Positive Signale aus der Eurozone
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Nach zwei Monaten des Rückgangs zeigt die Wirtschaftszone der Euroländer frische Anzeichen des Wachstums.

Die industrielle Produktion in der Eurozone ist im Oktober nach zwei Monaten des Rückgangs stärker gestiegen als erwartet. Dies ist ein frisches Zeichen dafür, dass die Wirtschaft zum Jahresende hin wieder anzieht.

Der Anstieg der Produktion in Fabriken, Minen und bei Versorgern lässt vermuten, dass die Erholung der Eurozone nicht zu sehr von den schwachen Exporten und den verlangsamten Volkswirtschaften China, Brasilien und Russland zurückgehalten wird, wie es die Europäische Zentralbank befürchtet hat.

Wie die europäische Statistikbehörde am Montag mitteilte, stieg die Produktion im Oktober um 0,6% zum September und um 1,9% zum Vorjahresmonat. Das war mehr als die 0,2%, welche Ökonomen in einer Umfrage dem Wall Street Journal in der letzten Woche prophezeit haben.

Die Industrieproduktion stagnierte in den drei Monaten bis September. Das war ein Grund für die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Quatal auf 0,3% von vorher 0,4%.

Sollte diese Rückkehr zum Wachstum anhalten, dann ist es naheliegend, dass die Wirtschaft der Eurozone das Jahr deutlich stabiler beenden wird. Befragungen zu Geschäftstätigkeit und Vertrauen weisen auch auf eine moderate Erholung des Wirtschaftswachstums im vierten Quartal hin. Währenddessen fielen die Arbeitslosenzahlen auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2012.

Howard Archer, ein Ökonom bei IHS Economics sagte, dass jetzt eine „realistische Chance“ besteht, dass die Wirtschaft im vierten Quartal um 0,5% zum Vorquartal wächst.

„Die Produzenten in der Eurozone bekommen gerade sprübar Hilfe von sehr niedrigen Öl- und Rohstoffpreisen, welche ihre Möglichkeiten stärken mit wettbewerbsfähigen Preisen Geschäfte zu gewinnen. Zusätzlich stärkt ein schwacher Euro ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten.“

Wenn dies bis nächstes Jahr anhält, dann würde ein beschleunigtes Wachstum den Bedarf an weiteren Stimulli von der EZB reduzieren. Schließlich sind ihre Zinsen schon im negativen Bereich und das Anleiheaufkaufprogramm wurde schon am 3. Dezember verlängert.

Allerdings basieren viele dieser positiven Signale auf Informationen, die vor den Terroranschlägen von Paris am 13. November gesammelt wurden. In den nächsten Monaten wird viel davon abhängen, wie lang das Gefühl der erhöhten Unsicherheit in Folge der Anschläge anhalten wird und wie geschwächt Geschäfte und Verbraucher davon sind. Engere Bewegungskontrollen innerhalb Europas könnten den Handel verlangsamen und Touristen könnten sich von einigen der meistbesuchten Städten der Welt fernhalten.

Bislang sieht es jedoch so aus, als ob die ökonomischen Auswirkungen der Anschläge nur geringfügig sind. Dies passt zu den Erfahrungen in Folge der Anschläge von London 2005 und Madrid 2004.

Mario Draghi, der Präsident der EZB sagte bei einer Pressekonferenz Anfang des Monats, dass Politiker keinen Sinn dafür haben, wie gefährlich Sicherheitsbedenken für die Wirtschaft der Eurozone sind. Die EZB wird ein wachsames Auge auf die Entwicklung haben. Er sagt:

„Sicher bedenken wir, dass die Situation vor uns voller geopolitischer Risiken ist und wir deshalb alarmiert sein müssen. Darum müssen wir zweifellos unsere Anstrengungen weiter verfolgen und das Ziel der objektiven Preisstabilität erreichen, wohlwissend, dass die umgebenden Bedingungen aktuell durch diese geopolitischen Risiken immer schwieriger werden.“

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