, die das Wachstum stärken und das Staatsdefizit in den Griff bekommen sollen.

Europa

Obwohl Griechenland nicht vom Euro ausgeschlossen wurde und es geschafft hat, seinen angeschlagenen Bankensektor zu rekapitalisieren, wird 2016 ein Jahr der Herausforderungen. Die Volkswirtschaft wird um 1,8 Prozent schrumpfen, was es noch schwerer macht, die hunderten Milliarden Dollar Schulden zurückzuzahlen. Ernsthafte Schuldenerleichterungen stellen sich immernoch als schwer realisierbar dar. Dazu kommt noch der Druck auf seine Außengrenzen durch Kriegsflüchtlinge aus Syrien.

Nach einem Rückgang um 3,6 Prozent in den ersten 9 Monaten des vergangenen Jahres wird Russland weiterhin im Negativbereich bleiben, obwohl sich doch eine Trendwende in dieser wahrscheinlich längsten Rezession der letzten zwei Jahrzehnte abzeichnet. Sanktionen seitens USA und Europäischer Union, zusammen mit dem niedrigen Ölpreis, welcher 40 Prozent der Staatseinnahmen ausmacht, werden nach wie vor ihren Tribut fordern.

Finnland und die Schweiz haben es ebenfalls auf die voraussichtliche Liste der 10 adynamischsten Volkswirtschaften im Jahr 2016 geschafft. Ersteres leidet unter seiner geographischen Nähe zu, und ökonomischen Abhängigkeit von Russland, während letztere nach wie vor mit der überraschenden Entscheidung der Zentralbank zu kämpfen hat, den Wechselkurs freizugeben, wovon sowohl der Export- als auch der Tourismus-Sektor schwer betroffen sind.

Asien

Das deflationsgeplagte Japan liegt mit einem erwarteten Wachstum von 1 Prozent für dieses Jahr hinter den meisten seiner Nachbarn, die es auf die Liste der vermutlich dynamischsten Volkswirtschaften für 2016 geschafft haben. Die Regierung des Landes hat vor kurzem ein Rekordbudget für das nächste Haushaltsjahr gebilligt, in der Hoffnung, dass staatliche Anreize und eine Arbeitsmarktreform das Wachstum stärken werden.

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