Chinas Börsenkrach: die Gefahren
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Der Ausverkauf am Donnerstag in China hatte mehr mit der Wirtschaft zu tun als mit der Börse.

Die Börse sank – und lag still – weil Peking entschied, die Währung weiter entwerten zu lassen. Das an sich ist eine ominöse Nachricht für Investoren: all die erzwungene Anreize der Regierung funktionieren einfach nicht.

Eine Währungsabwertung wird als allerletzter verzweifelter Versuch angesehen Exporte anzukurbeln. Es besteht die Angst, dass China seine Wachstumsziele nicht halten kann, während es sich von einer auf der Schwerindustrie basierenden Wirtschaft hin zu einer Servicegesellschaft umwandelt.

Seit diesem Sommer ist der Hauptgrund für den Erwerb chinesischer Aktien, der Glaube daran, dass Peking den Markt hochtreiben würde, egal um welchen Preis. Sollte Peking nicht mehr abliefern können oder wollen, besteht kein Grund mehr die Aktien zu kaufen.

Der Währungsrückgang legt außerdem die Widersprüche der chinesischen Politik offen. Peking hat versprochen, die Stabilität des Yuan aufrechtzuerhalten als Teil seiner Bemühungen darum, dass sie vom Internationalen Währungsfond als Reservewährung ausgewählt werden. Aber sobald es den Status bekam, fuhr die Chinesische Zentralbank die Währung runter.

Letztes Jahr versuchte Peking seine Wirtschaft zu stärken und ein paar der Schuldenprobleme zu lösen, indem sie eine Markterholung auf dem Aktienmarkt ansteuerten. Als das scheiterte, versuchte es, sowohl den Aktienmarkt stabil zu halten, als auch der Wirtschaft durchzurütteln, indem es den Yuan runterfuhr. Das Problem dabei ist, dass eine abschwächende Währung macht die Aktien unattraktiv.

Um fair zu sein, haben die chinesischen Entscheidungsträger es nicht leicht. Die Gebundenheit der Währung an den Dollar verteuerte die Exporte und ein weiteres Problem ist die Volatilität der Chinas Börse.

Der Handel in China wird heruntergefahren, falls der Markt um 7% fällt, was er am Donnerstag innerhalb der ersten halben Stunde im Handel tat. Am Montag wurde der Handel ausgesetzt, nachdem Aktien um 5% fielen und dann, als er wiederaufgenommen wurde, erreichten sie das Ziel einer 7% Schließung innerhalb von ein paar Minuten.

Aber im weitaus gefügigeren US-Markt müssen Aktien erst mal um 20% fallen, um den Markt für den ganzen Tag zu schließen. Chinas 7% Unterbrecher befindet sich im Endeffekt innerhalb des Tagesverlusts. Anleger, die den rasanten Rückgang sehen, werden den Ausverkauf beschleunigen, indem sie die Aktien verschleudern, was keine Zeit für eine Erholung lässt. Es gibt außerdem noch Milliarden an Zinsspannen, die aus dem Markt herausragen, was den Rückgang weiter beschleunigt.

Die Rückgänge dieser Woche sind aus zwei Gründen wichtig: erstens zeigten sie Pekings Unwohlsein, wenn es um die freie Märkte geht, die sich nicht steuern lassen.

Zweitens, schütten westliche Unternehmen immer noch Direktinvestitionen in Milliardenhöhe aus dem Ausland nach China, weil sie denken, man könne von Chinas schnellem Wachstum profitieren. Wenn dieser Glaube stirbt, werden auch die Geldströme versiegen.

Für die Machthaber zählt das wirtschaftliche Wachstum und nicht die Börse. An irgendeinem Punkt müssen sie ihre Hausse-Träume hinter sich lassen und sich auf die Wirtschaft konzentrieren, was bedeutet, dass Aktien und Yuan weiter fallen könnten.

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