Rekord-Windkraft
AP Photo/Sandy Huffaker, File
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Wind und Wasser statt Gas und Öl

2015 installierte die Europäische Union Rekordkapazitäten an Windenergie, während die Technologie Wasserkraft als drittgrößte Energiequelle im Block der 28 Staaten überholte.

Laut einem am Dienstag via E-Mail verbreiteten Bericht der European Wind Energy Association (EWEA) führt der deutsche Markt mit 47% der 12,8 Gigawatt neuer Windenergie-Kapazitäten das Wachstum an. Eine Rekordzahl neuer Offshore-Windkraftanlagen glich einen Rückgang von Onshore-Geräten aus.

„Die Windkraft macht ein Drittel aller neuer Energieanlagen in der EU seit 2000 aus“, sagte die Vereinigung. „Konventionelle Energieträger wie Heizöl und Kohle bauen weiterhin mehr Kapazitäten ab, als neu hinzukommen.“

Die Windenergie in Europa boomt, da die Mitgliedsstaaten anstreben, im Kampf gegen den Klimawandel ihre Emissionen in den vier Jahrzehnten vor 2030 um 40% zu senken. Bei sinkenden Kosten werden Onshore-Windparks wettbewerbsfähiger gegenüber herkömmlichen Formen der Energieerzeugung, was Entwicklern und Politikern die Aussicht auf eine subventionsfreie Zukunft ermöglicht.

Laut der Wind Association steckten Investoren 2015 europaweit 26,4 Milliarden Euro (29,3 Milliarden Dollar) in die Windenergie, befeuert von einer Verdoppelung der Ausgaben im Offshore-Sektor. Die EU könnte dieses Jahr allerdings einen Rückgang bei Netzverbindungen für On- und Offshore-Windenergie verzeichnen, da sich das Wachstum in der Branche abschwäche, so Oliver Joy, Sprecher der EWEA.

Während sich das Offshore-Geschäft bist 2017 wieder erholt haben könnte, „sind die Aussichten für Onshore-Anlagen aufgrund regulatorischer Unwägbarkeiten in einen Mitgliedsstaaten ungewiss“, kommentierte Joy in einer E-Mail. „Es gilt als wahrscheinlich, dass Deutschland zu einem Ausschreibungsverfahren übergeht, während die zukünftige Unterstützung in Ländern wie UK, Polen und Spanien unklar bleibt. Investoren und die Industrie brauchen nach wie vor Klarheit über die Politik nach 2020.“

Der Deal von Paris

Im Dezember erhielten die erneuerbaren Energien einen neuen Anstoß, als sich 195 Nationen erstmals auf ein für alle Länder bindendes Abkommen einigten. Das EU-Ziel, bei den Erneuerbaren einen Anteil von 27% des Energieverbrauchs bis 2030 zu erreichen, ist nur auf Ebene der gesamten Union bindend. Zielstellungen für einzelne Mitgliedsstaaten fehlen.

Letztes Jahr machte Windkraft 44% der neu erschlossenen Energiekapazitäten in der EU aus. Laut dem Report bilden die 141,6 Gigawatt der Windturbinen nun 15,6% der Energiekapazitäten ab, verglichen mit 15,5% bei Wasserkraft. In Führung liegt Gas mit 21,1%, gefolgt von Kohle mit 17,5%.

Hinter Deutschland waren die bedeutendsten Märkte im Jahr 2015 Polen mit 9,9% der EU-weiten Installationen, Frankreich mit 8,4% und das Vereinigte Königreich mit 7,6%. Das einst europaweit führende Spanien installierte im letzten Jahr keinerlei neue Windkraftanlagen.

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