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Kannibalismus unter börsennotierten Unternehmen

Die großen Geldreserven finanzstarker Internet-Unternehmen, in Kombination mit den plötzlich attraktiven schwächeren Bewertungen anderer, könnte zu einem wachsenden Kannibalismus unter börsennotierten Unternehmen führen.

Das Jahr 2016 bietet einen robusten Markt für Übernahmen und Fusionen und laut der Analysteneinschätzung gibt es einige bereits börsennotierte Unternehmen, die dafür in Frage kommen würden.

Als mögliche Ziele von Übernahmen und Fusionen in 2016 wurden diese Unternehmen identifiziert:

Groupon

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Groupon Firmenzentrale in Chicago

Mögliche Käufer: Google

Begründung: Groupon (NASDAQ: Groupon [GRPN]) war schon vor dem Börsengang 2012 ein Ziel von Google, hat erst kürzlich Veränderungen im Management vorgenommen und laut Presseberichten könnte einige Unternehmen nach wie vor Interesse haben. Allerdings ließ sich der neu eingesetzte Vorstandsvorsitzende Rich Williams dahingehend zitieren, dass das Unternehmen noch keine Übernahmeangebote erhalten habe.

Börsenperformance: Im Januar 2014 wurden Groupon Aktien für über 11 Dollar das Stück gehandelt. Zwei Jahre später liegt das Unternehmen bei 2,60 Dollar, was einen Rückgang um 76% bedeutet.

Yelp

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Yelp Vorstandsvorsitzender und Mitgründer Jeremy Stoppelmann

Mögliche Käufer: Google, Yahoo oder Priceline

Begründung: Yelp (NYSE: YELP) könnte nach Presseberichten gut zu Google, Yahoo oder sogar Priceline passen. Der große und in jahrelanger Arbeit aufgebaute Stamm an Nutzern und Anzeigenkunden könnte eine interessante Bereicherung für Unternehmen sein, die eine größere mobile oder lokale Präsenz aufbauen wollen.

Börsenperformance: Auf dem Höhepunkt im März 2014 wurden Yelp-Aktien für 98 Dollar gehandelt. Seitdem hat das Unternehmen mehr als drei Viertel seines Wertes eingebüßt und notiert bei 22,15 Dollar.

GrubHub

Mögliche Käufer: Yelp oder Amazon

Begründung: GrubHub (NYSE: GRUB) könnte für Anbieter lokaler Services wie Yelp interessant sein, um ihr eigenes Restaurant-Liefergeschäft zu stärken. 2014 berichtete Nasdaq, dass Amazon in einer Übernahme GrubHub’s interessiert sein könnte, um seine Ausbreitung in neue Marktsegmente zu beschleunigen. Amazon operiert bereits seinen eigenen lokalen Restaurant-Lieferdienst in ausgewählten Märkten und könnte GrubHub als Möglichkeit sehen, seine Ausbreitung in neue Märkte zu beschleunigen.

Börsenperformance: Der Einbruch von GrubHub kam erst im April 2015. Im Laufe des Jahres 2014 wuchs der Aktienpreis von 34 Dollar auf 46 Dollar am Höhepunkt. Seit April hat GrubHub allerdings die Hälfte seines Wertes einbüßt und dotiert nun bei 21 Dollar.

Pandora

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Händler arbeiten an dem Stand wo das Pandora Internet-Radio gehandelt wird auf dem Parkett der New Yorker Börse am 15. Juni 2015

Mögliche Käufer: Sirius

Begründung: Pandora (NYSE: P) könnte zum Ziel eines anderen Musikdienstleistungsanbieters werden. Auf einer früheren Investorenveranstaltung 2015 deutete der Vorstandsvorsitzende von Sirius darauf hin, dass Pandora gut zur Strategie seines Unternehmens passen könnte, Geld mit der großen Zahl an Autos zu verdienen, die noch keinen registrierten Abonnenten oder aktive Nutzer von Musikanbietern sind.

Börsenperformance: Im Februar 2014 erreichten Pandora Aktien ihren Höhepunkt bei 38 Dollar. Seitdem hat die Aktie zunehmend an Wert verloren und wird 2 Jahre später bei nahe 10 Dollar gehandelt.

TripAdvisor

Mögliche Käufer: Priceline oder Google

Begründung: TripAdvisor (NASDAQ: TripAdvisor [TRIP]) könnte nach Ansicht von Bloomberg aufgrund seines Reichtums an Reisebewertungs-Daten interessant für den OTA-Mitbewerber Priceline oder Google sein. Priceline könnte auch an einer Übernahme von TripAdvisor interessiert sein, um seinen Anteil an Reisebuchungen zu konsolidieren und seine Abhängigkeit von Google im Hinblick auf den Verkehr zu verringern.

Börsenperformance: Im Unterschied zu den anderen Unternehmen auf Merrill Lynch’s Liste zeigte der Aktienwert von TripAdvisor in den letzten beiden Jahren keinen klaren Abwärtstrend. Im Januar 2014 lag der Wert bei 84 Dollar, also nur 12 Dollar mehr als die 72 Dollar, bei denen sie zwei Jahre später gehandelt wurden. Allerdings schwankten in diesem Zeitraum die Unternehmensaktien zwischen dem Höchststand von 110 Dollar im Juni 2014 und dem Tiefpunkt von 62 Dollar im September 2015.

Twitter

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Das Twitter-Logo an der Firmenzentrale in San Francisco

Mögliche Käufer: “eine Suchmaschine” - wahrscheinlich Google, AOL, Yahoo oder Facebook

Begründung: Twitter (NYSE: Twitter [TWTR]) hat Probleme, neue Nutzer zu gewinnen und Presseberichte habe unterstrichen, dass Twitter-Inhalte gut zu einer Suchmaschine passen könnte, die auf der Suche nach mehr sozialen Inhalten in Echtzeit für ihr Portfolio ist.

Börsenperformance: Zum ersten Mal überhaupt fiel die Twitter Aktie im Januar 2016 unter die 20 Dollar-Marke. Vor zwei Jahren wurde das soziale Netzwerk für um die 60 Dollar gehandelt, womit es zwei Drittel seines Wertes verloren hat.

Shutterfly

Mögliche Käufer: Unbekannt

Begründung: Mitte 2014 hatte Shutterfly (NASDAQ: SFLY) schon einen Verkaufs-Prozess eingeleitet, entschied sich dann aber laut Bloomberg in Folge einer strategischen Neuausrichtung doch dafür, unabhängig zu bleiben.

Börsenperformance: Nach dem Höchststand von 54 Dollar Anfang 2014 pendelte die Shutterfly Aktie in den vergangenen zwei Jahren nach oben und unten. Während die Aktie am Tiefpunkt im Oktober 2015 bei 35 Dollar gehandelt wurde, hat sie sich mittlerweile wieder leicht erholt und notiert Anfang 2016 bei 39 Dollar.

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