AfD bricht Gespräche mit Muslimen ab
Axel Schmidt /Reuters
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Die Anti-Einwanderungspartei Alternative für Deutschland brach am Montag Gespräche mit Vertretern der islamischen Gemeinde ab, die eigentlich Spannungen abbauen sollten, nachdem die Partei den Islam für unvereinbar mit dem deutschen Grundgesetz erklärt hatte.

Die AfD-Chefin Frauke Petry gab bekannt sie habe die Zusammenkunft verlassen, nachdem ein prominenter deutscher Moslem sich geweigert hatte einen Kommentar zurückzunehmen, in dem er die AfD mit dem Dritten Reich unter Adolf Hitler verglichen hatte.

Vergangenen Monat verglich Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, welcher die Gespräche am Montag organisiert hatte, die Haltung der AfD zu Muslimen mit jener der Nazis gegenüber den Juden in den 1930er Jahren, nachdem Petry ein Verbot von Minaretten und Burkas gefordert hatte.

"Wir mussten uns - und das trifft uns wirklich sehr - vorwerfen lassen, wie eine Partei aus den Zeiten des Dritten Reichs zu sein", sagte Petry gegenüber Journalisten. "Wiederholte Vergleiche der AfD mit dem Dritten Bereich wurden nicht zurückgenommen."

Deutsche Muslime zeigen sich besorgt über den Aufstieg der AfD, die im März in drei Landesparlamente einzog, indem sie Wähler ansprach, die unzufrieden mit der Willkommenspolitik von Kanzlerin Angela Merkel gegenüber Flüchtlingen aus Konfliktgebieten in Syrien, Irak und anderswo sind.

Der letztjährige Zustrom von über 1 Million größtenteils muslimischen Einwanderern nach Deutschland hat die öffentliche Meinung in Deutschland verhärtet und die Regierung dazu gebracht die Asylgesetze zu verschärfen.

Diesen Monat sprachen sich die Mitglieder der AfD für ein Wahlprogramm aus, dass u.a. sagt der Islam sei nicht vereinbar mit dem Grundgesetz. Nach dem Treffen am Montag kritisierte Mazyek erneut dieses Vorgehen der AfD. Er sagte:

"Mehr als alles andere verdeutlicht die Aussage "Der Islam gehört nicht zu Deutschland", dass Populismus, Diffamierung und die Verbreitung von Vorurteilen andauern."

In Deutschland leben rund 4 Millionen Muslime, was fast 5% der Gesamtbevölkerung entspricht.

Die AfD möchte die Flüchtlingszahlen in Deutschland drastisch reduzieren, indem aus "sicheren Drittstaaten" wie Türkei und Libanon ankommende Syrer und Iraker zurückgewiesen und unter anderem auch Asylbewerber ohne gültige Papiere abgelehnt werden sollen.

Außerdem möchte sie die Bearbeitungszeit für Asylanträge auf 48 Stunden begrenzen.

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