Der Fall Assange
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Die Geschichte von Jullian Assange

Einer der WikiLeaks Gründer, Jullian Assange, lebt seit 2012 in der Generalbotschaft von Ecuador in London. Sollte er die Botschaft verlassen, wird er von der britischen Polizei verhaftet und nach Schweden ausgewiesen werden, wo er wegen Vergewaltigung in zwei Fällen vor Gericht gestellt wird. Assange behauptet, die Anklage sei ein Teil der Versuche der amerikanischen Geheimdienste, ihn wegen der Spionage ins Gefängnis zu bringen.

Julian Paul Assange wurde 3. Juli 1971 in der australischen Stadt Townsville geboren. Er studierte an verschiedenen Universitäten, erwarb aber an keiner einen Abschluss.

1991 hackte Assange Computersystem des Telekommunikationsunternehmens Nortel und wurde erwischt. Da aber der Schaden eher geringfügig war, wurde ihm lediglich eine symbolische Geldstrafe auferlegt.

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REUTERS/Gary Granja

Danach wechselt Assange einige Jobs, alle IT-verbunden. 2006 gründet er WikiLeaks mit dem Ziel Korruption und Missbräuche zu entlarven. Primär zielte die Seite Korruption in Asien, China und Russland an, aber auch westliche Regierungen und Gesellschaften wurden beachtet.

2008 veröffentliche das US Army Intelligence Center ein Bericht, in dem WikiLeaks als “potentielle Gefahr für das Militär” bezeichnet wird. 2010 tauchten auf der Seite mehr als 70.000 vertraulichen Feldberichten über den USA Einsatz in Irak. Im gleichen Jahr veröffentlichte WikiLeaks geheime Aufnahmen, die den Tod der Zivilbevölkerung nach einer Attacke des amerikanischen Hubschraubers in Bagdad zeigen.

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Doch die wahre Bombe platzte, als WikiLeaks mehrere Dokumente der US Diplomaten am 29 November 2010 online stellte, welche u.a. auch wenig schmeichelhafte Aussagen über die Regierungsvertreter aus anderen Ländern enthielten.

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Jullian Assange und seine Gesinnungsgenossen mussten Sicherheitsvorkehrungen treffen, denn sie bekamen immer mehr Drohungen. Assange zieht durch die Welt, verbringt vor allem viel Zeit in Schweden.

Im August 2010 setzt ihn die schwedische Polizei auf die Pfandungsliste, denn er soll zwei Frauen vergewaltigt haben. Drei Monate später, nach dem die Staatsanwaltschaft zum zweiten Mal sich an Gericht wendet, erlässt dieses ein Haftbefehl gegen Assange wegen Vergewaltigung und Nötigung in zwei Fällen.

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Am 7. Dezember verhaftet Londoner Polizei Jullian Assange, als dieser freiwillig in der Polizeistation erscheint. Am 16. Dezember beschließt Londons Hohe Gericht, dass Assange auf Kaution entlassen wird, solange Schwedens Antrag auf Ausweisung untersucht wird. Am 24 Februar wird die Ausweisung des WikiLeaks Gründers beschlossen, woraus einige (abgelehnte) Appellationen folgten.

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Am 19 Juni 2012 wurde bekannt, dass Assange in der Botschaft von Ecuador ein Asylantrag stellte. Am 16 August bestätigte Außenministerium von Ecuador, dass Asyl gewährt wurde. Seit dem befindet sich Jullian Assange auf dem Territorium der Botschaft.

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Am 19 August hielt Assange eine Ansprache auf dem Balkon der Botschaft, in der er von der USA verlange die "Hexenjagt" zu beenden und auch seine Unterstützung an die Mitglieder der russischen Gruppe "Pussy Riot" ausdrückte.

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Im September 2014 reichte Jullian Assange eine Beschwerde wegen der Freiheitsberaubung seitens Großbritannien und Schweden bei der UN-Arbeitsgruppe ein.

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Am 4. Februar twitterte Assange, sollte das Gremium zu seinen Gunsten entscheiden, erwartet er unverzügliche Rückgabe seines Passes und ein Einstellen aller Festnahmeversuche.

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Assange gab via Skype eine Pressekonferenz zu der Entscheidung. Es sei "ein wichtiger Sieg", sagte er, welcher ein Lächeln auf seinem Gesicht gezaubert hätte.

Zudem sei die Entscheidung seiner Meinung nach "rechtlich bindend". Assange forderte Großbritannien und Schweden auf, den Bericht zu akzeptieren, da beide Länder sonst die Autorität der Vereinten Nationen untergraben würden.

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