Türkei schwört Rache
REUTERS/Umit Bektas
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Der Terroranschlag in Ankara kann zur Eskalation des Konflikts in Syrien führen und die Beziehungen zu den USA erschweren.

Durch den Bombenanschlag auf ein Militärbus sind mindestens 28 Personen in Ankara getötet worden. In der darauf abgegebenen Erklärung haben Vertreter der türkischen Behörden geschworen den Tod von Mitbürger zu rächen.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu teilte mit, dass ein syrischer Staatsbürger mit Verbindungen zu den Volksverteidigungseinheiten (YPG) als Täter identifiziert wurde. Der Angreifer erhielt Unterstützung von der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), sagte Davutoğlu "mit Sicherheit".

Diese Entwicklung erhöht das Risiko der türkischen Intervention in den Krieg in Syrien.

Beim Attentäter soll es sich 1992 geborenen Syrer Salih Nedzhar handeln, bestätigt jetzt türkische Ministerpräsident nach dem die Zeitung Yeni Shafak diese Information veröffentlichte. "Es sind direkte Verbindungen zur YPG festgestellt worden", sagt er.

Nedzhar kam mit dem Zustrom von Flüchtlingen in der Türkei an und konnte anhand der Fingerabdrücke identifiziert werden, die ihm an der Grenze genommen wurden.

Insgesamt sind bis jetzt neuen Personen von den türkischen Behörden wegen Verdacht der Beteiligung an dem Terroranschlag im Verdacht festgenommen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte, dass die Türkei "auf Angriffe reagieren wird, sowohl im Landesinneren, als außerhalb unserer Grenzen" in dem sie die Vergeltung gegen die Täter und "Kräfte, die hinter ihnen stehen" richten wird.

Türkei schwört Rache
Cihan / Barcroft Media

Momentan liegt das Hauptrisiko darin, dass die Türkei in den Krieg im benachbarten Syrien hineingezogen werden könnte, und dabei in direkte Konfrontation mit Russland gerät, denn Erdogan unterstützte die Truppen, die gegen die Kräfte von Baschar al-Assad. Diese rückten in den letzten Wochen mit der Unterstützung der russischen Flugzeugen weit Richtung Aleppo.

Vollwertiger Krieg

In der letzten Zeit hat die Türkei wiederholt Positionen der Kräfte von Partei der Demokratischen Union (PYD) beschoßen, kurdischer Verbündeten Assads, die in den Kämpfen entlang der syrisch-türkischen Grenze voran und helfen mitwirken. Laut Türkei handelt es sich um syrischen Kurden, angehörend einem Flügel der PKK sind, welchevon der Türkei, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union als terroristische Organisation betrachtet wird. Allerdings weigert sich die USA dieser Bezeichnung ihrer verlässlichen Verbündeter im Kampf gegen den ISIS zuzustimmen.

Nach dem Terroranschlag von Ankara wird die Türkei einen vollwertigen Krieg mit der PKK im Inneren des Landes und mit der PYD in Syrien anfangen, ist überzeugt Direktor des türkischen Forschungsprogramms an der Washington Institute, Soner Cagaptay. Er schreibt:

"Dies wird umso mehr Beziehungen mit Washington erschweren und die Annäherung PYD mit Russland voranzutreiben."

Anfang dieses Monats besuchte ein hochrangiger Vertreter der Vereinigten Staaten die syrischen Kurden und lobte deren Beitrag in den Kampf mit den Islamisten. Als Reaktion darauf rief Präsident Erdogan die Obama-Regierung dazu, die richtige Wahl zu treffen. Bezugnehmend auf die syrische Stadt, in der es kurdischen Kräften gelang den Vormarsch der Militanten von ISIS zu stoppen und schließlich einen Sieg zu erringen, sagte er:

"Wer sind Ihre Partner - wir oder die Terroristen in Kobanê?"

Zusammen gegen Terror

Bereits seit 30 Jahren kämpft die Türkei mit kurdischen Militanten. Im vergangenen Jahr kam es zu erneuten Wende im Konflikt, als die Friedensverhandlungen abgebrochen wurden.

Türkei schwört Rache
Zuma\TASS

Die Explosion ereignete sich in Ankara um 18:30 Uhr, in der Nähe des Generalstabs der Streitkräfte von Türkei. Eine Bombe ging hoch, als der Bus an einer roten Ampel anhielt. Laut Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoğlu wurden dabei mindestens 61 Personen verletzt.

Premierminister Ahmet Davutoglu hat seine Reise nach Brüssel zu Gesprächen mit der EU in den Flüchtlingsangelegenheiten aufgeschoben. Der Präsident Erdogan sagte seinem Besuch in Aserbaidschan ab und rief einen Notfallsicherheitstreffen.

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