Ölhändler sind weiter pessimistisch
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Die Ölspekulanten kaufen Optionsscheine, die nur dann zahlen werden, wenn der Ölpreis im nächsten Jahr unter 15 US-Dollar pro Barrel fallen sollte. Das ist das jüngste Zeichen dafür, dass einige Investoren einen weiteren Verfall der Energiepreise erwarten.

Die bärischen Einsätze erfolgten, nachdem die OPEC ihre Förderobergrenze ausgesondert hat, Irans Rückkehr an den Ölmarkt erwartet wird und die Produktionselastizitäten von Ländern wie Russland eine verlängerte Aussicht auf eine steigende globale Ölproduktion liefern.

„Wir sehen auch für das kommende Jahr ein Überangebot,“ so Jeffrey Currie, Leiter der Rohstoffrescherche bei der Goldman Sachs Group Inc. am Dienstag. Er fügte hinzu, dass ein Risiko besteht, dass die Ölpreise auf 20 US-Dollar pro Barrel fallen könnten. Das würde ein Herunterfahren der Produktion erzwingen, wenn das milde Wetter weiterhin die Nachfrage dämpfen sollte.

Der bärische Ausblick hat Investoren dazu veranlasst, sich Put-Optionen – welche ihnen das Recht verschaffen, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis zu verkaufen – zu Strikepreisen von 30, 25, 20 und sogar 15 US-Dollar pro Barrel zu kaufen. Dies zeigen zumindest die Daten der New York Mercantile Exchange und der US Depository Trust & Clearing Corp. Die Benchmark für US-Öl, West Texas Intermidiate, notiert aktuell bei ungefähr 36 US-Dollar pro Barrel.

Die Daten umfassen nur Optionsgeschäfte, die an US-Börsen gehandelt wurden, können aber als stellvertretend für den Gesamtmarkt angesehen werden. In der letzten Woche zogen die Volumina mit dem Absturz des Öls an. Die Investoren können die Optionskontrakte in bilateralen und over-the-counter Märkten kaufen.

Die Investoren haben laut den Daten steigende Volumina an Put-Optionen gekauft, die dann auszahlen, wenn der Preis für WTI im nächsten Jahr auf 20 bis 30 US-Dollar fallen sollte. Der meistgehandelte Optionsschein ist – auf Bullen- und Bärenseite – ein 30 US-Dollar Put zum Dezember 2016.

Die Anzahl ausstehender Kontrakte – oder offener Anteile – unter 30 US-Dollar pro Barrel ist relativ klein. Doch die offenen Anteile für Put-Optionen im Juni 2016 bei 25 US-Dollar pro Barrel haben sich in den letzten beiden Wochen fast verdoppelt.

Investoren haben sogar Put-Optionen gekauft, die nur zahlen, wenn der Preis für WTI im Dezember unter 15 US-Dollar pro Barrel liegen sollte. Doch das Volumen der Wetten in diesem Bereich ist recht klein – insgesamt 640.000 Barrel.

Die Investoren kaufen die Put-Optionen nicht nur um auf fallende Preise zu spekulieren, sondern nutzen sie auch als Absicherung. So greifen beispielsweise Long-Investoren von Exxon Mobil Corp. und Royal Dutch Shell Plc. gern zu diesen Scheinen, um ihre Portfolios gegen fallende Ölpreise abzusichern.

Das WTI ist am Montag unter 34 US-Dollar pro Barrel gefallen und erreichte damit ein 11-Jahres-Tief. Am Dienstag stiegen die Futures für Öllieferungen im Februar auf 36,26 US-Dollar pro Barrel. In London fiel der Preis für Brent-Öl am Montag auf 36,04 US-Dollar pro Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit 2004. Am Dienstag erholte er sich auf 36,72 US-Dollar pro Barrel.

Gareth Lewis-Davies, Energieexperte von BNP Paribas SA in London sagte: „Insgesamt ist es immer noch sehr bärisch.“

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